Trockenheit in Albstadt: Albstadtwerke informieren – so steht es um die Trinkwasserversorgung

Die Trinkwasserversorgung in Albstadt ist aktuell gesichert, informieren die Albstadtwerke.
Roland Weihrauch/dpa- Albstadtwerke melden: Trinkwasserversorgung in Albstadt ist aktuell gesichert.
- Keine Verbote in Kraft, doch es gilt der Appell zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser.
- Versorgung beruht auf drei Säulen – Quellen Ehestetten etwa 50 %, BWV rund 40 %, ZWZ rund 10 %.
- Sportplätze dürfen bewässert werden, Vereine sollen jedoch nur das Nötige gießen.
- Stadt betont Abwägung: Rasen und Stadtgrün werden gezielt bewässert, um teure Schäden zu vermeiden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die anhaltende Trockenheit stellt die Trinkwasserversorgung in der Region auf die Probe. Der Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe hatte etwa jüngst eindringlich an die Bürger auf dem Heuberg appelliert, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen. Da die Appelle verhallten, wurden gar Verbote ausgesprochen. So dürfen beispielsweise Sport- und Freizeitanlagen nicht mehr mit Trinkwasser gegossen werden.
In Albstadt ist die Lage entspannter, teilen die Albstadtwerke auf Anfrage unserer Redaktion mit. Dennoch: „Die Albstadtwerke beobachten die aktuelle Lage der Trinkwasserversorgung sehr aufmerksam. Durch die anhaltend hohen Temperaturen und die lang anhaltende Trockenheit steigt der Wasserbedarf, während die Quellschüttungen zurückgehen.“ Dennoch sei die Trinkwasserversorgung in Albstadt derzeit gesichert.
Keine Verbote in Albstadt
Aktuell gebe es daher keine Einschränkungen oder Verbote für die Trinkwassernutzung in Albstadt. „Dennoch appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, weiterhin verantwortungsvoll mit dem wertvollen Gut Trinkwasser umzugehen.“
Die Versorgung mit Trinkwasser basiert nach Informationen der Albstadtwerke auf drei stabilen Säulen: Rund 50 Prozent stammen aus den Quellen beim Wasserwerk Ehestetten. Weitere etwa 40 Prozent werden über die Bodenseewasserversorgung (BWV) bezogen, und rund zehn Prozent kommen vom Zweckverband Wasserversorgung Zollernalb (ZWZ). „Diese breite Aufstellung ermöglicht es, flexibel auf Veränderungen zu reagieren.“ Bei Bedarf könnten die Anteile zwischen den drei Versorgungswegen angepasst und die vorhandenen Bezugsrechte noch stärker genutzt werden.
Möglichkeiten zum Wassersparen prüfen
Ein Bewässerungsverbot von Sportplätzen gilt in Albstadt nicht. Trotzdem hat die Stadtverwaltung vor einigen Tagen eine Mail an die Vereine aufgesetzt. In dieser bittet sie um ein verantwortungsvolles Bewässern der Sportanlagen, wie Mona Lehmann, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, informiert. In der Mail heißt es: „Nach aktueller Einschätzung besteht im Versorgungsgebiet der Albstadtwerke derzeit keine Wasserknappheit. Daher sind aktuell keine Einschränkungen bei der Bewässerung von Sportplatz- oder Tennisanlagen vorgesehen.“
Und weiter: „Auch wenn derzeit keine Engpässe bestehen, beobachten die Albstadtwerke die weitere Entwicklung der Witterungslage aufmerksam. Sollte die Trockenperiode anhalten, kann sich die Situation künftig verändern. Wir bitten Sie daher, die Bewässerung auf das notwendige Maß zu beschränken und Möglichkeiten zur Wassereinsparung, soweit dies ohne Beeinträchtigung der Nutzbarkeit der Anlagen möglich ist, zu nutzen.“
Aufwendige Sanierungsmaßnahmen verhindern
Sprecherin Mona Lehmann ergänzt: „Es gilt, die Waage zu halten zwischen verantwortungsbewusstem Bewässern und der Sicherung des Rasenbestands. Würden die sportlich genutzten Rasenflächen über längere Zeit überhaupt nicht mehr bewässert werden, bestünde die Gefahr irreparabler Schäden und immenser Folgekosten durch aufwendige Sanierungsmaßnahmen.“
Bei der Bewässerung von Pflanzen und Bäumen durch das Betriebsamt gelte dasselbe: „Um größere Schäden an Bäumen und Beeten und damit verbundene Folgekosten zu vermeiden, wird entsprechend gegossen.“ Dies geschehe ebenfalls in enger Abstimmung mit den Albstadtwerken und in Abhängigkeit von der gesamten Versorgungslage.
