Acht Imbisse in der Kernstadt: Gibt es in Balingen zu viele Dönerbuden?

In Balingen beliebt: Döner.
Christoph Schmidt/dpaDen Balingern schmeckt ihr Döner: Acht Imbissbuden gibt es allein in der Kernstadt, weitere zudem in den Ortsteilen. Doch wie viele Dönerbuden sind zu viele Dönerbuden?
Wenn es nach Cam Cenez, Geschäftsführer des Antalya Kebap Haus in Balingen geht, ist der Bedarf aktuell mehr als gedeckt. „Die Konkurrenz ist in Balingen groß“, sagt er in einem Gespräch mit unserer Redaktion.
„Das ist ja auch erst mal was Gutes, schließlich motiviert das auch noch mal stärker, immer weiter die eigene Qualität zu steigern.“ Dennoch sollte es nicht zu viele geben, findet Cenez. „Das ist dann auch einfach nicht mehr schön.“
Anzahl laut Stadt „noch verträglich“
Mit diesem Anliegen sei der Gastronom auch schon bei der Stadt vorstellig geworden. Dort sieht man die derzeitige Anzahl an Döner-Imbissen in Relation zur Größe der Stadt Balingen als für das Stadtbild und den innerstädtischen Nutzungsmix aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie ebenfalls als „noch verträglich“ an, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt.
Eine weitere Zunahme derartiger Einrichtung müsste man gegebenenfalls jedoch kritisch hinsichtlich eines möglichen Trading-Down-Effektes für die Attraktivität der Innenstadt neu bewerten. Gerade mögliche Ballungen von Imbisseinrichtungen in einzelnen Bereichen der Stadt könnten im Einzelfall ein „städtebauliches oder planungsrechtliches Handlungserfordernis“ auslösen.
Nicht nur Dönerläden im Fokus
Das ist im Bereich der Bahnhofstraße bereits der Fall, wo die Stadt Balingen zuletzt über die Aufstellung eines Bebauungsplanverfahrens zukünftige Regelungen über die zulässige Anzahl derartiger Einrichtungen treffen möchte. Hierbei seien jedoch nicht nur speziell Dönerläden im Fokus, sondern Imbisseinrichtungen und ihre Dichte generell, unabhängig von ihrer gastronomischen Ausrichtung.
Keine Obergrenze für Dönerläden in Balingen
Eine konkrete Obergrenze für die Anzahl von Dönerimbissen gebe es derzeit aber nicht, es werde von Fall zu Fall eine Bewertung der Gesamtsituation im kleinräumigen Kontext vorgenommen. Die endgültige Entscheidung liegt dann bei der Stadt, im Dialog von Stadtverwaltung mit dem Gemeinderat, ob im Einzelfall begrenzende Regelungen über Bebauungspläne getroffen werden sollen.