„Alle Regierungsbezirke betroffen“: Ansteckende Blutarmut bei Pferd im Kreis Tübingen festgestellt

Ein Pferd (Symbolfoto)
Pixabay„Bei einem Pferd im Landkreis Tübingen wurde die Equine infektiöse Anämie respektive ansteckende Blutarmut der Einhufer nachgewiesen“, teilte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag mit.
„Auf den Menschen kann das Virus nicht übertragen werden“, so Hauk. Der betroffene Betrieb wird von den Behörden beobachtet. Nach ersten Erkenntnissen bestanden Kontakte zu Betrieben und Pferden in mehreren Landkreisen. „Alle Regierungsbezirke in Baden-Württemberg sind betroffen.“
Tiere mit unklaren Symptomen sollten sofort zum Hoftierarzt
Nachweislich infizierte Tiere sind lebenslang eine potenzielle Infektionsquelle; daher sind diese zu töten.
Die akute Form äußert sich etwa in Fieber, Apathie, Bewegungsschwäche, Herzrasen und Punktblutungen auf der Zungenunterseite, auf Schleimhäuten und der Lidbindehaut. Die chronische Form zeichnet sich durch wiederkehrende Fieberschübe, Konditionsverlust sowie Ödembildungen an Unterbauch und Extremitäten aus.
Die Infektion erfolgt primär über den Austausch von Blut. Aber auch durch direkten Kontakt zwischen Pferden sowie durch tierärztliche Behandlung kann die Krankheit übertragen werden.
Tiere mit unklaren Krankheitszeichen sollten sofort dem Hoftierarzt vorgestellt werden. Bei Seuchenverdacht ist umgehend das zuständige Veterinäramt zu informieren.