Dorfmitte in Hausen
: Erneuerung soll bald beginnen – wichtiges Detail fehlt aber noch

Der Gemeinderat von Hausen am Tann hat sich jüngst mit der Dorfmitteerneuerung beschäftigt. Bürgermeister Weiskopf verrät erste Details.
Von
Cornelius Eyckeler
Oberndorf
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Die Hausener Dorfmitte soll bald erneuert werden.

Eyckeler

Die Dorfmitte in Hausen wird von Räten und der Bevölkerung gerne als die Visitenkarte des Ortes bezeichnet. Derzeit prägen zwei große Schotterplätze diese Visitenkarte. Das soll sich ändern, die Dorfmitte steht vor einem Facelifting. Bürgermeister Stefan Weiskopf musste in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend jedoch ein wenig auf die Bremse drücken – in Sachen Finanzen und Zeitplan.

Seit der umfassenden Sanierung der Ortsdurchfahrt vor rund zweieinhalb Jahren kam das Thema Erneuerung der Dorfmitte immer wieder im Gemeinderat und in der Bevölkerung auf. Nun stand die Maßnahme auf der Tagesordnung des Gemeinderats am Mittwochabend.

Weiskopf gibt einen Kostenrahmen vor

Bürgermeister Weiskopf brachte das Gremium auf den neuesten Stand. So wurde bereits das Planungsbüro PurePlanning aus Rottweil mit einer Kostenermittlung aufgrund der Grobplanung des Gemeinderates beauftragt.

Dieses ermittelte einen Kostenaufwand von 605 000 Euro für die Umsetzung der Maßnahme. 40 Prozent der Nettokosten – das ist bereits gesichert – werden durch das Förderprogramm Entwicklung ländlicher Raum übernommen.

Dennoch: „Aufgrund der klammen Haushaltslage können wir uns Maßnahmen in dieser Höhe nicht leisten“, erklärte Weiskopf dem Gremium. Deshalb habe er die Kosten gedeckelt – auf 100 000 Euro. „Seitens der Verwaltung schlagen wir vor, uns auf das Zweckmäßige zu konzentrieren.“

Mehrere Anbieter angeschrieben

Der Bürgermeister hat bereits mehrere Anbieter angeschrieben. Letztlich, so gab er bekannt, seien noch drei Anbieter im Rennen, deren Ideen umsetzbar seien. Das Problem, weswegen eine Vergabe in dieser Sitzung noch nicht möglich war: Teils fehlen noch konkrete Pläne und Skizzen von den Anbietern.

Man wolle keine Entscheidung treffen, ohne konkrete Vorstellungen schwarz auf weiß vorliegen zu haben, lautete der einstimmige Tenor in der Runde. Noch sind weder die drei Anbieter der Öffentlichkeit bekannt noch die konkreten Pläne.

Allerdings bewegen sich alle Angebote ungefähr im vorgegebenen Kostenrahmen, und Bürgermeister Weiskopf zeigte grob auf, was man mit der Dorfmitte vorhabe.

Dorfbrunnen soll wieder her

So lautet ein konkretes Ziel, den Dorfbrunnen, der seit der großen Sanierung keinen Platz mehr gefunden hat, wieder – möglicherweise direkt neben dem Rathaus – wieder aufzustellen. Derzeit ist der Brunnen eingelagert.

„Dazu sind Stellplätze geplant für die Verwaltungsmitarbeiter, aber auch generell für die Bevölkerung. Grünflächen in Form von Wiese, Sträuchern und Bäumen sollen als Trenner zur Straße realisiert werden“, kündigt Weiskopf an.

Zum Zeitplan: Die Verwaltung bittet die Anbieter nun um die genauen Pläne, sodass in der nächsten Sitzung noch vor der Sommerpause die Vergabe erfolgen kann.

Weiskopf hofft, dass die Arbeiten bereits im Herbst beginnen können. Abschluss der Maßnahme soll Ende des Jahres – spätestens Anfang 2026 sein. Wenn alles glatt läuft, verfügt Hausen am Tann dann wieder über eine attraktive Visitenkarte.

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