Filme des Hauses der Volkskunst
: Sogar Zeitzeugen aus der Renaissance kommen zu Wort

Mit „Geschichten der Schalksburg“ ist im Auftrag des Kulturarchivs des Schwäbischen Albvereins eine KI-gestützte Filmdokumentation auf Schwäbisch entstanden. Auch weitere Filme des Hauses der Volkskunst in Dürrwangen geben lebendige Einblicke in die Regionalgeschichte.
Von
Andrea Maute
Balingen
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Geschichte der Schalksburg

Im Film „Geschichten der Schalksburg“ kommen auch Zeitzeugen aus der Renaissance zu Wort. KI macht es möglich.

Filmszene
  • KI-gestützte Doku „Geschichten der Schalksburg“ zeigt Regionalgeschichte auf Schwäbisch.
  • Zeitzeugen aus der Renaissance sprechen – mit KI aus Gemälden, Fresken und Stichen rekonstruiert.
  • Alle fünf Filme des Hauses der Volkskunst sind auf YouTube und dauern 5 bis 25 Minuten.
  • Weitere Titel: „Hirschguldenweg“, „Kulturschätze“, „Alte St. Michaelskirche Burgfelden“.
  • „Die Schalksburg im Lauf der Jahrhunderte“ bietet Einblicke in Funde und Historie über dem Eyachtal.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Regionalgeschichte ist fraglos spannend. Noch spannender ist es jedoch, Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen, die aus ihrer Sicht berichten. Zugegebenermaßen schwierig wird dies, wenn es sich um Vertreter aus der Renaissance handelt. In Zeiten von KI - so zeigt der Film „Geschichten der Schalksburg“ des Hauses der Volkskunst in Dürrwangen - jedoch kein unmögliches Unterfangen. Und so macht der Zuschauer unter anderem Bekanntschaft mit Eitel Friedrich II. von Hohenzollern, Wilhelm von Weitingen oder Johanna van Wittem.

„Basierend auf Experteninterviews und bisher kaum behandeltem Archivmaterial ist im Auftrag des Schwäbischen Kulturarchivs des Schwäbischen Albvereins erstmals eine KI-gestützte Filmdokumentation auf Schwäbisch entstanden, die Regionalgeschichte im gesamteuropäischen Zusammenhang zeigt“, heißt es in der Erklärung zum Filmdokument, in der auch die Vorgehensweise erläutert wird: „Bewegte Bilder wurden dabei anhand von historischen Ölgemälden aus Archivbeständen detailgetreu rekonstruiert, alte Fresken und Stiche in fotorealistische Darstellungen umgewandelt.“ Zu sehen ist das „Pionierprojekt der Regionalkultur“ auf der Videoplattform YouTube.

Kulturgeschichtliche Juwelen

Der Film „Geschichten der Schalksburg“ ist indes nicht das einzige filmische Dokument über bedeutende regionale Bauwerke und Kunstschätze. Ebenfalls auf YouTube wurde ein Film des Schwäbischen Albvereins von Pius Jauch über den „Hirschguldenweg“ veröffentlicht. Dieser widmet sich kulturgeschichtlichen Juwelen am Wegesrand und wird musikalisch von der Gruppe „Wacholderklang“ umrahmt.

Die alte St.-Michaels-Kirche in Burgfelden, eine der bedeutendsten romanischen Sakralbauten Südwestdeutschlands, mit ihren mittelalterlichen Wandmalereien aus der Zeit um 1070/80, steht im Zentrum eines weiteren Films des Hauses der Volkskunst. Durch das Kirchlein führt darin Reinhard Mayer, „das historische Gedächtnis Burgfeldens“, wie es in der Ankündigung heißt.

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Apropos Kirche: Filmisch dokumentiert ist unter dem Stichwort „Back to the roots“, zurück zu den Wurzeln, auch die Rückkehr der im Jahre 1895 vom Stuttgarter Kunstmaler Eduard Haaga geschaffenen Wandmalerei-Rekonstruktionen. Diese befanden sich über sieben Jahrzehnte lang im Heimatmuseum Balingen und sind 2026 an ihren angestammten Platz in die St.-Michaels-Kirche in Burgfelden zurückgekehrt. Gefeiert wurde dies mit einem großen Fest im Rahmen von „Sackpfeifen in Schwaben.“

In bestem Schwäbisch

Zu guter Letzt geht es noch einmal zurück zur Schalksburg. Archäologische Funde bezeugen hier eine Besiedlung von der Jungsteinzeit bis in die frühe Neuzeit. Im Film „Die Schalksburg im Laufe der Jahrhunderte“ geben die Historiker und Heimatforscher Reinhard Mayer, Jürgen Scheff und Wilfried Schübel Einblicke „in die faszinierende Geschichte eines verwunschenen Ortes, hoch über dem Eyachtal.“

Was alle fünf Filme des Hauses der Volkskunst auszeichnet und zu etwas ganz Besonderem macht, ist, dass sie, wie Leiter Manfred Stingel erklärt, „ganz bewusst in bestem Schwäbisch gesprochen sind.“ Dies unterstreicht den regionalen Charakter der sehenswerten filmischen Dokumente, die alle zwischen 5 und 25 Minuten lang sind.

Regionalgeschichte auf Schwäbisch - zu sehen auf der Videoplattform YouTube

„Geschichten der Schalksburg“: https://youtu.be/q1Xo8djAZxM?is=aChfUVJGQsp_I2CN

„Hirschguldenweg“: https://youtu.be/bL29khu44B0?is=VrlY3LGvNQKA1MKG

„Die Schalksburg im Lauf der Jahrhunderte“: https://youtu.be/haUZLLTIRPs?is=u8yBBM7Tu0naIyi8

„Kulturschätze - Wiederkehr und Wiederbelebung“: https://youtu.be/YNbGg9h-cRM?is=sS9uTji0llqicTPw

„Alte St. Michaelskirche Burgfelden“: https://youtu.be/6oo4zZtz8d4?is=Lelmb2Bo4APEEQDG