Einsatzkräfte aus Zollernalbkreis: Zugunglück in Zwiefaltendorf – Kräfteanforderung potenziell möglich

Verunglückter Zug
Thomas Warnack/dpaBei Zwiefaltendorf im Landkreis Biberach ist ein Personenzug entgleist. Rettungsteams sind aktuell im Einsatz. Die genauen Hintergründe des Zugunglücks nahe des Riedlinger Ortsteils sind noch unklar.
Angefordert werden könnten aufgrund der Nähe zum Zollernalbkreis potenziell auch Einsatzkräfte aus dieser Gegend – beispielsweise Burladingen, Winterlingen und Bitz liegen lediglich zwischen 35 und 40 Kilometer und etwa 30 Autominuten entfernt.
„Nach dem aktuellen Ermittlungsstand wurden drei Personen tödlich sowie weitere Reisende schwerst verletzt", teilen Bundespolizei und Polizeipräsidium Ulm mit. Selbst aus Bayern ist nach SWR-Angaben Unterstützung unterwegs.
Kreisbrandmeister Sven Röger erklärt am Abend unserer Redaktion, dass bislang keine Kräfte aus dem Zollernalbkreis angefragt worden seien. Möglich sei dies jedoch, in diesem Fall über den Bezirksbrandmeister.
Auch in Burladingen erklärt Feuerwehrkommandant Manuel Kehrer am Sonntagabend, dass es bislang keine Anforderung gegeben habe.
Bundespolizei: zwei Waggons betroffen
Die Bundespolizei in Stuttgart wurde nach eigenen Angaben gegen 18:10 Uhr über die Zugentgleisung zwischen Riedlingen und Munderkingen informiert.
Betroffen sind demnach zwei Regionalexpress-Waggons; im Zug sollen sich zum Unfallzeitpunkt zirka 100 Reisende befunden haben.
Nach Zugunglück: Bahnverkehr eingestellt
Laut Deutscher Bahn ist der Verkehr zwischen Munderkingen und Sigmaringen auf der Linie RE 55 (Donaueschingen – Ulm) komplett eingestellt worden.
„Über die Dauer der Sperrung liegen uns noch keine Informationen vor“, schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite. Fahrgäste zwischen Ulm und Munderkingen sollten demnach die Züge der SWEG nutzen.
bwegt-Züge im weiß-gelb-schwarzen Landesdesign
Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH SWEG betreibt indes auch die Regionalbahnen zwischen Tübingen und Sigmaringen sowie zwischen Hechingen und Sigmaringen.
Nach Angaben des Landesverkehrsministeriums sind dort im Netz 14 Zollernalbbahn I und II die Fahrzeuge Alstom Coradia Lint 54 unterwegs - als bwegt-Züge im weiß-gelb-schwarzen Landesdesign. In eben diesem Design gehalten ist auch der bei Riedlingen entgleiste Zug. Laut Ministerium sind dort im Netz 5 Donau-Ostalb jedoch andere Züge unterwegs, in der Baureihe 612 „Bombardier Regio Swinger“, in der Baureihe 644 „Bombardier Talent“.