25 Jahre Festhalle in Melchingen: „Unsere Halle ist ein Ort der Begegnung, Kultur und Gemeinschaft “

Melchingens Ortsvorsteher Horst Lamparth bedankt sich bei der früheren Ortsvorsteherin Waldtraut Barth-Lafargue für deren Ausführungen zum Hallenumbau.
Adelbert BarthVor 25 Jahren wurde der Umbau der Melchinger Festhalle eingeweiht – ein Kraftakt, der nun in einer Feierstunde gewürdigt wurde. „Unsere Halle ist ein Ort der Begegnung, Kultur und Gemeinschaft “, lobte Ortsvorsteher Horst Lamparth.
Und weiter: „Hier haben 150 Bürgerinnen und Bürger die Ärmel hochgekrempelt um ein Gemeinschaftsprojekt gestemmt, wie es nur in wenigen Kommunen vorkommt. Aber auch heute noch bringen sich viele Einwohner mit ein und helfen und unterstützen die Ortschaftsverwaltung.“
Die Mammutaufgabe haben die Melchinger souverän gemeistert
Die Historie des Hallenumbaus lies die ehemalige Ortsvorsteherin Waldtraut Barth-Lafargue aufleben. Melchingen hat bereits 1954 als eine der ersten Gemeinden im damaligen Kreis Hechingen eine Turn und Festhalle gebaut, und schon damals hat der Turnverein 270 Frondienststunden geleistet.
Bei der Eingemeindung 1973 wurde vertraglich mit der Stadt Burladingen vereinbart, dass der Ortsteil eine neue Halle erhalten soll. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat erhielten die Melchinger grünes Licht für den Umbau der alten Halle im Ortskern– mussten aber 190 000 DM an Eigenmittel und 150 000 DM an Eigenleistung erbringen.

Die Fleckarätscha hatten viel zu berichten.
Foto: Adelbert BarthEine Mammutaufgabe, welche die Melchinger angenommen haben: Es wurde Förderverein mit über 260 Mitgliedern gegründet. Die Vereine spendeten die Einnahmen von Veranstaltungen für den Hallenbau.
130 freiwillige Helfer, darunter Maurer, Zimmerleute, Installateure haben über 5000 Stunden Eigenleistung erwirtschaftet. Der Abbruch und der Aufbau des Rohbaus wurde komplett selbst gemacht.
Barth-Lafargue: Der Hallenumbau war die richtige Entscheidung

Der Chor der Mönche hat seine Zuhörer vortrefflich unterhalten.
Foto: Adelbert Barth„Und von der Stadt haben wir nicht einmal ein Vesper für die Arbeiter bekommen“, spöttelte Barth-Lafargue. „Die Entscheidung, die Halle umzubauen, war die Richtige. Zusammen mit dem Rathaus prägt sie unseren Dorfmittelpunkt und ist heute einer der schönsten Plätze in der Gesamtstadt um den uns viele beneiden.“
Für einen geselligen Abend sorgten im Anschluss der Chor der Mönche, ein Musikkabarett aus dem Steinlachtal, sowie die beiden Fleckarätscha aus Genkingen, bei denen die Zuschauern so manche Lachträne verdrückt haben. Und: Weder die Mönche noch die Fleckarätscha durften ohne Zugabe von der Bühne.