Fairtrade in Bad Herrenalb
: Eine 50 Meter lange, faire und bunte Kaffeetafel

Bad Herrenalb ist Fairtrade-Stadt. Auch aus diesem Anlass organisiert die Steuerungsgruppe eine Kaffeetafel. Dieses Jahr soll sie aber nicht nur fair, sondern auch bunt sein.
Von
Dietmar Glaser
Oberndorf
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Eine 50 Meter lange Kaffeetafel mit fair gehandelten Getränken und Gebäck wird es am 31. Mai 2026 auf der Klosterstraße von Bad Herrenalb geben

Dietmar Glaser

Eine 50 Meter lange, faire und bunte Kaffeetafel organisiert die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Bad Herrenalb. Sie wird am Sonntag, 31. Mai, ab 14.30 Uhr stattfinden. An der Kaffeetafel wird es fair gehandelten Kaffee, Tee und Orangensaft geben. Außerdem Hefezopf, Kuchen und Torten aus fair gehandelten oder regionalen Zutaten.

Faire Kaffeetafeln gab es in Bad Herrenalb in den Jahren 2012, 2015, 2018 und 2023. An den vergangenen Kaffeetafeln haben mehr als 200 Menschen in der Bad Herrenalber Klosterstraße Platz genommen und gemeinsam Kaffee oder Tee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen. Wurde ein Platz frei, besetzte ihn gleich wieder ein anderer.

Erstmals „fair“ und „bunt“

In diesem Jahr soll sie erstmals „fair“ und „bunt“ sein. „Bunt“ deshalb, weil man auch die in Bad Herrenalb heimisch gewordenen ukrainischen Familien und die Asylsuchenden im Parkwohnstift im Oberen Gaistal einbeziehen will.

So haben sich ukrainische Frauen auf hiesigen Handwerkermärkten bereits mehrfach als gute Bäckerinnen hervorgetan. Asylsuchende haben in der Vergangenheit beim Aufbau der Kaffeetafel geholfen. Jetzt wünscht man sich auch einen Beitrag zum Kuchenbuffet.

Für gerechten Welthandel

Mit der fairen und bunten Kaffeetafel möchte die nur sechs Personen umfassende Steuerungsgruppe für die Anliegen eines gerechten Welthandels werben. Sie möchte zum gezielten Kauf von Produkten ermuntern, die das Fairtrade-Siegel tragen. Damit sind sie auf einer Linie mit dem Team des Weltladens, das von Anfang an die fairen Kaffeetafeln personell verstärkte. Fairer Handel sichert Kleinbauern und Genossenschaften in benachteiligten Ländern auskömmliche Preise und menschenwürdige Arbeitsbedingungen unabhängig von spekulativen Weltmarktpreisen und ausbeuterischen Konzernen. Möglich wird das durch Fairhandelsgesellschaften, die ohne Zwischenhandel direkt bei den Produzenten einkaufen und direkt an die Endkunden verkaufen.

Regelmäßige Prüfungen

Im Gegenzug halten sich die Bauern an Menschenrechte, Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit und Kinderschutz. Das wird regelmäßig überprüft. Auch das Engagement einer Fairtrade-Stadt wird regelmäßig überprüft.

Bad Herrenalb muss sich im März dieser sogenannten Rezertifizierung stellen. Somit sei garantiert, dass die Lebensmittel ohne Sklaven- und Kinderarbeit in kleinbäuerlichen oder genossenschaftlich organisierten Betrieben produziert wurden. Dabei werden menschenwürdige Sozialstandards eingehalten und ein auskömmlicher Arbeitslohn ausbezahlt. Außerdem sei sichergestellt, dass auch die Natur nicht ausgebeutet wurde. Häufig erfolge der Anbau in Bioqualität, was aber wegen der Zertifizierungskosten oft nicht mit einem Biosiegel sichtbar wird.

Seit 2012 Fairtrade-Stadt

Seit dem Jahr 2012 hat Bad Herrenalb das Prädikat „Fairtrade-Stadt“. Anlässlich der Verleihung dieses Titels wurde erstmals eine faire Kaffeetafel veranstaltet. Nur wenn die Stadtverwaltung, die Kirchen, die Schulen, zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Cafés und Vereine faire Handelsbeziehungen durch den Kauf gesiegelter Produkte aktiv unterstützen, darf Bad Herrenalb den Titel „Fairtrade-Stadt“ behalten.

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