Obmänner in Bad Herrenalb
: „Kameradschaft auf andere Weise“

Informationsaustausch, aktuelle Entwicklungen und gelebte Kameradschaft standen bei der Herbstsitzung der Obmänner der Altersfeuerwehren im Landkreis Calw im Mittelpunkt. Gastgeber war dieses Mal die Feuerwehr Bad Herrenalb.
Von
Sabine Zoller
Bad Herrenalb
Jetzt in der App anhören
Der Ausschuss der Obmänner der Alterswehren im Kreis mit Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw (Zweiter von links).

Der Ausschuss der Obmänner der Alterswehren im Kreis mit Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw (Zweiter von links).

Sabine Zoller
  • Obmänner der Altersfeuerwehren tagten in Bad Herrenalb und tauschten Informationen aus.
  • Klaus Ziegler leitete die Sitzung, Markus Fritsch berichtete über Entwicklungen auf allen Ebenen.
  • Alterswehren sichern Kameradschaft nach dem 65. Lebensjahr und bieten Aktivitäten.
  • Programm „65 plus“: Mitarbeit bei Gerätewartung, Öffentlichkeitsarbeit und Brandschutzerziehung.
  • Geplant sind ein Kameradschaftstag in Haiterbach und wechselnde Veranstaltungsorte im Landkreis.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Zweimal im Jahr kommen die Obmänner der Altersfeuerwehren aus dem Landkreis Calw zusammen, um sich auszutauschen, über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsame Aktivitäten zu besprechen.

Zur diesjährigen Herbstsitzung trafen sie sich im Feuerwehrhaus in Bad Herrenalb. Geleitet wurde die informative Zusammenkunft von Klaus Ziegler, Obmann der Alterswehren im Kreisfeuerwehrverband Calw. Auch Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw, war vor Ort und berichtete über aktuelle Entwicklungen im Feuerwehrwesen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Besonderer Zusammenhalt

Im Landkreis Calw gibt es insgesamt 26 Feuerwehren, darunter auch die Werkfeuerwehr der Landesklinik in Hirsau, die über eine eigene Altersabteilung verfügen. Dort finden ehemalige Feuerwehrangehörige nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Einsatzdienst weiterhin eine Heimat. Denn mit Vollendung des 65. Lebensjahres endet laut Feuerwehrgesetz die Zugehörigkeit zur aktiven Einsatzabteilung. Für viele Feuerwehrangehörige bedeutet das allerdings nicht, dass sie ihrer Feuerwehr und ihren Kameraden den Rücken kehren möchten.

Genau hier setzen die Altersfeuerwehren an. Die jeweiligen Mitglieder wählen aus ihren Reihen einen Obmann, der die Interessen der Alterskameraden vertritt und als Ansprechpartner fungiert. Die Obmänner wiederum kommen zweimal jährlich auf Kreisebene zusammen. Dabei geht es um Informationen, gegenseitige Unterstützung, Rückblicke auf Veranstaltungen und einen Blick auf kommende Vorhaben.

Kreis Calw

Alles Wichtige aus dem Kreis Calw.

Zum Whatsapp Kanal
Sitzung der Obmänner im Feuerwehrhaus von Bad Herrenalb

Sitzung der Obmänner im Feuerwehrhaus von Bad Herrenalb

Sabine Zoller

„Es ist gut, wenn eine Feuerwehr eine Altersabteilung hat. Sie bietet auch nach dem aktiven Dienst einen geeigneten Ort für die Kameradschaftspflege“, betonte Klaus Ziegler. Denn die Feuerwehr sei weit mehr als eine Organisation, die im Ernstfall ausrückt. Über Jahrzehnte entstünden Freundschaften und ein besonderer Zusammenhalt, der nicht mit dem Ende des aktiven Dienstes aufhören müsse.

Programm „65 plus“

„Wenn man im Einsatz ist, muss man sich auf seinen Kameraden verlassen können. Die Kameradschaft spielt deshalb im Feuerwehrwesen eine ganz große Rolle. In der Alterswehr wird diese Kameradschaft auf andere Weise weitergelebt“, machte Ziegler deutlich.

Dass dies nicht nur schöne Worte sind, zeigen die zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten. Im vergangenen April führte etwa ein großer Ausflug mit 135 Teilnehmern ins Mercedes-Benz-Museum. Auch ein gemeinsamer Theaterbesuch in Oberreichenbach gehörte zum Programm. Im kommenden Jahr ist im April ein Kameradschaftstag in der Festhalle Haiterbach geplant. Dann sollen auch Ehepartner, Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten mit dabei sein. Die Veranstaltungsorte wechseln bewusst innerhalb des Landkreises, damit die Wege für die Teilnehmer möglichst gerecht verteilt sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Sitzung war die Frage, wie sich ehemalige Feuerwehrangehörige auch nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Einsatzdienst weiterhin einbringen können. „Mit dem Programm „65 plus' gibt es in Baden-Württemberg Möglichkeiten, die Erfahrung und das Wissen der langjährigen Feuerwehrleute weiterhin zu nutzen. So können sie beispielsweise bei der Gerätewartung im Feuerwehrhaus helfen, die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen oder sich in der Brandschutzerziehung engagieren“, so Ziegler.

Für Klaus Ziegler, der die Interessen der Alterswehren im Kreisfeuerwehrverband vertritt und sich auch an der Gestaltung der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes Calw beteiligt hat, ist der regelmäßige Austausch besonders wichtig. „Die Obmann-Sitzungen sind eine Gelegenheit, Rechenschaft abzulegen, Informationen weiterzugeben und die Anliegen der Alterskameraden aufzunehmen.“

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte Karl-Heinz Weissinger, Obmann der Altersfeuerwehr Bad Herrenalb. Weissinger war selbst viele Jahre im aktiven Feuerwehrdienst und ist seiner Feuerwehr bis heute eng verbunden. Doch nicht nur im Feuerwehrwesen hat er sich einen Namen gemacht: Seit mehr als drei Jahrzehnten ist er mit viel Leidenschaft und Können in der Küche aktiv und gilt als versierter Küchenchef. So lag die Bewirtung der Obmänner bei ihm in besten Händen. Mit seiner kulinarischen Unterstützung trug er dazu bei, dass neben dem fachlichen Austausch auch die Geselligkeit und Kameradschaft nicht zu kurz kamen.

So war die Zusammenkunft in Bad Herrenalb weit mehr als ein formeller Sitzungstermin. Sie machte deutlich, welchen Stellenwert die Altersfeuerwehren für das gesamte Feuerwehrwesen haben. Denn auch wenn die aktive Einsatzzeit endet, bleiben Erfahrung, Verbundenheit und Kameradschaft bestehen.