Sommer-GAME in Meßstetten
: Wo Ferienkinder das Weltall erobern

Beim Sommer-GAME in Meßstetten fliegen 48 junge Teilnehmer diesmal zu den Sternen, fahren ins Planetarium, wandern auf dem Planetenweg und erkunden den Nachthimmel.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
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Das kleine der Teleskope, das ihnen den Blick zu den Sternen ermöglicht, haben die GAME-Kinder in Meßstetten schon ausprobiert. Außerdem fahren sie ins Planetarium und zum Planetenweg.

Karina Eyrich

Ausgebucht ist das Sommer-GAME – das Kürzel steht für „Gruppen-Angebote in Meßstetten“, das am Montag begonnen hat – die Ferienbetreuung für Kinder jener Eltern, die nicht die ganzen Sommerferien über Urlaub nehmen können.

48 Kinder brechen auf zu den Sternen, denn das Motto lautet: „Willkommen im Weltraum“. Dabei hätten die Kinder – viele von ihnen sind Stammgäste bei den GAME-Ferienbetreuungen – ein Mitspracherecht, erklären Christina Müller und Daniel Klapper vom Diasporahaus Bietenhausen, die zusammen mit Ina Kästle-Müller und Melanie Liedtke das vierköpfige Leitungsteam bilden. Vier weitere Hauptamtliche absolvieren im Diasporahaus ein Freiwilliges Soziales Jahr, acht Jugendliche sind als ehrenamtliche Helfer dabei, und die Leiter freut es, dass nicht selten ehemalige Ferienkinder als Betreuer weitermachen, wenn sie dem GAME-Kind-Alter entwachsen sind.

Ratz-fatz ausgebucht

Dass die GAMEs immer binnen eines Tages ausgebucht sind – an Ostern waren sie sogar überbucht – liegt an dem tollen und abwechslungsreichen Programm: Nach dem ersten Tag, den die Kinder mit Spielen, Basteln und Sport auf dem Gelände der Grundschule im Wohngebiet Bueloch verbracht haben, fahren sie gleich am zweiten ins Planetarium nach Stuttgart, um optisch rundum einzutauchen in den Weltraum, in dem sich nicht wenige schon richtig gut auskennen. Die Eselsbrücke „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“ für die Reihenfolge der Planeten – Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – haben etliche Kinder drauf und wissen sogar, dass Pluto 2016 als Zwergplanet eingestuft wurde und rausgeflogen ist.

Nur mal testen: Die Sterne sehen die Kinder durch das Teleskop erst in der Nacht.

Foto: Karina Eyrich

Besonders gut kennt sich Florian Leypoldt aus: „Früher habe ich viele Dokumentationen übers Weltall angeschaut“, berichtet der Elfjährige, als wäre er schon steinalt. Früher? „Mit sechs oder sieben“, fügt er hinzu. Die Bücher zum Thema, die er damals geschenkt bekam, bringt er außerdem zum GAME mit, damit alle die faszinierende Welt der Galaxis erkunden können.

Was sie natürlich auch mit Teleskopen tun, die das Team besorgt hat – zusätzlich zu den technischen Geräten, die das Kreismedienzentrum den Kindern ausleiht. „Im Tun lernen die Kinder recht schnell, damit umzugehen“, sagt Klapper und freut sich schon darauf, mit einem Teil der Kinder am Donnerstag, vor der gemeinsamen Übernachtung im Jugendhaus, den Nachthimmel zu erkunden. Vorher vermehren die Kinder beim Stationenlauf ihr Wissen über die Planeten und müssen Aufgaben lösen. Nächste Woche erkunden sie den Planetenweg in Pfullendorf, spielen und grillen im Seepark, und am vorletzten Tag geht es nach Allensbach in den Wild- und Freizeitpark. GAME-Kinder kommen herum.

Ein Souvenir muss praktisch sein

Außerdem bekommen sie immer ein Souvenir – diesmal eine Trinkflasche in der ersten und ein T-Shirt mit neuem GAME-Logo in der zweiten Woche. Dafür dürften sie ebenso Vorschläge machen wie für das jeweilige Motto, berichtet Christina Müller.

Es geht also ziemlich demokratisch zu beim GAME – und das hat Methode, wie Müller und Klapper betonen: „Wir versuchen, die Kinder einzubinden und dazu zu motivieren, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Klapper. „Die Kinder geben uns außerdem immer Rückmeldung, was sie machen und welche Themen sie aufgreifen wollen.“ Diesmal fliegen sie zu den Sternen.

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