Oberes Enztal
: Sorgende Gemeinschaft, was heißt das?

Claudia Ollenhauer, die Vorsitzende des Seniorenrats, berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Enzklösterle über die aktuelle Situation der Sorgenden Gemeinschaft und gab Ausblicke auf die weiteren Ziele.
Von
Ulrike Knöller
Enzklösterle
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WHWENZ Gemeinschaft

Claudia Ollenhauer (links) berichtet von den zahlreichen Projekten der Sorgenden Gemeinschaft, rechts Bürgermeisterin Sabine Zenker.

Ulrike Knöller
  • Sorgende Gemeinschaft stärkt Nachbarschaft, Netzwerke und Engagement in drei Kommunen.
  • Claudia Ollenhauer informierte im Gemeinderat Enzklösterle über Stand und Ziele.
  • Geplant sind Familienzentrum in Bad Wildbad, Dorfspaziergänge, Erzählcafés und Bürgerforen.
  • Projekte laufen: Bürgerauto Höfen, Schulverpflegung in zwei Schulen, Spielplatz Sprollenhaus.
  • Wunsch nach regionaler Plattform und Koordinator – aktuell hat Dorfmittesanierung Vorrang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Sorgende Gemeinschaft ist ein generationenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt von Enzklösterle, Bad Wildbad und Höfen, das gemeinsam mit dem Seniorenrat Oberes Enztal ins Leben gerufen wurde. Ziele sind Nachbarschaftshilfe, die Stärkung sozialer Netzwerke, Engagement der Bürger und Begegnungen der verschiedenen Generationen.

Unter dem Leitmotiv „Hier lebe ich gern und gut“ verbergen sich zahlreiche Ansätze im Bereich der Gesundheitsversorgung, der Mobilität, der Bildung, des Wohnens, der Gemeinschaft, der Integration, der Umwelt, der Sicherheit und der Information. Ein Ziel ist, neben den Kommunen auch Kirchengemeinden, Bildungsträger und andere Institutionen im Netzwerk zu verankern.

Aufbau eines Familienzentrums

Ein Schwerpunkt ist der Aufbau eines Familienzentrums in Bad Wildbad als Begegnungsort, an dem sich alle Generationen gemeinsam treffen können. Bereits stattgefunden und auch weiterhin im Plan sind Dorfspaziergänge in den Kommunen. Geplant sind Erzählcafés, Zukunftswerkstätten und Bürgerforen. Informationen sollen vermehrt auch über soziale Medien veröffentlicht werden. Projekte wie ein Bürgerauto in Höfen, der Ausbau der Schulverpflegung in der Fünf-Täler-Schule in Calmbach und der Wilhelmschule in Bad Wildbad, ein Mehrgenerationenspielplatz in Sprollenhaus und die Anschaffung einer Tischtennisplatte für die Wilhelmschule durch Spenden sind nur einige Beispiele für die engagierte ehrenamtliche Arbeit, die die Mitglieder der Sorgenden Gemeinschaft umtreibt. Auch die Einführung der „hilver app“ in Bad Wildbad, einer kostenlosen Nachbarschaftshilfe-Plattform, wurde angestoßen.

Verlässliche Orte

Eine dauerhafte regionale Plattform auf Kreisebene wäre wünschenswert, so Ollenhauer. Sie würde sich einen professionellen Koordinator im Hauptamt wünschen. Dieser Wunsch wird wohl noch länger einer bleiben, denn die Mitglieder des Gemeinderats waren sich einig, dass die Dorfmittesanierung erst einmal im Vordergrund steht. Ziel ist es, verlässliche Orte zu schaffen, eine tragfähige Gemeinschaft zu erhalten, gleichzeitig die Kommunen und andere Verbände zu entlasten und, wichtig, die Familien zu entlasten, die Sorge für ihre alten Familienmitglieder tragen. Es gehe darum, die Orte als attraktiven Standort für die Bevölkerung, aber auch für Neuzuziehende zu gestalten. Ein aktuelles Thema liegt Ollenhauer am Herzen, das Thema Hitze, das auch in den Bereich der Sorgenden Gemeinschaft hineingeht.