Verkehr bei Albstadt-Laufen: B463-Tunnel bleibt länger gesperrt, Umleitung endet später

Noch immer gesperrt ist der Tunnel bei Laufen: Die Bauarbeiten laufen seit Oktober 2024.
GernInsgeheim gehofft haben dürften schon einige Pendler zwischen Balingen und Albstadt, dass sie ab Ende Januar/Anfang Februar wieder durch den Tunnel auf der B 463 bei Laufen fahren können; das Ende der Umleitung durch den Albstädter Stadtteil schien zum Greifen nah.
Ausgebremst wird diese Hoffnung jedoch am Mittwochabend. Das Regierungspräsidium Tübingen informiert in einer Pressemitteilung, dass die geplante Freigabe Ende Januar/Anfang Februar nicht zu halten ist. Stattdessen werde es voraussichtlich April. Als Grund für die Verzögerung gibt das RP Tübingen erforderliche Arbeiten an der Betriebstechnik im Tunnel an.
Konkret: Bestandteil der Instandsetzungsarbeiten am Laufener Tunnel, die seit Oktober 2024 laufen, sei ein kompletter Austausch der alten Betriebstechnik und eine Neuausstattung mit aktuellen Hardware- und Softwarekomponenten. Die ursprünglich vorhandene Technik des Tunnel Albstadt-Laufen stamme im Wesentlichen aus dem Jahr 2001.
Vor Freigabe: Rettungskräfte proben Einsatz im Tunnel
Da die Tunnelbetriebstechnik aufgrund des Eingriffs in den Verkehrsraum – verbunden mit einer Sperrung des Tunnel – nicht fortlaufend ausgetauscht werden kann, habe sich das Regierungspräsidium Tübingen entschlossen, neue zukunftsfähige Hardware- und Softwarekomponenten einzubauen, um so eine erneute Sperrung des Tunnels für eine dann später erforderliche Nachrüstung zu vermeiden.
Doch damit ist es noch nicht getan: Nach Lieferung und Einbau dieser Elemente beginnen die eigentlichen Sicherheitstests des Tunnels. Erfolgreich durchgeführte Sicherheitstests seien die Voraussetzung, um die erforderliche Vollübung mit den zuständigen Rettungskräften zu ermöglichen. Erst dann sei die Freigabe des Tunnels möglich, schreibt die Behörde in der Mitteilung weiter. Hintergrund ist, dass sich die Rettungskräfte nach einer durchgeführten Vollübung bei einem realen Ereignis schnell vor Ort orientieren können, um so die Rettungskette reibungslos in einander greifen zu lassen.
RP Tübingen: Zeitlicher Ablauf musste angepasst werden
Zu der Zeitschiene der Arbeiten heißt es: „Die Betriebstechnik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Diese Änderungen werden jetzt berücksichtigt, dadurch musste jedoch der geplante Ablauf zeitlich angepasst werden, die zeitlichen Verschiebungen konnten nicht vollständig kompensiert werden.“
Ziel des Regierungspräsidiums Tübingen sei es nun, die Vollübung mit den Rettungskräften im März 2026 durchzuführen, so dass bei einem erfolgreichen Verlauf nach derzeitigem Stand eine Freigabe des Tunnels in Albstadt-Laufen im April 2026 erfolgen könnte. Die bisherige Umleitung bleibt bestehen.