Heidelbeerfest Enzklösterle: „Grandioses Fest mit viel guter Laune“

Begehrt beim Heidelbeerfest in Enzklösterle waren die Heidelbeerpfannkuchen, von denen an den beiden Tagen auf sechs Kochstellen mehr als tausend zubereitet wurden.
Heinz ZiegelbauerDer größte Höhepunkt in Enzklösterle in diesem Jahr dürfte wohl das Heidelbeerfest am vergangenen Wochenende gewesen sein. Besucher aus nah und fern strömten am Samstag und Sonntag ins Obere Enztal, um hier ein Fest der besonderen Art zu erleben. Und zwar im Zeichen der Heidelbeere als „blaues Gold des Waldes“, wie dabei immer wieder zu hören war.
Der Höhepunkt des Samstags war die Proklamation der zur ersten Heidelbeerkönigin des Heidelbeerdorfes avancierten bisherigen Heidelbeerprinzessin Sina I. und ihrer Nachfolgerin Jody Bredenhagen als neue Heidelbeerprinzessin. Musikalisch eröffnet wurde der Festbetrieb am Sonntagvormittag mit einem Konzert des Musikvereins Enzklösterle, dem dann im Laufe des Nachmittags diverse Aktivitäten auf und vor der Show-Bühne und im Kurpark folgten.
Volles Programm
Wie etwa die Einlagen der Volkstanzgruppe des Schwarzwaldvereins Neuweiler und von zwei Gruppen der Schwarzwald-Tanzschule Schäfer unter der Leitung von Jasmina Mustafai. In Staunen versetzte „Magic Paddy“ (Patrick Breil) die Zuschauer bei seiner Zauber-Show. Märchenerlebnisse gab es für Kinder mit Rita Kappler. Sie begeisterten sich auch für die Aktionen des Ballonkünstlers Ralf Esslinger und ließen sich gerne von der Künstlerin und Kunstpädagogin Jasmin Zabler schminken. Nicht zu übersehen war die neben dem Vital- und Aktivplatz im Kurpark aufgebaute große Hüpfburg der Gemeinde Enzklösterle, in der die Kinder tolle Sprünge machen und sich austoben konnten

Heidelbeeren waren in allen Formen beliebt – auch frisch aus dem Wald.
Foto: Heinz ZiegelbauerUm die Mittagszeit und am frühen Nachmittag waren alle Plätze auf dem Festplatz besetzt, warteten doch hier Vereine aus Enzklösterle mit lukullischen Genüssen der unterschiedlichsten Arten auf. Viele Getränke hatten in ihrer Bezeichnung den Vorspann Heidelbeer-, wie etwa -wein, -sekt, -likör und jetzt erstmals sogar -bier.
Wie schon seit vielen Jahren wurden die leckeren Heidelbeerpfannkuchen und damit die Spezialität des Heidelbeerfestes unter dem Vordach der Festhalle auf sechs Kochstellen zubereitet. Und zwar jetzt vom Team des Hirschkopfliftes und der Hirschkopfhütte unter der organisatorischen Leitung von Andreas Bauer, der die Zahl der an den beiden Tagen abgegebenen Heidelbeerspezialitäten nach „Grünhütte-Rezept“ am frühen Sonntagnachmittag auf deutlich mehr als 1000 schätzte.
Und nachdem die Zubereitung eines Heidelbeerpfannkuchens eben seine Zeit braucht und nicht abgekürzt werden kann, waren es zuweilen bis zu 40 Besucher, die geduldig auf das begehrte und für Enzklösterle typische „Heidelbeerprodukt“ warteten.
Großer Ansturm
Einen großen Ansturm gab es auf Heidelbeerkuchen in der Festhalle, in der die anbietenden Vereine am Samstagnachmittag vorzeitig und dann nochmals am Sonntag schon gegen 15 Uhr „Ausverkauft!“ vermelden und nur noch mit Kaffee aufwarten konnten.
Auf dem Festplatz und entlang des Hauptweges im Kurpark präsentierten sich mehr als 30 Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten für die Festbesucher. Einer der vielen begeisterten Besucher war der aus der Region Thun in der Schweiz mit seiner Familie angereiste Urlaubsgast Peter Bacher, der im Gespräch mit unserer Redaktion, verbunden mit anerkennenden und lobenden Worten, das Heidelbeerfest als „ein traditionelles Fest mit verwurzelter Kultur“ bezeichnete.
Stets präsent
Stets präsent an den beiden Tagen als Moderatorin des ihrerseits konzipierten Festprogramms war Bürgermeisterin Sabine Zenker. Sie zeigte sich in einem Kommentar am Montagvormittag gegenüber unserer Redaktion als absolut zufrieden mit den beiden vergangenen Tagen: „Es war wirklich ein grandioses Fest mit viel guter Laune bei den Besuchern, Ausstellern und allen helfenden Händen. Es war einfach klasse“, so Sabine Zenker.