Arbeitskampf in Burladingen?
: Die Gewefa-Mitarbeiter proben den Ausstand

Nach dem Ausstieg der Burladinger Präzisions-Werkzeugfabrik aus dem Tarifvertrag, liegen die Forderungen von Geschäftsführung und Mitarbeitern weit auseinander.
Von
Erika Rapthel-Kieser
Oberndorf
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Die Mitarbeiter der Burladinger Firma Gewefa-Pfister in ihrer „aktiven Pause“.

Ertl

Ende Mai 2024 hatte Gewefa die Verbandsmitgliedschaft bei Südwestmetall beendet, war damit aus dem Tarif ausgestiegen. Seither gab es keine Entgelterhöhungen für die Beschäftigten, so die IG Metall in einer Pressemitteilung. Nun haben rund 70 der Mitarbeiter der Firma Gewefa am vergangenen Donnerstag zusammen mit der IG-Metall ein Zeichen gesetzt.

Zurück an den Verhandlungstisch

Sie versammelten sich vor dem Firmengebäude an der B 32, Burladingens Durchgangsstraße, zu einer sogenannten aktiven Pause und stellten Forderungen auf. Die Firma Gewefa-Pfister ist nach dem Textilhersteller Trigema, Burladingens zweitgrößter Arbeitgeber.

Das Ziel der Mitarbeiter und der IG-Metall, die den kurzen Ausstand unterstützte ist, so die IG-Metall Gewerkschaftssekretärin Dorothea Ertl, die Gewefa-Geschäftsführung zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, den sie am Montag verlassen hätten.

Bei den Verhandlungen war es um einen möglichen Haustarifvertrag und die Frage gegangen, inwieweit sich die Beschäftigten mit Lohnverzicht an der notwendigen Sanierung des Betriebes, der wohl seit der Corona-Zeit Probleme hat, beteiligen.

Dafür müsste der Arbeitgeber eine Einigung mit der IG Metall finden. Doch die Positionen lägen weit auseinander, heißt es von Seiten der Gewerkschaft. Dort signalisiert man, zum Arbeitskampf bereit zu sein.

Vorwürfe von Seiten des Betriebsrates

Die notwendigen Hintergrundinformationen zur Lage des Betriebes und der gestarteten Sanierungsmaßnahmen hätten die Betriebsräte lange Zeit nicht erhalten, kritisiert Ertl.

Der Betriebsratsvorsitzende Michael Bay sagt dazu: „Bis heute ist alles und jeder an dieser Misere Schuld. Wir, weil unsere Löhne zu hoch seien. Die Weltwirtschaft mit den Einflüssen durch Kriege und der Zollpolitik von Trump. Nur über den eigenen Anteil will unser Geschäftsführer Herr Pfister nicht reden.“

Eine Anfrage, die der Schwarzwälder Bote dazu an den Geschäftsführer Rainer Pfister sandte, ist zur Zeit noch unbeantwortet.

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