75 Jahre Einsatz für Rosenfeld
: Wie ein Verein das Stadtbild über Generationen mitgeprägt hat

Seit 75 Jahren prägt der Verein Rosenfelds Stadtbild. Was mit dem Sofienbad begann, reicht heute vom Römerbad bis zu neuer Kunst und Musik im Wehrturm.
Von
red/gon
Rosenfeld
Jetzt in der App anhören
Die Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung Rosenfelds bei der Einweihung der neuen Sitzgruppe in der Pfingsthalde. Verhindert waren Christine Wiktorin und Heide Krautter Morsch.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung Rosenfelds bei der Einweihung der neuen Sitzgruppe in der Pfingsthalde. Verhindert waren Christine Wiktorin und Heide Krautter Morsch.

Anna Majoros
  • 75 Jahre Verein zur Förderung Rosenfelds: seit 1951 prägt er das Stadtbild.
  • Start mit dem Bau des Sofienbads, 1953 eröffnet und 1963 schuldenfrei an die Stadt.
  • Viele Projekte zur Denkmalpflege, etwa Römerbad 1976 und Wehrturm-Restaurierung bis 2023.
  • Neue Formate im Wehrturm: „Kunst im Turm“ seit 2023 und „Musik im Turm“ mit Folk-Konzert.
  • Zum Jubiläum neue Sitzgruppe in der Pfingsthalde, Brücke am Wehrturmwegle soll dieses Jahr erneuert werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Verein zur Förderung Rosenfelds kann dieses Jahr auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Sie begann 1951 mit dem Bau des Rosenfelder Sofienbades, zu dessen Zweck der Verein auf Initiative des Unternehmers Wilhelm Beutter gegründet wurde, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist.

Der Vereinsvorstand hatte sich in den frühen Nachkriegsjahren das Ziel gesetzt, für die Bürger des aufstrebenden Industriestädtchens nach den Entbehrungen der Kriegsjahre eine moderne Freizeitanlage zu schaffen. Bereits 1953 konnte das Bad eingeweiht werden. Es wurde von vielen weit über die Stadtgrenzen hinaus genutzt, da einige umliegende Städte, etwa Rottweil, noch kein öffentliches Freibad betrieben. 1963 übergab der Verein das Bad schuldenfrei an die Stadt.

Eine Vielzahl von Projekten

Unter dem Motto „Altes erhalten – Neues gestalten“ verwirklichte und initiierte der Verein in den Folgejahren eine Vielzahl von Projekten zur Erhaltung historischer Bauwerke sowie zur Gestaltung und Verschönerung des Stadtbildes.

Diese waren – um nur einige zu nennen – die Erneuerung des Marktbrunnens (1966), der Ausbau des Grabengässles (1969), die Restaurierung des „Grabmahls der acht Musketiere“ (1973), die Installation einer elektronischen Läutanlage für das „9-Uhr-Glöckle“, die Restauration des Scherenbrunnens (1984), die Gestaltung der Außenanlagen mit Aussichtsplattform bei der Renovierung des „Alten Spitals“ (1992), die Stadtbrunnenrestaurierung (2000) sowie die Restauration des Schillerdenkmals am Oberen Rank (2005).

Zollernalbkreis

Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis.

Zum Whatsapp Kanal

Besonders erwähnt werden sollten zwei Großprojekte des Vereins, die beide in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Tübingen verwirklicht werden konnten. Dies war zum einen die Ausgrabung und Restaurierung des „Römerbads“, welches nach vier Jahren Bauzeit 1976 der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, zum anderen die Restaurierung des Wehrturms im Stadtgraben. Dieser 500 Jahre alte, fast vollständige Rest der Rosenfelder Stadtbefestigung konnte nach mehr als zehn Jahren Planungs- und Bauzeit 2023 wieder für die Bürger geöffnet werden.

Kunst im Wehrturm

Die Vereinsaktivitäten beschränkten sich jedoch nicht nur auf die angeführten Projekte. Nach der Eröffnung des Rosengartens veranstaltete der Verein dort Frühschoppen-Jazzkonzerte und Boule-Turniere.

Bei der Eröffnung des Wehrturms schuf der Verein erstmals 2023 mit „Kunst im Turm“ ein neues Veranstaltungsformat. Jährlich am Rosenmarkt und Klassiktag, bei denen der Verein traditionell mit einem Kaffee- und Kuchenstand beteiligt ist, wird der Turm in Verbindung mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst für Bürger und Besucher geöffnet. Ebenfalls seit 2023 beteiligt sich der Verein am Rosenfelder Weihnachtsmarkt mit „Kunst und mehr“ im Wehrturm.

Ein besonderes Veranstaltungshighlight 2025 war sicherlich das Konzert mit der „BIG BAND BALINGEN“ in der Festhalle in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsverein.

Erstmals ein Folk-Konzert

In diesem Jahr veranstaltete der Verein erstmals unter dem neuen Veranstaltungsformat „Musik im Turm“ ein Folk-Konzert im Wehrturm, welches von den Besuchern nicht zuletzt wegen des einzigartigen Ambientes begeistert aufgenommen wurde.

Als Geschenk für die Bürger im Jubiläumsjahr hat der Verein in der Pfingsthalde eine neue Sitzgruppe aufstellen lassen. Des Weiteren soll auch noch in diesem Jahr die Brücke beim Wehrturmwegle über den Pfingsthaldebach erneuert werden.

Der Wunsch sei es, auch zukünftig zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger Projekte in Rosenfeld zu erhalten und zu gestalten, so der Verein. Ein großer Dank gelte allen Mitgliedern und Helfern, Spendern und Unterstützern, ohne die diese vielen Projekte und Aktionen niemals hätten realisiert werden können.