Erhöhung beschlossen
: Parken in Bad Wildbad wird teurer

Kurzzeitparker müssen künftig in drei stadteigenen Parkierungsanlagen mehr bezahlen. Das beschloss der Gemeinderat. Immerhin: Für Langzeitparker ändert sich wenig.
Von
Bernd Mutschler
Oberndorf
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Die Stadt hat die Gebühren für die eigenen Parkierungsanlagen, wie das Parkhaus Stadtmitte (Archivbild), erhöht.

Bernd Mutschler

Die Parkgebühren in Bad Wildbad steigen. Zumindest in den stadteigenen Parkierungsanlagen Parkhaus Stadtmitte, Sommerbergparkplatz und dem Parkplatz in der Ladestraße. Das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung beschlossen.

Die Stadtverwaltung rüstet gemeinsam mit der Firma Peter Park die eigenen Parkplätze und das Parkhaus auf ein schrankenloses Parksystem um. Im Rahmen der Vorbereitungen hat die Firma laut Sitzungsvorlage die Verwaltung „darauf hingewiesen, dass die bestehenden Tarife zu komplex und unübersichtlich sind und daher vor Einführung des neuen Systems vereinfacht werden sollen“.

Deshalb hat die Verwaltung die Parkgebühren an allen drei Standorten „vereinheitlicht, übersichtlicher gestaltet und gleichzeitig angepasst“, heißt es in der Vorlage weiter. Angepasst heißt in diesem Fall – wie wohl bei fast allen anderen „Anpassungen“, dass die Preise steigen. Immerhin: Für Langzeitparker ändert sich wenig.

Das ändert sich konkret

Parkplatz Sommerberg: Die größte Preiserhöhung gibt es auf dem Sommerbergparkplatz. Hier bezahlten die Besucher bislang drei Euro für bis zu zwei Stunden. Das kostet jetzt doppelt so viel: Bis zwei Stunden bezahlen die Autofahrer jetzt sechs Euro; bis fünf Stunden werden neun Euro fällig, bislang kostete das fünf Euro. Auch der Tageshöchstsatz wurde deutlich erhöht. Kostete das Tagesticket bislang sieben Euro, werden nun 18 Euro fällig, also mehr als das Zweieinhalbfache als bisher.

Parkhaus Stadtmitte: Deutlich übersichtlicher – aber dadurch auch teurer – sind die neuen Parkgebühren im Parkhaus Stadtmitte. Wie bislang ist die erste Stunde kostenlos, danach kostet jede weitere angefangene Stunde zwei Euro bis zu einem Tagestarif von 14 Euro. Bisher kostete die zweite Stunde 1,50 Euro, danach erhöhten sich die Gebühren bis zur fünften Stunde um jeweils einen Euro, bis zur sechsten dann um 1,50 Euro und für die siebte Stunde wurden dann weitere zwei Euro fällig. Der Tagestarif lag bei zehn Euro, wurde also nicht so sehr erhöht wie auf dem Sommerberg.

Nicht erhöht wurden hier die Preise für Langzeitparker. Die Wochenkarte kostet weiter 22 Euro, die Monatskarte 40 Euro und für die Jahreskarte werden weiterhin 360 Euro fällig. Weggefallen sind dagegen die Zwei- und Drei-Wochenkarten. Unverändert kostet die Schüler-Jahreskarte mit Nutzung von Montag bis Freitag 150 Euro.

Parkplatz Ladestraße: Um jeweils 50 Cent erhöhen sich die Preise für jede angefangene Stunde – nach der kostenfreien ersten Stunde von einem auf 1,50 Euro. Der Tagestarif kostet neu 10,50 Euro, bislang acht Euro. Auch hier bleiben die Preise für Wochen-, Monats-, Jahres- und Schüler-Jahreskarte unverändert. Da bei dem neuen Parksystem die Kennzeichen per Kamera erkannt werden und die Schranken somit wegfallen, wäre es denkbar, dass Leute einfach wegfahren, ohne die Gebühr an den ebenfalls neuen Parkautomaten zu entrichten. Diese Verstöße werden aber geahndet. Wer also wegfährt, ohne zu bezahlen, muss künftig an allen städtischen Anlagen für jeden Verstoß pro Tag 54 Euro bezahlen.

Zustimmung im Gemeinderat

Dieses Vorhaben stieß im Gemeinderat auf breite Zustimmung. „Wir erhöhen moderat“, befand CDU-Stadtrat Jochen Borg und verwies darauf, dass die „Gebühren in anderen Orten weitaus höher“ seien. Man müsse auch in das Parkhaus investieren. Borg sprach ein weiteres Mal ein funktionierendes Parkleitsystem an, mit dem man womöglich „mehr Parkraumsuchende in die Ladestraße“ bringen könnte, denn man sehe den abgelegenen Parkplatz nicht.

Manch einem Stadtrat ging die Erhöhung aber wohl nicht weit genug. „14 Euro Tagessatz sind zu wenig“, sagte Jochen-Thilo Reinhardt im Blick auf das Parkhaus Stadtmitte. Aber das sei jetzt zu spät, „das Schild ist schon gedruckt“.

Der Gemeinderat beschloss die Erhöhung der Parkgebühren einstimmig.

Die weiteren Parkhäuser in der Stadt sind von dieser Erhöhung – und der Umstellung auf das schrankenlose System – nicht betroffen. Denn sowohl das Parkhaus Kurzentrum als auch die Parkhäuser Palais Thermal, Vital Therme sowie die Parkgarage Akademie in der Panoramastraße gehören dem Land und werden von der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH betrieben.

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