Enzklösterle
: Brand verursacht 80.000 Euro Schaden

Feuer im ehemaligen Hotel Hetschelhof in Enzklösterle. Ursache war vermutlich technischer Defekt.
Von
Heinz Ziegelbauer
Oberndorf
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Etwa 80.000 Brandschaden entstand bei einem Feuer im "Hetschelhof" in Enzklösterle.

Ziegelbauer

Enzklösterle - Bei einem Brand im ehemaligen, schon seit vielen Jahren stillgelegten und erheblich sanierungsbedürftigen Hotel Hetschelhof in Enzklösterle ist in der Nacht zum Montag nach polizeilichen Schätzungen ein Sachschaden von etwa 80.000 Euro entstanden.

Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Enzklösterle und Bad Wildbad, der DRK-Rettungsdienst und die DRK-Schnelleinsatzgruppe "Oberes Enztal" sowie die Bad Wildbader Polizei. Und auch der stellvertretende Bürgermeister Dieter Hoffmann kam zum Brandobjekt.

Anwohner hatten das um Mitternacht ausgebrochene Feuer bemerkt und um 0.10 Uhr Feuerwehrkommandant Reiner Schaudel verständigt, der sofort über die Calwer Feuerwehr-Leitstelle Vollalarm über die Meldeempfänger der Feuerwehrangehörigen und über die Sirene auslösen ließ. Und nachdem ein Mittelbrand oder sogar ein Großbrand anzunehmen war, wurden auch ein Löschzug der Bad Wildbader Überlandhilfe sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Tido Lüdtke zum Einsatzort gerufen. Für ihn begann sein Geburtstag am Montag damit schon in den ersten Minuten mit einem Feuerwehreinsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr Enzklösterle unter der Einsatzleitung von Kommandant Reiner Schaudel hatte mit ihrem Löschfahrzeug 16/12, mit dem Löschfahrzeug LF 16 und mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug keinen weiten Weg, waren es doch vom Feuerwehrhaus bis zum "Hetschelhof" nur wenige Hundert Meter. Dort nahmen die 22 Einsatzkräfte die Brandbekämpfung zunächst mit Wasser aus einem Hydranten auf und bauten parallel dazu eine Löschwasserversorgungsleitung zur nahe gelegenen Großenz auf.

Da das ehemalige Hotel seit langer Zeit unbewohnt ist, mussten die Feuerwehrmänner die Türen gewaltsam öffnen, um, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, an den Brandherd zu gelangen und das Feuer, das sich zwischenzeitlich ausgebreitet hatte, zu löschen.

Entstanden war dieses ersten Ermittlungen zufolge im Bereich der ehemaligen Rezeption mit Büroraum im Erdgeschoss. Auch die daneben liegenden Räume und das Obergeschoss waren stark verraucht. Zwischenzeitlich war der Löschzug der Wildbader Feuerwehr mit dem Kommandofahrzeug, dem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter eingetroffen. Nach einer Lageerkundung mit enormer Hitze und mit Feuerschein im ersten Obergeschoss erwies sich eine Nachalarmierung der restlichen Feuerwehrabteilung Wildbad als notwendig, die mit einem Löschgruppenfahrzeug, mit einem Mannschaftstransportwagen und mit dem Schlauchwagen anrückte und so mit insgesamt 22 Mann im Einsatz war.

Mit Löschwasser aus der Enz wurden Flammen bekämpft, die sich an der Rückseite des Gebäudes zeigten und das dort befindliche frühere Stallgebäude gefährdeten. Glutnester waren insbesondere auch in den Zwischendecken abzulöschen.

Zur Sicherung des Betriebs der Atemschutzgeräte ergänzte ein Mitarbeiter der Zentralen Kreisfeuerwehrwerkstätte in Calmbach den abnehmenden Vorrat an Atemluftflaschen. Mit zwei Hochdrucklüftern wurde das Gebäude belüftet und dadurch entraucht. Kurz vor dem Abschluss der Löscharbeiten trafen die im Stuttgarter Raum wohnhaften Gebäudeeigentümer am Brandort ein. Der Feuerwehreinsatz war gegen 4 Uhr beendet.

Ersten Ermittlungen zufolge wird von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Eventuelle Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die mit dem Brand in Zusammenhang gebracht werden könnten, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Bad Wildbad (Telefon 07081/9 39 00) in Verbindung zu setzen.

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