Neues Angebot in Enzklösterle: Schulsozialarbeit startet an der Grundschule Oberes Enztal

Die Schulsozialarbeit steht Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften als freiwilliges und vertrauliches Angebot zur Verfügung. Auf dem Bild von links Marco Gauger (Bürgermeister Bad Wildbad), Bernd Möhrle, Yannis Simon und Enzklösterles Bürgermeisterin Sabine Zenker.
Gemeinde Enzklösterle- An der Grundschule Oberes Enztal startet Schulsozialarbeit – Träger sind Enzklösterle und Bad Wildbad.
- Seit Juli ist Yannis Simon vor Ort, er bietet ein freiwilliges und vertrauliches Angebot.
- Schwerpunkt ist Prävention: vertrauliche Gespräche, Stärkung von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz.
- Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften ist vorgesehen, auch Projekte zu Konfliktlösung und Respekt.
- Ziel: ein fester Ansprechpartner im Schulalltag, der frühzeitig unterstützt und Vertrauen aufbaut.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An der Grundschule Oberes Enztal gibt es eine wichtige Verstärkung: Yannis Simon ist seit Juli als Schulsozialarbeiter an der Grundschule tätig. Das teilt die Gemeinde Enzklösterle mit. Gemeinsam mit der Akademie Eigen-Sinn gGmbH werde damit ein neues sozialpädagogisches Angebot aufgebaut, das die Schüler in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung unterstützt und gleichzeitig eine zusätzliche Anlaufstelle für Eltern und Lehrkräfte schafft, heißt es weiter.
Die Grundschule Oberes Enztal wird als Zweckverband gemeinsam von der Gemeinde Enzklösterle und der Stadt Bad Wildbad getragen. Damit tragen beide Kommunen auch gemeinsam Verantwortung für die Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung des schulischen Angebots für die Kinder im Oberen Enztal. Mit dem Aufbau der Schulsozialarbeit werde nun ein weiterer wichtiger Baustein geschaffen, der die pädagogische Arbeit der Schule ergänzt und die Kinder auch über den klassischen Unterricht hinaus begleitet.
Eigene Sorgen, Fragen und Herausforderungen
„Schule ist heute weit mehr als ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird. Kinder bringen ihre ganz eigenen Lebenssituationen, Sorgen, Fragen und Herausforderungen mit in den Schulalltag. Genau hier setzt Schulsozialarbeit an. Wir möchten unseren Kindern frühzeitig Unterstützung anbieten und ihnen einen Ansprechpartner geben, an den sie sich vertrauensvoll wenden können“, erklärt Marco Gauger, Verbandsvorsitzender und Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad.
Schulsozialarbeit bedeute dabei ausdrücklich nicht nur Unterstützung, wenn bereits größere Schwierigkeiten entstanden sind. Ein wesentlicher Bestandteil sei die präventive Arbeit. Yannis Simon soll für die Kinder ein vertrauter und niedrigschwelliger Ansprechpartner sein, wenn sie persönliche oder soziale Schwierigkeiten haben, sich Sorgen machen, Ängste beschäftigen oder es Konflikte und Streit mit Mitschülern gibt.
Schon ein Gespräch kann Unterstützung sein
Manchmal braucht es dabei gar keinen konkreten Anlass: Auch ein Gespräch, wenn ein Kind etwas beschäftigt oder es ihm gerade nicht gut geht, kann bereits eine wichtige Unterstützung sein. Weiterhin soll Yannis Simon die Kinder dabei begleiten, ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und ein gutes Miteinander innerhalb der Klassen und der gesamten Schulgemeinschaft zu fördern.
Auch die Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften ist ein wichtiger Bestandteil der Schulsozialarbeit. Wenn sich etwa Fragen oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld eines Kindes ergeben, können gemeinsam Lösungswege gesucht und bei Bedarf weitere Unterstützungsangebote einbezogen werden. Ebenso sind Projekte und Angebote für einzelne Klassen oder Gruppen vorgesehen, die sich mit Themen wie sozialem Miteinander, Konfliktlösung, gegenseitigem Respekt und dem Umgang mit unterschiedlichen Herausforderungen beschäftigen.
Vertrauensvolles und unkompliziertes Angebot
„Mir ist besonders wichtig, dass Schulsozialarbeit für die Kinder ein vertrauensvolles und unkompliziertes Angebot ist. Es muss möglich sein, auch mit einer kleinen Sorge oder einer Frage einfach einmal ein Gespräch zu führen, ohne dass daraus gleich ein großes Problem gemacht wird. Gleichzeitig wollen wir dort unterstützen, wo Kinder oder Familien tatsächlich Hilfe benötigen. Schulsozialarbeit kann dabei eine wichtige Brücke zwischen Kindern, Eltern, Schule und weiteren Unterstützungsangeboten sein“, sagt Sabine Zenker, stellvertretende Verbandsvorsitzende und Bürgermeisterin der Gemeinde Enzklösterle.
Wichtig sei dabei: Die Schulsozialarbeit ist ein freiwilliges und vertrauliches Angebot. Sie ergänzt die Arbeit der Schule, ersetzt jedoch weder die pädagogische Verantwortung der Lehrkräfte noch andere bestehende Unterstützungsangebote. Vielmehr kommt mit Yannis Simon eine zusätzliche sozialpädagogische Perspektive an die Grundschule Oberes Enztal, die frühzeitig ansetzen und Kinder in unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten kann.
„Für uns steht bei der Schulsozialarbeit die Beziehung zu den Kindern ganz besonders im Mittelpunkt. Kinder brauchen Menschen, die ihnen zuhören, ihre Stärken sehen und ihnen das Gefühl geben, mit ihren Fragen und Problemen ernst genommen zu werden. Unser Ansatz ist deshalb vor allem präventiv und ressourcenorientiert“, erklärt Bernd Möhrle, stellvertretender Geschäftsführer der Akademie Eigen-Sinn.
Yannis Simon soll in den kommenden Wochen und Monaten zunächst viele Gespräche führen, die Schule, die Kinder und das Umfeld kennenlernen und Schritt für Schritt Beziehungen und Vertrauen aufbauen. Denn gerade in der Schulsozialarbeit ist eine gute persönliche Beziehung die Grundlage dafür, dass Kinder ein solches Angebot tatsächlich annehmen. Ziel ist es deshalb, dass er für die Schüler zu einem bekannten Gesicht und festen Ansprechpartner im Schulalltag wird.