Experten-Tipps im Zollernalbkreis
: Was gegen üblen Geruch und Maden in der Mülltonne hilft

In vielen Gemeinden des Zollernalbkreises werden die Mülltonnen später geleert. Was Sie im Sommer gegen Gestank und Schädlingsbefall in Mülltonnen tun können.
Von
Michael Merk
Oberndorf
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Die Mülltüten sollten fest verschlossen sein, bevor man sie in die Tonne schmeißt.

Merk

Zwei Tage länger als gedacht steht die Mülltonne in der prallen Sonne – genug Zeit und Raum, damit sich Zersetzungsprozesse entfalten, übler Geruch entsteht und sich ungebetene Gäste einnisten, beispielsweise Maden.

Wir haben beim Landratsamt und dem Entsorgungsunternehmen Prezero nachgefragt, was Haushalte tun können, um unangenehme Gerüche und Schädlingsbefall in der heißen Jahreszeit zu vermeiden. Vor allem, wenn der Abfall wie zur Zeit im Zollernalbkreis , später abgeholt wird.

Die Hauptursache für die Geruchsbildung in Rest- und Biotonnen sind die sommerlichen Temperaturen. Diese beschleunigen die Zersetzung von Abfällen durch Bakterien und Schimmel, wodurch übelriechende Gase entstehen.

Müll: Verspätete Abholung verschärft Problem

Der derzeit verzögerte Abholrhythmus verschärft das Problem zusätzlich. „Wenn Hitze zu verstärkter Geruchsentwicklung führt, machen sich stehengebliebene Behälter mitunter durch unangenehme Gerüche bemerkbar“, erklärt die Pressestelle des Zollernalbkreises. Besonders feuchte Küchenabfälle, also Speisereste sowie Obst- und Gemüseschalen, fördern die Bildung von Gestank und Maden.

Maden sind die Larven verschiedener Insektenarten. Fliegen legen ihre Eier oft schon in der Küche in die Abfälle – oder direkt in die Mülltonne, wenn diese offensteht oder nicht richtig schließt. Bei warmen und feuchten Bedingungen entwickeln sich daraus innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Maden.

Feuchtigkeit im Abfall binden

Um dies zu vermeiden, empfiehlt das Landratsamt, feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier, Küchentücher oder Papiertüten einzuwickeln, bevor sie in die Biotonne gelangen.

Zusätzlich helfen zerknülltes Zeitungspapier, Eierkartons oder Papiertücher, die zwischen die Abfälle gelegt werden. „Das bindet die Feuchtigkeit und mindert die Gefahr der Geruchsbildung“, erklärt Pressesprecher Steffen Maier.

Gleiches empfiehlt Prezero und gibt dazu den Tipp den Boden der Mülltonne mit etwas Kalk oder Katzenstreu auszulegen. Dies helfe auch, um Feuchtigkeit zu binden.

Auch Sägemehl, Hobelspäne, holzige Gartenabfälle oder Gesteinsmehl haben eine ähnliche Wirkung. Wichtig: Hochglanzpapier oder Illustrierte eignen sich nicht. Zudem sind kompostierbare Folienbeutel im Zollernalbkreis nicht zugelassen.

Stellplatz ist wichtig

Ein weiterer Tipp: Die Biotonne sollte möglichst an einem schattigen, gut belüfteten Ort stehen. So wird einer Überhitzung und der beschleunigten Zersetzung des Inhalts vorgebeugt.

Der Landkreis rät außerdem zu einer regelmäßigen Reinigung der Tonnen – unabhängig von der sichtbaren Verschmutzung. So lassen sich unangenehme Gerüche und Schädlingsbefall vorbeugen.

Für die Reinigung eignen sich laut dem Entsorgungsunternehmen Prezero heißes Wasser und umweltfreundliche Reinigungsmittel. Hier wird zu Essig, Zitronensäure oder Soda geraten. Und: „Nach der Reinigung sollte die Tonne gut austrocknen, bevor sie erneut befüllt wird“, sagt der Pressesprecher von Prezero, Boris Ziegler.

Korrekte Sammlung sei maßgeblich

Die Verantwortung liegt dabei bei jedem Einzelnen. „Die regelmäßige Entleerung der Müllbehälter kann helfen, die Geruchsbildung zu reduzieren. Maßgeblich ist jedoch die korrekte Sammlung der Abfälle“, so Maier.

Wer einfache Regeln beachtet, kann Maden und üble Gerüche effektiv vermeiden – und sorgt damit nicht nur für mehr Hygiene, sondern auch für ein besseres Wohnumfeld.

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