Geschichte in Leidringen
: Neues Leben für altes Backhaus

Der Leidringer Ortschaftsrat überlegt, wie man das ehemalige Backhaus an der Peterskirche wieder nutzen könnte. Die Denkmalpflege hat ein Wort mitzureden.
Von
Lorenz Hertle
Oberndorf
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In den 1980er-Jahren wurde wohl zuletzt im alten Leidringer Backhaus Brot gebacken.

dpa/Christin Klose

Fast unscheinbar wirkt das alte Backhäuschen neben der Kirche. Es steht seit vielen Jahren leer. Gebacken wird im neuen, 2003 errichteten Gebäude zwischen Vogtshof und Grundschule. Nun überlegt der Ortschaftsrat, wie man das alte Gebäude nutzen könnte.

Vor 1842 errichtet

Nach Angaben von Ortsvorsteher Horst Lehmann ist das „Alte Backhäusle“ wohl vor 1842 gebaut worden. Zu jener war im Königreich Württemberg Vorschrift, Backhäuser zu errichten, um Holz zu sparen und die Brandgefahr zu verringern. Sie sollten etwas von den übrigen Häusern entfernt stehen, so dass Flammen und Funken nicht überspringen konnten.

Die Dorfbewohner waren von nun an auf die öffentlichen Backhäuser angewiesen. Was als Notwendigkeit begann, gilt heute als Brauchtum.

Letztmals in den 1980er Jahren benutzt

Das alte Leidringer Backhaus wurde laut Lehmann in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals in seinem äußeren Erscheinungsbild verändert und umgestaltet. Innen blieb der Holzofen bestehen.

Nach Recherchen des Ortsvorstehers wurde im Alten Backhäusle Ende der 1980er-Jahre zum letzten Mal Brot gebacken. Im Auftrag des Denkmalschutzes untersuchte ein Steinmetzbetrieb aus Haigerloch das Gebäude und befasste sich hauptsächlich mit der Standsicherheit des Backofens.

Fotos zeigen, dass im Innern des Ofens Ziegelsteine der gemauerten Gewölbes heruntergefallen sind. Das Landesamt für Denkmalpflege, das dem Regierungspräsidium Stuttgart zugeordnet ist, hat bisher noch keine Stellungnahme zu diesem Gutachten vorgelegt.

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