Halloween-Haus in Heselwangen
: Wenn sich plötzlich ein Zombie nähert

Alljährlich zu Halloween verwandelt sich das Haus von Familie Bögel in Heselwangen in ein schaurig-schönes Gruselkabinett. Da leuchten nicht nur Kinderaugen.
Von
Andrea Maute
Heselwangen
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Joeline Bögel

Dank Joeline Bögel präsentiert sich das Haus der Familie Bögel in Heselwangen in schaurig-schönem Gewand.

Andrea Maute
  • In Heselwangen schmückt Joeline Bögel ihr Elternhaus jedes Jahr zu Halloween aufwendig.
  • Bewegliche Figuren, leuchtende Augen und Geräusche erhöhen den Grusel – teils lebensgroß.
  • Neu dabei sind Horrorclown und Gevatter Tod, die auf Bewegung reagieren und sprechen.
  • Start der Deko ist meist Mitte/Ende September, nach dem Reformationstag wird abgebaut.
  • Viele Kinder kommen zum Klingeln, Fotos auf der Bank sind beliebt – Bögel trifft Gäste vor dem Haus.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit flinken Fingern bewegt sich die abgehackte Hand auf den Besucher zu, krabbelt näher und näher. Während dieser entweder vor Schreck erstarrt oder instinktiv einen Satz zur Seite macht, robbt sich von rechts ein Zombie heran, der frisch aus dem Grab gekrochen zu sein scheint. Ächzend und stöhnend bewegt er sich mühsam voran, seine Fingernägel bohren sich dabei in den Boden. Der Blick in seine leuchtend roten Augen lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, mindestens aber den Atem stocken.

Unweit davon rüttelt ein skelettierter Gefangener mit aller Kraft an den Gitterstäben seines Käfigs und gibt dabei schauerliche Laute von sich.

Was wie eine Szene aus einem Horrorfilm anmutet, ist Bestandteil einer aufwändig gestalteten Dekoration, mit der Joeline Bögel das Familiendomizil in Heselwangen alljährlich zu Halloween in ein wahres Gruselkabinett verwandelt. Geschmückt wird für gewöhnlich schon Mitte/Ende September. „Damit es sich auch lohnt“, sagt sie.

Figuren lehren das Fürchten

Über die gesamte Länge der Hausfassade spannt sich dieses Mal ein dichtes Netz, in dem es sich nicht nur mehrere Riesenspinnen bequem gemacht haben. Auch Geister, Hexen und Co. scheinen sich darin wohlzufühlen. Die Gartenbank, auf der sich in der warmen Jahreszeit Bewohner und Nachbarn auf ein Schwätzchen niederlassen, ist im Herbst von Skeletten belagert.

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Im Laufe der Zeit sei immer mehr an Dekoration hinzugekommen, erzählt Joeline Bögel. „Die Hausfassade ist lang, das lädt natürlich zum Gestalten ein. Auch wenn ich mich langsam mal bremsen müsste“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Halloween

Na, wer traut sich, zwischen diesen beiden Gesellen Platz zu nehmen?

Joeline Bögel

Obwohl der Platz nach etwa zehnjährigem Schmücken schon gut gefüllt ist, gibt es auch heuer wieder einige Neuzugänge - darunter zwei lebensgroße Figuren. Horrorclown und Gevatter Tod durften sogar den großen Traktor in Beschlag nehmen und erfüllen ihre Aufgabe, die Menschen das Fürchten zu lehren, sehr pflichtbewusst.

Auch ihrem Vater hätten beide schon einen gehörigen Schrecken eingejagt, berichtet Joeline Bögel schmunzelnd. Denn dass sie nicht nur stumm dastehen, sondern auch auf Bewegung regieren und sich dann buchstäblich zu Wort melden, kann man durchaus mal vergessen.

Kreativität und Geduld gefragt

Fast alle Figuren, die in die Dekoration integriert sind, haben eine bestimmte Funktion, was den Gruselwert noch mal deutlich erhöht. Viele sind beweglich, bei manchen leuchten im Dunkeln die Augen. Andere singen, sprechen oder geben unheimliche Geräusche von sich. „Es gibt ganz viele tolle Sachen, da fällt die Auswahl sehr schwer“, weiß Joeline Bögel.

Was die Gestaltung betrifft, lässt ihr die Familie freie Hand. Als gelernte Maurerin hat sie nicht nur ein exzellentes räumliches Vorstellungsvermögen. „Ich habe auch viel Geduld“, verrät sie - eine Eigenschaft, die auch in ihrem heutigen Beruf im Pflegebereich sehr wichtig ist. In ihrer Freizeit dekoriert Joeline Bögel nicht nur sehr gerne, sondern backt auch mehrstöckige Torten und verkauft in einem kleinen Stand unter anderem selbstgefertigte Dekoartikel.

Grusel

Zwei, die sich verstehen: Spinne und Knochenmann.

Andrea Maute

Gefragtes Fotomotiv

Wenn das Haus im Herbst sein schaurig-schönes Gewand anlegt, ist das nicht zuletzt für Kinder ein Vergnügen. „Viele Eltern fragen uns, ob man sich auf die Bank setzen und ein Foto machen darf“, erzählt Joeline Bögel, die die Türklinke an Halloween quasi gar nicht mehr loslassen kann, weil so viele Kinder klingeln und ihre Sprüche aufsagen. Dieses Mal wird sie sich mit einer Tasse Glühwein deshalb gleich vor das Haus stellen, um mit den kleinen und großen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Sie alle können die gruselige Dekoration dann nochmals in Augenschein nehmen, bevor zeitig nach dem Reformationstag die Halloween-Artikel dann wieder verstaut werden. Das nächste Projekt lässt indes nicht lange auf sich warten. Denn die Adventszeit ist ja bekanntlich nicht mehr weit.