Aktion bei Jungingen
: 2000 Bäume für die Sturmfläche

Im Junginger Gemeindewald werden unter anderem 1350 Stieleichen, 200 Winterlinden und 250 Hainbuchen gesetzt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Christian Beck (Forstamtsleiter Zollernalbkreis), Bürgermeister Oliver Simmendinger, Peter Jahn (Nussbaum Stiftung); Ann-Catrin Sachs (Landesgeschäftsführerin Schutzgemeinschaft Deutscher Wald) und Christopher Baumann (Revierassistent Forstrevier Hechingen-Jungingen).

privat

Viel neues Grün im Killertal: Die Nussbaum Stiftung hat der Gemeinde Jungingen symbolisch eine Spende von 2000 Bäumen übergeben.

Die Jungbäume werden im Gemeindewald zum Wald der Zukunft heranwachsen – dank des Projekts „ZukunftsWald – 100 000 Bäume für Baden-Württemberg“, das in Kooperation mit dem Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und kommunalen Forstverwaltungen stattfindet.

Die Pflanzfläche im Junginger Gemeindewald hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Von einer Wiese wurde die Fläche in den 1950er-Jahren zur schnellen Holzgewinnung in einen Fichtenwald umgewandelt. „2023 machte ein Sommergewitter hier dann sprichwörtlich kurzen Prozess und brachte mit starken Winden die Fichten wie Mikado zu Fall“, erzählt Christopher Baumann, Revierassistent im Forstrevier Hechingen-Jungingen und verantwortlich für die Baumpflanzaktion.

„Für extremere Wetterereignisse gewappnet“

Ziel sei nun, die Sturmflächen, die mittlerweile in Gemeindehand sind, nach der Räumung in zukunftsfähige Wälder zu verwandeln: „Wir haben hier 1350 Stieleichen, 200 Winterlinden, 250 Hainbuchen und je 50 Schwarznüsse, Vogelkirschen, Spitzahorne und Elsbeeren gepflanzt. Besonders die Eichen sind an den tonhaltigen Boden gut angepasst. Im Verbund mit den anderen Baumarten kann ein klimastabiler Wald entstehen, der auch für extremere Wetterereignisse gewappnet ist.“

„Der Sturm hat einige Flächen im Zollernalbkreis und besonders in Jungingen sehr in Mitleidenschaft gezogen. Wir stehen nun vor der Herausforderung, die geschädigten Flächen wieder in gesunde und stabile Wälder zu verwandeln. Finanzielle Hilfe unterstützt uns sehr dabei, diese Aufgabe zu bewältigen“, betont Christian Beck, Forstamtsleiter des Zollernalbkreises.

Bürgermeister Oliver Simmendinger stimmt zu: „Als CO2-Speicher, Schattenspender, Sauerstoffproduzent, Wohnzimmer vieler heimischer Tierarten und wertvoller Rohstofflieferant ist unser Wald einer unserer nachhaltigsten Vermögenswerte, den es zu pflegen und zu erhalten gilt.“

Froh über über die Spende von 2000 Bäumen

Dies sei keine einfache Aufgabe, denn die finanzielle Lage der Kommunen im Land sei äußert kritisch. Umso erfreuter sind Bürgermeister und Gemeinde über die Spende von 2000 Bäumen, mit der unbürokratisch und effektiv geholfen werde. Peter Jahn von der Nussbaum Stiftung unterstreicht das gemeinsame Engagement für den zukunftsfähigen Wald: „Unser Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir haben. Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern, ist eine sehr wichtige Aufgabe, die sich Nussbaum Medien zum Ziel gesetzt hat.“

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