Rezept-Serie „Urlaub auf dem Teller“: Schnitzel in Wien, Nockerl in Salzburg und eine Jause auf den Bergen

Eine Kaspressknödelsuppe lässt sich hervorragend vorbereiten und auch noch später verspeisen oder einfrieren. Kaspressknödel sind als Suppeneinlage nicht nur eine Vorspeise, sondern können auch mit einem Salat als Hauptmahlzeit gereicht werden.
Vera Bender- Reisebericht stellt österreichische Küche vor – Fokus auf Kaspressknödelsuppe.
- Österreich bietet Berge, Seen und viele Freizeitangebote für Familien.
- All-Inklusive-Karten ermöglichen freien Eintritt zu über 100 Attraktionen.
- Jausenhütten servieren regionale Speisen wie Jause, Schnitzel und Nockerl.
- Rezept: Kaspressknödel wie Semmelknödel, dann in Butter braten und in Brühe servieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fast in keinem anderen Land kann man so kalorienreich schlemmen und diese zugeführten Kalorien auch gleich wieder auf atemberaubende Weise abtrainieren. Die Rede ist vom Nachbarland Österreich mit seinen köstlichen Mehlspeisen und deftigen Gerichten, aber auch mit alpinen Weitblicken und landschaftlich grandiosen Wanderwegen. Es ist ein Land des Genusses, der Natur und der sportlichen Möglichkeiten – ob Paragliding mit Start auf einem der Berge im Salzburger Land, Wassersport auf einem der vielen Seen in Kärnten, Skifahren im Vorarlberg, Bergsteigen in Tirol oder noch vieles mehr in einem der neun Bundesländer Österreichs.
Hunderte Freizeitattraktionen inklusive
Wer mit der gesamten Familie im Land von Kaiserin Sissi und Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart Urlaub verbringt, dem stehen quasi alle Möglichkeiten offen. Viele kleine und große Museen, Bäder, Minigolfanlagen und andere Freizeitmöglichkeiten sorgen für Abwechslung im Urlaub. Und fast alle Bundesländer bieten All-Inklusive-Karten ihrer Region an, mit denen man einmal einen Festbetrag für eine bestimmte Anzahl an Tagen bezahlt und dann freien Eintritt zu mehr als 100 Attraktionen erhält. Das lohnt sich für aktive Familien allemal. Denn meist sind Fahrten der vielen Bergbahnen mit inkludiert und das rechnet sich in jedem Fall.

Die Zwölferhornseilbahn am Wolfgangsee war bis zur Modernisierung im Jahr 2020 eine der ältesten in Österreich mit dem Baujahr 1957.
Vera BenderMit einer der inzwischen rar gewordenen Sesselbahnen oder mit einer der vielen Kabinenbahnen in luftige Höhen und wieder ins Tal zu schweben, hat seinen besonderen Reiz. Meist gibt es auf den Mittel- oder Bergstationen bewirtschaftete Hütten, die eigentlich richtigen Restaurants gleichkommen. Obwohl es in kleinen Jausenhütten eigentlich viel uriger ist. Und damit hat man schon das Stichwort Jause. Was im Schwäbischen ein Vesper und mit Sicherheit ebenso lecker ist, das wird in Österreich als Jause gereicht: Ein Holzbrett mit Wurst und Käse, oft vom eigenen Betrieb oder zumindest aus der näheren Region, Essiggürkchen, Tomate, Zwiebeln und Brot. Eigentlich ganz einfach und doch so köstlich, wenn man es, womöglich nach einer Wanderung, auf einem Berg mit fantastischer Aussicht verspeist.
Jedes Bundesland hat seine Spezialität
Ganz wie in unserem Heimatland gibt es auch in Österreich regional unterschiedliche Köstlichkeiten. Bei uns verbindet man beispielsweise den Schweinebraten mit Bayern und die Maultaschen mit dem Schwabenland. So gibt es auch in der Alpenrepublik Besonderheiten wie die Kärtner Kasnudel, das Wiener Schnitzel oder die Salzburger Nockerl. Übrigens ist letzteres eine dieser wunderbaren Mehlspeisen, der schon der verstorbene Schauspieler Peter Alexander eine Hommage mit seinem Lied im Film „Im weißen Rössl“ erwiesen hat. Das weiße Rössl am Wolfgangsee gibt es tatsächlich und man sollte sich unbedingt einen der begehrten Tische auf der überdachten Terrasse am See sichern.
Nicht nur im Hotel Sacher in Wien kann man die berühmte Sachertorte verspeisen. Der Apfelstrudel mundet in Kombination mit Vanilleeis. Dann gibt es noch den Palatschinken, bei dem wir Urlauber nie genau wissen, wie man die Silben genau betont. Mit Schinken hat es nicht viel zu tun, sondern es ist eigentlich ein leckerer Pfannkuchen mit Marmelade oder Nougatcreme. Und den Kaiserschmarrn plant man besser nicht als Nachtisch, sondern als vollständige Mahlzeit ein, so sättigend ist die Mehlspeise.

Luftig-fluffige Salzburger Nockerl lassen das Genießerherz höher schlagen. Sie werden hauptsächlich aus Eiern hergestellt.
Vera BenderÜberhaupt verhält es sich in Österreich wie in Deutschland. Man muss nicht gezwungenermaßen mehrere Gänge ordern – denn oft schafft man kaum das Hauptgericht. Dabei locken auch Suppen wie die Leberknödelsuppe oder die eher in Kärnten bekannte Kaspressknödelsuppe. Nach deren Genuss schafft man nicht mal mehr eine Jausenplatte, weshalb es sich manchmal anbietet, diese mit dem Partner zu teilen. Es ist weniger die Raffinesse in der Zubereitung von Speisen, sondern im Grunde die Regionalität und damit Frische der verwendeten Lebensmittel, die das Essen im Nachbarland so schmackhaft machen. Wer jetzt endgültig Hunger bekommen hat, kann ja gleich mal das Rezept für Kaspressknödel(suppe) ausprobieren.
Rezept für Kaspressknödel(suppe)
Kaspressknödel lassen sich eigentlich recht einfach und in größerer Menge herstellen. Sie werden ähnlich wie Semmelknödel zubereitet und zum Schluss in einer Pfanne in etwas Butter ausgebraten. Dann kann man sie einige Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren, um sie später nur noch in einer schmackhaften Brühe aufzuwärmen.
Man nimmt für vier Personen etwa 250 Gramm Knödelbrot oder wahlweise altbackene Brötchen und übergießt es in einer größeren Schüssel mit zirka 250 Millilitern warmer Milch. Dann wird eine Zwiebel in ganz kleine Würfel geschnitten und glasig in einer Pfanne angedünstet. Nun zerhackt man etwas Petersilie und reibt etwa 200 Gramm kräftigen Bergkäse. Nun kommt alles gemeinsam mit zwei bis drei Eiern zum eingeweichten Knödelbrot in die Schüssel, wo die Masse gut vermischt und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abgeschmeckt wird. Wenn es zu weich ist, dann gibt man einfach noch mehr Knödelbrot oder Semmelbrösel hinzu, bevor man Knödel formt, die anschließend wie Frikadellen plattgedrückt werden. Diese brät man dann auf beiden Seiten kurz an.

Einen Kaiserschmarrn isst eigentlich jeder gerne. Auf den Hütten in den Bergen Österreichs schmeckt er gleich nochmal so gut.
Vera Bender