Jubiläumsfeier in Bad Herrenalb
: Traditionelle Handwerkskunst hautnah erleben

Das Bad Herrenalber Ziegelmuseum feiert sein 20-jähriges Bestehen. Ab 11 Uhr lädt der Förderverein zu einer Jubiläumsfeier in und um das Museum herum in das historische Klosterviertel ein. Besucher dürfen sich bei freiem Eintritt auf ein vielseitiges Programm für die ganze Familie freuen.
Von
red/pm
Bad Herrenalb
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HDABH ziegelmuseum 20 Jahre

Museumsleiterin Christa Sagawe lädt am Sonntag, 20. September, zum 20-jährigen Bestehen des Ziegelmuseums ein.

Stadt Bad Herrenalb/Christian Siebje
  • Jubiläum in Bad Herrenalb: Das Ziegelmuseum feiert sein 20-jähriges Bestehen ab 11 Uhr.
  • Freier Eintritt, Snacks, Kaffee und Kuchen – ab 14 Uhr Live-Vorführung traditioneller Handwerkskunst.
  • Familienprogramm mit Kinderaktionen; Oldtimer-Treffen ab 12 Uhr in Klosterstraße und auf dem Rathausplatz.
  • Das 2006 eröffnete Museum zeigt historische Manufakturziegel und „Feierabendziegel“ in Themenräumen.
  • Sonderausstellung „Alte Handwerksberufe im Schwarzwald“ ergänzt die Dauerausstellung derzeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Neben Snacks, Kaffee und Kuchen erwartet die Gäste ab 14 Uhr eine Live-Vorführung traditioneller Handwerkskunst. Zudem gibt es bis zum Nachmittag ein buntes Kinderprogramm. Ein weiteres Highlight an diesem Sonntag ist das von Museumsleiterin Christa Sagawe organisierte Oldtimer-Treffen. Ab 12 Uhr verwandeln sich die Klosterstraße und der Rathausplatz in eine Kulisse für historische zwei- und vierrädrige Fahrzeugschätze.

Startkapital von 60.000 Euro

Seit seiner Eröffnung 2006 gehört das Ziegelmuseum zu den wenigen Kultureinrichtungen in Deutschland, die sich ausschließlich der Geschichte und Herstellung historischer Manufakturziegel widmen. Die ausgestellten „Feierabendziegel“ stammen aus der Sammlung von Edmund Bernt. Er entwickelte 2003 gemeinsam mit der damaligen Stadträtin und späteren langjährigen Leiterin Sigrid Fiebig die Idee für das Museum. Zwei Jahre später wurde der Förderverein „Museum Bad Herrenalb e.V.“ gegründet, der die Einrichtung bis heute betreibt.

Für die Realisierung des Museums schaffte Fiebig 2005 das schier Unmögliche und sammelte innerhalb eines Jahres die Hälfte des nötigen Startkapitals von 60.000 Euro über Spenden ein. Die verbleibenden 30.000 Euro steuerte die Leader-Aktionsgruppe Nordschwarzwald bei. Nach dem grünen Licht des Gemeinderats im Mai 2006 folgte am 9. Dezember 2006 die feierliche Eröffnung.

Wechselnde Sonderausstellungen

Dass das Museum seit zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft ist, liegt vor allem am ehrenamtlichen Engagement seiner Akteure. Der Förderverein um die 2026 verstorbene Gründerin Sigrid Fiebig und Christa Sagawe, die 2019 die Leitung übernahm, hält das Museum durch wechselnde Sonderausstellungen lebendig, die – obwohl mit knappem Budget umgesetzt – die Besucher immer wieder aufs Neue durch ihren Ideenreichtum faszinieren. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, sollte sich die Sonderausstellung „Alte Handwerksberufe im Schwarzwald“ nicht entgehen lassen, die derzeit neben der Dauerausstellung präsentiert wird.

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Auf der Homepage des Museums  ist unter „Das Konzept“ zu lesen: Das ehrenamtlich geführte Museum Bad Herrenalb biete außer der Dauerausstellung mit Ziegeln auf insgesamt 200 Quadratmetern Räume für kleinere Wechselausstellungen und einen Kreativ-Bereich zum Mitmachen.

Thematische Gruppen

„Die Geschichte der Ziegel von den ältesten Zeugnissen bis hin zur modernen Industrieware wird ebenso dargestellt wie das Handwerk der Ziegler. Besonderes Gewicht liegt jedoch auf der Präsentation und Erklärung der Feierabendziegel. Hierfür sind mehrere Räume reserviert, in denen Feierabendziegel in verschiedenen thematischen Gruppen abwechslungsreich und mit überschaubarer Beschreibung vorgestellt werden“, heißt es weiter. Für alle Interessierten steht auch tiefergehendes Informationsmaterial zur Verfügung. Aber auch das Anfassen und Mitmachen kommt nicht zu kurz. Manche Ziegel reizen zum In-die-Hand-Nehmen, und Kinder können selbst ein Dach decken. Kurz gesagt: Das Museum biete Menschen aller Altersgruppen Gelegenheit, sich anhand des Alltagsgegenstands Ziegel einen lebendigen Einblick in vergangene Zeiten zu verschaffen.

Über dieses unmittelbare Angebot hinaus verfolgt das Museum auch übergreifende Ziele. Indem es mit seinen Exponaten für die Bedeutung eines Natur- (Ziegel werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt) und Kulturerbes sensibilisiere,  leiste  es einen Beitrag zur allgemeinen Bildung. Es erschließe elementare Bereiche vergangenen Lebens und gebe auf anspruchsvolle und zugleich menschlich berührende Weise Neues über Land und Leute zu erkennen. Mit dieser Zielsetzung sei das Museum für Einheimische und Touristen gleichermaßen attraktiv und schaffe in der Region Nordschwarzwald ein neues und einzigartiges Freizeitangebot.