Warmer Regen für Hilfeleistende
: Tailfinger Schüler zeigen großes Herz

10 500 Euro für den guten Zweck hat das Team des Progymnasiums Tailfingen kurz vor Weihnachten übergeben.
Von
Marc Neumann
Oberndorf
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Spendenübergabe im Progymnasium Tailfingen (von links): Andrés Torres von der SMV, Anton Hofmann, Schülersprecher Gleb Grinich, Thomas Hufnagel, Natalie Güthe und Cedric Güthe, Schülersprecherin Marit Eggert und Lilly Maisch von der SMV

Marc Neumann

Gebannt lauschte die Schulgemeinschaft am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, als Vertreter der begünstigten Organisationen in der Mensa offiziell die Spenden aus dem Erlös des Adventsbazars in Höhe von 10 500 Euro entgegennahmen und über den Verwendungszweck berichteten.

Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen: Die Spende in Höhe von 3500 Euro für den Förderverein krebskranker Kinder Tübingen nahm Anton Hofmann entgegen. Der Verein ermöglicht vielseitige, unterstützende und begleitende Projekte und Angebote für krebskranke Kinder und ihre Angehörigen im Kinderonkologischen Zentrum am Universitätsklinikum Tübingen und darüber hinaus.

Die Mitglieder konzentrieren sich auf Maßnahmen und Angebote, die weder von Krankenkassen noch von staatlicher Seite finanziert werden, etwa Psychosoziale Begleitung, Freizeitangebote, Personalstellen sowie das José-Carreras-Haus und das Reinhold-Beitlich-Haus, in denen Eltern und Geschwisterkinder während der klinischen Therapie einen geschützten Ort mit fürsorglicher Ansprache erhalten.

Jardin del Eden: Sehr angetan und sichtlich erleichtert über die Spende über 3500 Euro war Thomas Hufnagel, der das Projekt „Jardin del Eden“, ein Kinderheim für Straßenkinder in Panzaleo/ Ecuador vertrat.

Durch die angespannte politische und wirtschaftliche Lage dort sind staatliche Unterstützungen des Ministeriums für wirtschaftliche und soziale Inklusion vollständig eingestellt worden, was Arbeit und Finanzierung des Projekts gravierend einschränkt.

Das seit seiner Gründung auf 60 Plätze angewachsene Kinderheim ermöglicht Straßenkindern, Kindern von Strafgefangenen und Kindern in sozialen oder ökonomischen Notlagen ein Zuhause, Verpflegung, Schulbesuch, medizinische Versorgung und eine Zukunftsperspektive.

Ein weiterer Bereich der Arbeit von „Jardin del Eden“ sind Bildungsprojekte außerhalb des Heims für Kinder der indigenen Bevölkerung. Das Projekt „Chaka Wasi“ demonstriert die externe Arbeit in der Kleinstadt Pujili auf 2900 Meter Höhe. Dort erhalten Jungen und Mädchen aus abgelegenen Dörfern die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen, ihre kulturelle Identität und Traditionen zu wahren und Handwerksberufe zu erlernen.

Schulprojekt Uganda: Sehr dankbar über die Spende war auch Natalie Güthe, die mit ihrem Mann vor sieben Jahren das Schulprojekt Uganda gegründet hat. Bis zu 50 Kindern ermöglicht es überhaupt erst, regelmäßig die Emma-Junior-School zu besuchen und lesen, schreiben und die Grundrechenarten zu erlernen. Mit der Anschaffung von Hühnern durch Spenden ist mittlerweile garantiert, dass jedes Kind wenigstens einmal täglich eine Mahlzeit erhält. Als nächstes soll dort eine Schlafstätte errichtet werden, um den Kindern den täglichen Schulweg zu ersparen, der lang und mühsam ist und sie vom regelmäßigen Schulbesuch abhält.

Langfristiges Ziel ist es, den Menschen in der Region durch Anschaffungen wie Schweine, Wasser, Strom und Grundkenntnisse für Hygiene zur Selbsthilfe zu verhelfen und somit unabhängig von Spendengeldern zu machen.

Die Anwesenheit der Vertreter der Organisationen und ihre Berichte vermittelten allen SchülerInnen unmittelbar den Sinn und Zweck ihres Engagements und motivierten, den umfangreichen und zeitaufwendigen Einsatz für das Sozialprojekt des Progymnasiums Tailfingen fortzusetzen.

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