Wachwechsel in Meßstetten
: Überraschung im Altenhilfe-Verein – und glatte Wahl

Wachwechsel an der Spitze des Altenhilfe-Vereins Meßstetten: Harald Eppler beerbt Jochen Wienke.
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(red/pm)
Oberndorf
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Harald Eppler (Dritter von rechts) und Elvira Kleiner (Mitte) leiten als Vorsitzende den Verein zur Förderung der Altenhilfe Meßstetten. Mit zur Führungsriege gehören Kassenwartin Renate Eppler und Schriftführerin Karin Münze-Groß (von links). Zu den ersten Gratulanten gehörten Bürgermeister Frank Schroft sowie die Gemeinderäte Heike Sieber (Freie Wählervereinigung, Dritte von links) und Steffen Berger (CDU, rechts).

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer

Der Verein zur Förderung der Altenhilfe hat einen neuen Vorsitzenden: Harald Eppler, vormaliger Stadtrat, tritt in die Fußstapfen von Jochen Wienke, der die Leitung im Juni 2023 übernommen hatte, das Amt aber vor wenigen Wochen überraschend niederlegte.

Eppler ist in Meßstetten wohlbekannt. Viele Jahre lang war er Ortschaftsrat in Hossingen, zeitweilig Ortsvorsteher; für die Freie Wählervereinigung saß er im Gemeinderat, kandidierte aber 2024 nicht mehr. In Balingen hatte er über 30 Jahre lang den Chefsessel der Stadtwerke inne, doch seit Jahresbeginn ist er im Ruhestand und ein „freier Mann“ – bereit, neue Herausforderung anzunehmen.

Vorgänger trat überraschend zurück

Oder aber auch spontan in die Bresche zu springen, denn anders kann man schwerlich nennen, was er nun getan hat. Ganz unerwartet hatte Jochen Wienke den Vorsitz des Altenhilfe-Fördervereins niedergelegt, mit der Begründung, aufgrund beruflicher Veränderungen fehle ihm nun die Zeit.

Eppler, seit 2005 Mitglied des Vereins, war bereit, die Nachfolge anzutreten und erhielt bei der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl 34 von 34 möglichen Stimmen – einen Gegenkandidaten gab es nicht. Nach der Wahl fasste er sich kurz, versprach, sein Bestes zu geben, und schloss sich den Worten seiner Stellvertreterin Elvira Kleiner an: „Wir wollen den Verein nicht nur verwalten, sondern weiter mit Leben füllen.“

Der Bürgertreff ist jeden Monat

Wobei der Verein zur Förderung der Altenhilfe schon jetzt durchaus lebendig ist, wie die Rechenschaftsberichte der Teamleiter belegten. Elvira Kleiners Bürgertreff lädt einmal monatlich montags in die Bürgerbegegnungsstätte ein; durchschnittlich kamen 34 Besucher zu den Treffen. Die von Edelgard Herre geleitete Gruppe „Backhäusle“ heizt regelmäßig die Öfen im Backhäusle an; die „Bouler“ um Wilfried König treffen sich ebenso regelmäßig beim Sandkasten vor dem Rathaus. Im Besuchskreis, den Lore Ast leitet, engagieren sich aktuell 13 Frauen und ein Mann – vor Corona waren es noch an die 30.

Große Resonanz findet das Angebot „gemeinsamer Mittagstisch“: 464 Essen bei elf Treffen in der Meßstetter TSV-Stube sprechen für sich. In der „Seniorenwerkstatt mit Herz“ im „Sanetta“-Nähsaal treffen sich regelmäßig 16 Frauen; dagegen ist die „Seniorenwerkstatt mit Hand“ auf drei Mann geschrumpft. „Wir würden uns über Verstärkung freuen“, sagt Leiter Jürgen Wahl.

Beliebt wie eh und je sind die Seniorenfeiern in der Festhalle, die Karlo Gerstenecker und sein 15-köpfigen Helferteam organisiert. Gleiches gilt für den „Urlaub ohne Koffer“ – allerdings ist offen, ober er weiterhin im Haus Bittenhalde genommen werden kann? Bekanntlich erwägt das evangelische Dekanat, die Tieringer Einrichtung zu schließen.

Ungeachtet der vielen Vereinsaktivitäten steht der Verein finanziell solide da, wie von Kassenwartin Renate Eppler zu erfahren war. Kassenprüfer Gottlob Kiesinger bleibt anders als sein Kollege Gerhard Rafler im Amt; ihm steht künftig Marliese Sauter zur Seite. Bürgermeister Frank Schroft geizte nicht mit Lob für den Verein: „Sie sorgen dafür, dass ältere Menschen nicht vergessen werden, sondern Wertschätzung, Unterstützung und Teilhabe erfahren. So sieht gelebte Solidarität aus.“

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