Es droht mehr Stau in Höfen: Eine Baustelle jagt die nächste: Eyachbrücke wird halbseitig gesperrt

Die Eyachbrücke weist erhebliche Mängel auf.
Lena Knöller- Eyachbrücke auf der L 340 wird vom 13. bis 27. Juni saniert – nur einspurige Fahrt.
- Grund sind festgestellte Mängel: undichte Übergänge, Betonschäden und defekte Fahrbahnübergänge.
- Ampel regelt den Verkehr, gearbeitet wird an allen Werktagen einschließlich Samstag.
- Kosten von rund 123.000 Euro trägt das Land Baden-Württemberg.
- Parallel belastet die halbseitige Sperrung der B 294, die voraussichtlich bis Mitte September dauert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viele Höfener dürften inzwischen nur noch mit den Augen rollen: Während die halbseitige Sperrung auf der Bundesstraße 294 weiterhin für Staus und Geduldsproben sorgt, steht bereits die nächste Baustelle vor der Tür. Vom 13. bis 27. Juni wird die Eyachbrücke über die Enz auf der Landesstraße 340 saniert und ist dann nur einspurig befahrbar.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) lässt die Brücke über die Enz instandsetzen, nachdem bei Untersuchungen erhebliche Mängel festgestellt wurden. Neben undichten Übergangskonstruktionen wurden auch Betonschäden und sanierungsbedürftige Fahrbahnübergänge entdeckt, wie das RP mitteilt. Um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten, werden diese nun erneuert. Während der Bauzeit bleibt die L 340 im Bereich der Brücke halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mithilfe einer Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet.
Auch samstags wird gearbeitet
Innerhalb von zwei Wochen sollen die Arbeiten erfolgen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 123.000 Euro. Sie werden vom Land Baden-Württemberg getragen. Weil die Arbeiten innerhalb eines engen Zeitplans abgeschlossen werden müssen, wird während der gesamten Bauzeit an allen Werktagen einschließlich Samstag gearbeitet, wie vom RP zu erfahren ist.
Bei der Sanierung werden Teile der Fahrbahn und die Abdichtung auf der Brücke ausgetauscht. Die alten Übergänge zwischen Straße und Brücke werden ausgebaut und durch neue, wasserdichte Konstruktionen ersetzt. Außerdem werden Schäden am Beton repariert, die neuen Bauteile vor Rost geschützt und Teile der Entwässerung erneuert.
Belastungstest für Anwohner und Pendler
Für Höfen kommt die Maßnahme zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt und ist ein weiterer Belastungstest für Anwohner und Pendler. Denn die Gemeinde ist bereits seit Monaten durch Baustellen gebeutelt. Aktuell sorgt die Sanierung der Stützmauer an der B 294 – zwischen Ortsausgang Aral-Tankstelle und Abzweigung Eyachtal – für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Diese Maßnahme soll noch bis Mitte September andauern. Zuvor hatten bereits der Kreisverkehrsbau, der Glasfaserausbau und Windradtransporte die Gemeinde immer wieder ausgebremst.

Arbeiten an der Stützmauer
Lena KnöllerBürgermeister Heiko Stieringer hatte scharfe Kritik an der kurzfristigen Information über die halbseitige Sperrung auf der B 294 geübt. Nach eigenen Angaben erfuhr die Gemeinde erst rund zwei Wochen vor Baubeginn von der Sanierung der Stützmauer. Seine Bemühungen um eine Verschiebung der Arbeiten blieben erfolglos. „Ich hab die Faxen dicke“, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion Anfang Mai und sprach von großer Frustration darüber, dass Höfen erneut von einer langwierigen Verkehrsmaßnahme betroffen sei. Höfen werde zunehmend zur „Dauerbaustelle“, so Bürgermeister.
Gemeinde kurz vor knapp informiert
Die geplante Sanierung der Eyachbrücke kam für die Gemeinde überraschend. Die Verwaltung habe laut Stieringer nämlich erst am Mittwoch, 10. Juni, davon erfahren. Zwar wird die Maßnahme nur zwei Wochen dauern, doch viele Bürger und Pendler müssen sich wohl erneut auf Wartezeiten einstellen. „Ich hoffe und wünsche mir, dass dann wenigstens die Kommunikation mit dem Landkreis und dem RP so funktioniert, dass bestenfalls die Ampelregelungen aufeinander abgestimmt sind. Es wäre schlecht, wenn sich diese gegenseitig ausbremsen würden“, teilt der Bürgermeister mit.