Burladinger Bikerin: Vom Krankenhaus ins Heilige Tal

Auf dem Markt in den Anden: Den Arm in der Schlinge aber ein Lächeln im Gesicht reist Sonja Gentile-Gasser durch das peruanische Hochland.
Gentile-GasserDass ein schwerer Motorrad-Unfall sie vor wenigen Wochen auf einer Passstraße in Chile fast das Leben gekostet hätte – hätte die ehemalige Burladinger Hebamme Sonja Gentile-Gasser nicht den Arm in der Schlinge – man würde es kaum erahnen.
Nach drei Krankenhäusern und Spezialbehandlungen, einer genagelten Schulter, mit Schmerzmitteln, durch die Hilfe einer Betreuerin vor Ort und den Ratschlägen von fachkompetenten Freunden aus Deutschland ist die Bikerin inzwischen wieder unterwegs. Allerdings anders, als es ursprünglich von ihr und ihren Motorradfreunden geplant war.
Der Tourplan wird eingehalten – mit Bus, Bahn und Flugzeug
Sonja Gentile-Gasser reist jetzt mit Bus und Bahn und per Flugzeug. Zwar ist ihr eigenes Motorrad nur noch Schrott und wird bald verschifft, aber als „Satellit“ wird sie die fünf Motorradfahrer nun begleiten. In den Städten die im Tourplan stehen, trifft sich die Gruppe dann jeweils, steigt in den Unterkünften ab und und unternimmt gemeinsame Ausflüge.
Derzeit ist Gentile-Gasser im sogenannten „Heiligen Tal“ im Dschungel der peruanischen Anden, nahe bei der Stadt Cusco und am Flusslauf des Urubamba. Das Heilige Tal spielte schon in der Blütezeit des Inka-Reiches eine große Rolle, weil es über so viele natürliche Ressourcen und guten, fruchtbaren Boden an den steilen Hängen verfügte. Mehrere archäologische Stätten und viele indigene Gemeinschaften leben dort in den Dörfern und pflegen seit Jahrhunderten die alten Traditionen und Bräuche rund um die berühmten archäologischen Stätten.
Der Spendenübergabe ans Kinderheim ist
„Hier im heiligen Tal ist es zauberhaft, ich genieße die Begegnungen und die Gespräche mit den Frauen“, erzählt Sonja Gentile-Gasser unserer Redaktion. Sie war – so kennen sie die Burladinger – und ist, ein freundlicher, offener Mensch dem es leicht fällt, auf andere zu zugehen. Im peruanischen Andenhochland sucht sie dann auch immer wieder das Gespräch, setzt sich ein Weilchen zu den Einheimischen und plaudert.
Der Höhepunkt wird die Spende an das Kinderdorf
Der Höhepunkt der Reise soll aber – so wie von Anfang an geplant – der gemeinsame Besuch des Kinderdorfes Munaychay sein in der Urubamba Region sein. Zu dessen Unterstützung haben die sechs Biker unter dem Stichwort Achibo 2 schon in Deutschland fleißig Geld gesammelt und wollen es nun am kommenden Montag mit einem großen Spendenscheck gemeinsam an die Verantwortlichen des Kinderdorfes übergeben.