Digitalisierung: Dotternhausen wird als Gigabitkommune@BW ausgezeichnet

In Dotternhausen gibt es fast flächendeckend „schnelles Internet“. Dafür wurde die Gemeinde nun ausgezeichnet.
Patrick Pleul/zb„Leistungsfähige Gigabitnetze sichern die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben – Schülerinnen und Schüler benötigen stabile Anbindungen für digitales Lernen, Pendlerinnen und Pendler für Homeoffice und Mobilität, Ärztinnen und Ärzte für Telemedizin. Dafür haben die Gigabitkommunen Außergewöhnliches geleistet“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Verleihung am 25. Juli. Insgesamt wurden 55 Kommunen ausgezeichnet, darunter auch Dotternhausen, weil – so erklärt Bürgermeisterin Marion Maier – die Gemeinde fast flächendeckend über „schnelles Internet“ verfügt.
Die Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen der Anerkennung und zugleich ein Signal, dass Baden-Württemberg den flächendeckenden Gigabitausbau entschlossen vorantreibt. Die ausgezeichneten Gemeinden erhalten neben einer Stele auch eine Urkunde.
Der Glasfaseranteil steigt weiter stark an
97,9 Prozent aller Haushalte
Die geehrten Kommunen erreichen allesamt eine Gigabitversorgung – sprich mindestens 1.000 Mbit/s – von mindestens 97,9 Prozent ihrer Haushalte und haben damit den Schritt zur flächendeckenden Versorgung mit Gigabitnetzen vollzogen.
Seit 2016 hat sich die Gigabitverfügbarkeit im Land von 1,4 Prozent auf derzeit rund 76 Prozent gesteigert. Vor allem der Glasfaseranteil steigt laut Mitteilung weiter stark an: 27,16 Prozent aller Haushalte haben bereits einen Glasfaseranschluss. Derzeit befinden sich zudem eine Vielzahl von Breitbandprojekten im Land in der Planungs- und Umsetzungsphase, die die Gigabit- und insbesondere die Glasfaserquote in der Fläche stetig weiter verbessern. Ein Erfolg, der ohne den beharrlichen Einsatz der Kommunen und der Telekommunikationsunternehmen nicht denkbar gewesen wäre.
Bürger und Unternehmen profitieren
Von der Auszeichnung profitiert die Gemeinde zwar direkt nicht, jedoch die Bürger und die Unternehmen – sofern sie das entsprechende Angebot annehmen, wie Maier erklärt. „Es verbessert die Lebensqualität in Privathaushalten, unterstützt Unternehmen und fördert die Entwicklung von Bildungseinrichtungen und Gesundheitswesen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass gigabitfähiges Internet eine wichtige Infrastruktur für die digitale Zukunft ist. Es verbessert die Lebensqualität der Menschen, fördert die wirtschaftliche Entwicklung und unterstützt die Modernisierung von Bildung und Gesundheitswesen.“
Die Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“
Die Landesregierung verfolgt das Ziel, leistungsfähige Netze im ganzen Land zu etablieren. Mit der Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ macht Baden-Württemberg Erfolge von Telekommunikationsbranche und Kommunen sichtbar. In diesem Kontext soll die Auszeichnung den bewährten Grundsatz des Landes bekräftigen: Fortschritt gelingt dort am besten, wo vor Ort zusammengearbeitet und Verantwortung übernommen wird. Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten – aktuell mit Datenstand Dezember 2024. Für eine Auszeichnung als Gigabitkommune@BW ist eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent erforderlich (gemessen an der Anzahl der Haushalte, die technisch mit mindestens 1000 Mbit/s versorgt werden können). Wenn eine Kommune zum Stichtag laut Breitbandatlas eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent aufweist, qualifiziert sie sich für eine Auszeichnung mit dem digitalen Banner, das vom Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk zur Verfügung gestellt wird. Ab 97,9 Prozent wird zusätzlich eine physische Auszeichnung vergeben.