Burladingen-Jungingen
: Weitere Kandidaten aus der Seelsorgeeinheit gesucht

Für die Pfarreiratswahl in der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen suchen die Organisatoren weitere Bewerber. Wer will die Kirche von morgen mitgestalten?
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(red/pm)
Oberndorf
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Der Stimmbezirksausschuss der Kirchengemeinde Burladingen Jungingen, von links: Alexander Schaffran (Stetten u. H.), Waltraud Barth-Lafargue (Melchingen) und Friedrich Heinzelmann (Stetten u. H.).

privat

Im Oktober 2025 sind die Katholikinnen und Katholiken im gesamten Erzbistum Freiburg dazu aufgerufen, ihre neuen Pfarreiräte zu wählen – so auch im Bezirk der bisherigen Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen.

Frist endet am Wochenende

Die Frist für die Einreichung von Kandidatenvorschlägen läuft indes bereits zum kommenden Wochenende, 23. und 24. August, aus. Die Uhr tickt: Für die insgesamt drei Sitze der bisherigen Seelsorgeeinheit im neuen Rat konnte bisher erst ein Kandidat gefunden werden.

Große Kirchengemeinde

Was vielen bereits bekannt ist, wird zum 1. Januar 2026 Realität: Die bisherigen fünf Kirchengemeinden auf dem Gebiet des Dekanats Zollern werden zu diesem Datum zu einer einzigen neuen Pfarrei zusammengeschlossen. Diese neue Kirchengemeinde Zollern wird sich von der oberen Alb bis ins Dießener Tal bei Horb erstrecken. Patronatskirche der neuen Kirchengemeinde wird die Kirche St. Jakobus in Hechingen sein.

Aufgaben des Pfarreirats

Vor dem Hintergrund der schieren Größe des neuen kirchlichen Gebiets kommt dem Pfarreirat als Organ der Laien-Mitbestimmung eine wichtige Aufgabe innerhalb der neuen Pfarrei zu, denn er ist das wichtigste Beratungs- und Mitbestimmungsgremium einer Kirchengemeinde. Zusammen mit dem leitenden Pfarrer und in Abstimmung mit dem Pastoralteam trägt er Verantwortung für den kirchlichen Auftrag und die Finanzen innerhalb der gesamten Pfarrei – und letztlich auch für die Kirche vor Ort in den einzelnen Gemeinden.

Gesucht: mehr Kandidaten

Neben Mitgliedern, die Kraft Amtes dabei sind, sollen für den Pfarreirat Zollern im Oktober 15 Ehrenamtliche aus den Gemeinden gewählt werden, also jeweils 3 aus jeder bisherigen Seelsorgeeinheit. Für die bisherige Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen – die für die Pfarreiratswahl einen eigenen Stimmbezirk bildet – konnte für die Kandidatenliste bisher eine Person gefunden werden, die aus Jungingen stammt. So soll es nicht bleiben.

Aus diesem Grund traf sich der örtliche Stimmbezirksausschuss in der vergangenen Woche ein letztes Mal vor Ende der Kandidierungsfrist zur Beratung mit der stellvertretenden PGR-Vorständin Ottilie Bitschnau in Stetten u. H.

Engagement ist gefragt

„Wir brauchen Menschen, die mit offenen Augen und Herzen in die Gemeinden vor Ort und auch auf das kirchliche Leben der Pfarrei als Ganzes schauen und sich mit ihren Talenten einbringen wollen“, erklärt Ottilie Bitschnau, die sich gerne nochmals zur Wahl gestellt hätte, jedoch aufgrund ihrer kirchlichen Anstellung nicht als Kandidatin zugelassen ist. Gerade in Zeiten des Umbruchs sei es wichtig, dass Christinnen und Christen ihre Kirche aktiv mitgestalten. Dass dabei vor allem auch jüngere Menschen gefragt sind, die „frischen Wind ins kirchliche Spiel“ bringen, war ein zentraler Punkt der Beratungen.

Toll wäre eine „echte Wahl“

Für den Stimmbezirksausschuss – der für die Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen aus drei Personen von der Oberen Alb besteht – ist ein weiterer wichtiger Aspekt, dass keine Sitze unbesetzt bleiben. „Auch der östlichste Teil unserer künftigen Pfarrei muss gut im Rat repräsentiert sein“, meint Wahlvorstandsmitglied Friedrich Heinzelmann. Und Waltraud Barth-Lafargue ergänzt: „Auch Menschen aus unserer Ecke sollten die Kirche der Zukunft bei uns mitgestalten können und wollen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, noch weitere Kandidierende auf dem Gebiet der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen zu mobilisieren.

Alexander Schaffran fügt hinzu: „Wenn wir am Ball bleiben wollen, was die Entwicklung unserer Kirche angeht, brauchen wir Kandidaten. Es wäre toll, wenn wir eine echte Wahl mit großer Beteiligung hätten. Dadurch würde auch deutlich werden, dass den Menschen in unserem Gebiet die Kirche vor Ort nicht egal ist.“

Wie man sich anmeldet

Bis Sonntag, 24. August, muss die Bereitschaft zur Kandidatur dem Stimmbezirksausschuss vorliegen. Zur offiziellen Meldung gibt es zwei Möglichkeiten:

Wer seine eigene Bereitschaft zur Kandidatur erklären möchte, kann dies über einen Kontakt mit dem Stimmbezirksausschuss tun. Falls Personen Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen möchten, sollten sie sich unbedingt vorab mit diesen in Verbindung setzen, denn: Ein Einverständnis der betreffenden Personen zur Kandidatur per Unterschrift ist zwingende Voraussetzung für die Aufnahme auf die Kandidierendenliste.

Für beide Fälle sollten sich die entsprechenden Gemeindemitglieder bis Samstag, 23. August, melden: Den Stimmbezirksausschuss erreichen Interessierte per E-Mail unter Wahl.BuJu@web.de oder telefonisch bei Friedrich Heinzelmann unter 0171/8930028.

Eine Kontaktaufnahme mit dem bisherigen Pfarrgemeinderat ist ebenfalls möglich, entweder per E-Mail an o.bitschnau@yahoo.de oder telefonisch bei Ottilie Bitschnau unter 0174/3120805. Auch im Falle von Fragen rund ums Thema Pfarreirat ist man hier gut beraten.

Wer wählbar ist

Wählbar sind alle katholischen Gemeindemitglieder, die mindestens 16 Jahre alt sind. Im Anschluss an die Vorschlagsfrist werden die Bewerberinnen und Bewerber im Laufe der Wochen bis zur Wahl in den Gemeinden vorgestellt.

Die eigentliche Wahl findet dann am 19. Oktober statt – wie schon bei der letzten Wahl sowohl klassisch per Stimmzettel im Wahllokal oder per Briefwahl, als auch online.

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