Theaterverein Albstadt-Ebingen
: Auftakt für kleine Jubiläumstournee

Die Laienspielgruppe des Theatervereins gibt auf Publikumswunsch nochmals die Komödie „Italienische Zustände“.
Von
Hans Raab
Oberndorf
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Im Jahr des 60-jährigen Bestehens brachte die Laienspielgruppe auf Publikumswunsch nochmals „Italienische Zustände“ auf die Bühne.

Hans Raab

Die Premiere bildete den Auftakt zur jährlichen Tournee. Diese führt in den nächsten Wochen nach Meßstetten, Truchtelfingen, Straßberg, Lautlingen und Margrethausen.

Eine Premiere im eigentlichen Sinn war das Stück nicht, denn es wurde vor 13 Jahren von der Theatergruppe schon einmal aufgeführt. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gruppe hatte das Publikum es im Vorfeld aus drei früheren Stücken gewählt. Die Entscheidung für „Italienische Zustände“ erwies sich als Volltreffer.

Vor dem Stück ließen der Vorsitzende Justin Stannage und Regisseur Markus Beisel die Geschichte des Theatervereins Revue passieren. Sie erwähnten die Agierenden vor und hinter den Kulissen, die das Geschehen auf der Bühne ermöglichen.

„Ohne euren Applaus wären wir alle längst beim Schachclub.“

Es war vor allem eine Verbeugung vor dem Publikum, „denn ohne euch wäre unser Spiel nur ein Monolog. Ohne euer Lachen wäre jede Komödie umsonst. Und ohne euren Applaus wären wir alle längst beim Schachclub.“

Lachen war bei dem Stück und den schauspielerischen Leistungen Abend angesagt, Applaus den Protagonisten sicher. Es waren nicht wenige, die den Auftritt fantastisch fanden, umgekehrt erteilten Darstellerinnen und Darsteller dem Publikum dasselbe Prädikat.

Die Komödie selbst bietet Temperament, Pasta und ziemlich viel Chaos in einer Küche. Diese befindet sich in der Pension „Zum Seeblick“ und deren Kulinarik soll dem Wirt Markus Moser unbedingt den vierten „Silbernen Schöpflöffel“ einbringen.

Neuer Koch erweist sich als Hallodri

Doch der scheint in weiter Ferne zu sein, da Koch Toni – ohnehin nur mit überschaubaren Kochkünsten gesegnet - zu allem Überfluss von seiner langjährigen Freundin verlassen wird. Der Wirt ist verzweifelt.

Wer soll nun seine Arbeiten erledigen, wer den Gästen servieren? Da erscheint es wie eine Fügung, dass Angelo, ein junger Italiener, auftaucht.

Passend besetzt oder auf den Leib geschrieben?

Beim Zuschauen und Genießen der turbulenten Szenen, die darauf folgen, konnte sich die Frage aufdrängen, ob Regisseur Beisel die Darstellerinnen und Darsteller für die passenden Rollen einsetzte oder ob die Theaterautorin ihre Rollen für die Personen schrieb. Ohne Ausnahme wurde Schauspielkunst der Extraklasse geboten.

Am Ende bliebt eine letzte Frage: ob und wie viel Arbeit die Souffleuse Simone Beisel hatte. Bemerkt wurde ihr Wirken auf alle Fälle nicht, was für die Bühnenakteure, aber auch die „Einflüsterin“ spricht. Selbst wenn es einen Stocker gegeben hätte – der Begeisterung des Publikums hätte dies keinen Abbruch getan.

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