Fasnet in Heiligenzimmern
: Hexen und Co. treiben ihr Unwesen – das sind die Bilder vom Umzug

Zahlreiche Narren bescherten sich und den Gästen eine unterhaltsame „Fleckafasnet“ in Heiligenzimmern. Nach dem Umzug wurde noch weiter gefeiert.
Von
Bettina Stehle
Oberndorf
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Umzug in Heiligenzimmern

Bettina Stehle

Der Fasnetsamstag ist der Höhepunkt der Heiligenzimmerner „Fleckafasnet“. Bereits in der Morgendämmerung ziehen die Harzklumpen, Fenässle und Horga-Hexa mit Gedonner, Geschrei und Geschell durch die Straßen, um die Bevölkerung närrisch zu wecken.

Zur Tradition gehört auch Narrenmesse, die Pater Albert Schrenk in humorvoller Weise und mit schunkelnden Narren gefeiert hat. Keine Pause gönnten sich die Narren um die Zunftmeister Achim Stehle und Jan Kotz.

Gastgeber-Zunft führt den Umzug an

Gleich ging es weiter zum Narrenbaumaufstellen unter Begleitung des Musikvereins und zum Verlesen des Narrenblättles. Bei kühlen Temperaturen ließ sich zum Umzugsbeginn die Sonne blicken und sorgte auch von oben für gute Stimmung unter den vielen Zuschauern.

Angeführt wurde der närrische Lindwurm von der Gastgeber-Zunft selbst. Moderator Stefan Schellhammer bezog die Zuschauer in das närrische Geschehen mit ein, und so begrüßten diese lautstark die Zünfte mit ihren schnurrigen Schlachtrufen wie „Wald-Schrat“, „Batsch-nass“ oder „Fransa-Butz“.

Wie gewohnt waren viele Hexenzünfte dabei, unter anderem die Liacht-Hexen aus Täbingen, die Rosenfelder Weiberg-Hexa oder die Schaiblin-Hexen aus Stetten. Mit waghalsigen Pyramiden oder stinkendem, orangen Rauch versprühten sie Hexengeist.

Aber auch Weißnarren wie die Binsdorfer Holz-Hutzeln oder Kräuterweible und schaurige Teufel trieben ihr Unwesen. Und immer wieder heizten Musik- und Lumpenkapellen mit närrischen Ohrwürmern richtig ein.

Nach dem Umzug feierten die Narren in den Besen weiter

Witzige Fußgruppen wie die glitzernden Discokugeln, die „Schaa(r)f-Herde“, der Schlichem-Zug oder die Voodoos brachten närrische Abwechslung. Von den Stunzachtaler Kaltduschern traf „versehentlich“ auch mal ein Wasserspritzer die kreischenden Zuschauer.

Die Stunzach-Zocker verzockten sich und die Wisch-Mobs kehrten die Straße und Zuschauer. Nach dem bunten Umzug feierten die Narren noch lange in der Festhalle, auf dem Dorfplatz und in den Besen weiter.

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