Balinger gefragt
: Welche Stellen sind gefährlich?

Neben 14 anderen Kommunen wurde die Stadt Balingen für den diesjährigen Fußverkehrs-Check ausgewählt. Dabei ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Stadt Balingen wurde für den Fußverkehrs-Check ausgewählt.

Ronald Wittek/dpa

Mit den Fußverkehrs-Checks soll der Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit gerückt und als wichtiges Thema vor Ort etabliert werden.

Im Rahmen der Checks werden in zwei Workshops und zwei Begehungen der Gehwege konkrete Verbesserungen für die jeweiligen Situationen vor Ort erarbeitet.

Der erste Workshop findet als eine Auftaktveranstaltung statt, bei der die Beteiligten und Interessierte zusammenkommen, um für das Thema Fußverkehr vor Ort zu sensibilisieren und den weiteren Verlauf zu besprechen.

Bereiche werden analysiert

Während der Begehungen wird die Lage vor Ort und verschiedene Routen entlang der betroffenen Bereiche analysiert. Dabei werden insbesondere die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.

Der zweite Workshop dient abschließend dazu, die Ergebnisse zu sammeln und zu diskutieren.

Fachjury wählte die Kommunen aus

Das Verkehrsministerium hatte Mitte Februar Städte und Gemeinden eingeladen, sich für die Teilnahme an den Fußverkehrs-Checks 2025 zu bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Vertretern des Gemeinde- und Städtetags Baden-Württemberg, des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC), des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und des Ministeriums für Verkehr, wählte die 15 Kommunen aus – darunter auch Balingen. Ein Jahr lang wird ein Fachbüro die aktuelle Situation in Balingen analysieren und mit konkreten Verbesserungsvorschlägen unterstützen.

Menschen wissen am besten Bescheid

„Die Menschen wissen sehr gut, welche Ampelschaltung nervt, welche Übergänge für Kinder gefährlich sind, wo die Bordsteinkanten für einen Rollstuhl zu hoch sind und wo der Wohlfühl-Faktor zum Shoppen fehlt. Fußverkehrs-Checks bieten die Möglichkeit, dieses Wissen zu bündeln und für die Probleme Lösungen im Gesamtpaket zu finden“, so Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sigmaringen Christoph Höh.

Balingen hat ein gutes Konzept vorgelegt

Vergangene Fußverkehrs-Checks haben laut Höh in den jeweiligen Städten und Gemeinden zu einer deutlichen Sensibilisierung und einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse der Fußgängerinnen und Fußgänger geführt. „Balingen hat ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Ich bin optimistisch, dass dabei viele gute Ideen herauskommen, die langfristig die Aufenthaltsqualität und Sicherheit im öffentlichen Raum verbessern“, so der Abgeordnete.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.