Gasleitung beschädigt: Alarmstimmung in Bad Herrenalb

Die Straße musste gesperrt werden.
ZollerGrund für die Großaktion war eine beschädigte Gasleitung, die bei Bauarbeiten an der Hausnummer 13 in der Gernsbacher Straße abgerissen worden war. Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden, doch die Situation war ernst genug, um schnell und umsichtig zu reagieren.
Ablauf der Ereignisse Gegen Mittag wurden die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem bei Baggerarbeiten zur Behebung eines Wasserrohrbruchs eine Gasleitung aufgerissen worden war. Max Wildemann, Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Herrenalb, schildert den Einsatz: „Wir wurden zum Thema austretendes Gas gerufen. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke war bereits vor Ort und konnte uns direkt alarmieren.“
Bei den Arbeiten an der Hausnummer 13, wo eigentlich ein Wasserrohrbruch behoben werden sollte, kam es zu dem Vorfall. Die Gasleitung wurde aufgrund ungenauer Trassenband-Markierung beschädigt. „Wir haben sofort großflächig abgesperrt, vor allem die Straße, um sicherzustellen, dass niemand unbedacht vorbeifährt – eine Zigarette hätte hier katastrophale Folgen haben können“, erklärt Wildemann weiter.
Parallel zu den Absperrmaßnahmen wurden Messungen der Gaswerte vorgenommen, um eine zündfähige Atmosphäre auszuschließen. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP), die parallel informiert worden waren, trafen rasch ein, um die Leitung provisorisch abzuschiebern und so die Gefahr zu bannen.
Sicherheit der Anwohner Die Feuerwehr informierte die Anwohner umgehend, Türen und Fenster geschlossen zu halten und auf das Rauchen oder andere zündfähige Tätigkeiten zu verzichten. „Die Bewohner wurden gewarnt, im Haus zu bleiben, Tür und Fenster zu schließen und keine Zündquellen zu nutzen“, berichtet Wildemann. Die Straße blieb so lange komplett gesperrt, bis Entwarnung gegeben werden konnte.
Innerhalb knapp einer Stunde war der akute Notfall unter Kontrolle. Die Polizei übernahm die Verkehrsregelung, um den angestauten Verkehr zu lenken, während die Stadtwerke mit der Reparatur der beschädigten Gasleitung begannen.

Arbeiten am Hausanschluss
Foto: ZollerWassermeister berichtet Stefan Nofer, Wassermeister der Stadt Bad Herrenalb, erklärt die Vorgänge aus seiner Perspektive: „Wir wurden bereits am frühen Morgen von der Leitstelle Heilbronn über einen Wasseraustritt in der Gernsbacher Straße informiert. Dann bin ich gleich hingefahren und habe schnell festgestellt, dass es kein Hauptleitungsschaden ist, sondern dass die Hausanschlussleitung von der Hausnummer 13 kaputt ist. Der Wasseraustritt war im Gehweg. Das haben wir mit dem Boden-Mikrofon festgestellt, weil dort das stärkste Geräusch ausfindig gemacht werden konnte - wir haben dann unsere Tiefbaufirma kontaktiert und sämtliche Leitungsauskünfte eingeholt.“
Nofer erläutert weiter, dass trotz vorheriger Leitungsanfragen und Markierungen die Gasleitung beim Einsatz des Baggers abgerissen wurde. „Leider passierte die Beschädigung trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.“
Erleichterung Zum Glück beschränkte sich der Schaden auf die Hausanschlussleitung; die Hauptgasleitung blieb unversehrt. „Das war Glück im Unglück“, sagt Nofer. „Die Gasleitung wurde zwar abgerissen und Gas trat aus, aber es gab keine Personenschäden. Die Feuerwehr und Stadtwerke Pforzheim haben schnell und professionell gehandelt, so dass keine Gefahr mehr besteht.“
Was jetzt in Bad Herrenalb passiert ist, zeigt, wie wichtig schnelle und koordinierte Notfallmaßnahmen sind. Die Feuerwehr, die Stadtwerke und die Polizei haben gemeinsam eine potenziell gefährliche Situation entschärft, bevor sie zu einer Katastrophe werden konnte. Die Anwohner blieben ruhig und befolgten die Sicherheitshinweise, was ebenfalls zum guten Ausgang beitrug.