Ortschaftsrat Laufen: „Sprachlich bin ich noch immer sehr norddeutsch“

Laufens Ortsvorsteher Peter Landenberger dankte Martin Frohme (rechts) mit einem speziellen Fläschchen Wein für dessen langjährige Arbeit.
Sabine KappeEine kleine Laudatio auf den langjährigen Laufener SPD-Gemeinderat Martin Frohme hielt Ortsvorsteher Peter Landenberger in der Sitzung des Laufener Ortschaftsrats. Frohme wird das Albstädter Gremium verlassen.
Immerhin 45 Jahre lang hatte Frohme dem Gemeinderat angehört und die Belange von Laufen dort vertreten: „Als du am 1. April 1974 nach Laufen an der Eyach gezogen bist, dachtest du wahrscheinlich nicht, dass dir hier ein besonderer Teil der Dorf-Geschichte bevorsteht“, sagte Landenberger.
Frohme, der schon damals einen ausgeprägten Sinn für die Sozialdemokratie gehabt habe, sei stets voller Tatendrang gewesen. Im Juni 1980 wurde er in den Gemeinde- und den Ortschaftsrat. Für den jungen „Reingschmeckten“ habe er ein beachtliches Ergebnis erzielt, so Landenberger.
Themen von B 463 bis Papierfabrik
Viele heiße Themen wurden seither diskutiert. Landenberger erinnerte unter anderem an den Neubau der Bundesstraße 463 mit der Ortsumgehung von Laufen-Lautlingen, die Schaffung einer zusätzlichen Nord-Süd-Verbindung mit dem Ausbau der Steinstraße und die Erneuerung der Eisenbahnbrücke sowie die Bebauungspläne Buchenäcker und Geißwinkel, den Abriss der ehemaligen Papierfabrik, die Verlegung der 110-Kilovolt-Leitung und natürlich den Bau des Tunnels.
Im Jahr 2009 schied Frohme aus dem Ortschaftsrat aus, stand dem Gremium aber mit seinem umfangreichen Wissen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. „Dein ehrenamtliches Engagement bleiben für uns unbezahlbar“, fasste es Ortsvorsteher Landenberger zusammen.
Er dankte Martin Frohme mit einem speziellen Fläschchen Wein für dessen langjährige Arbeit und die enge Verbundenheit mit dem Laufener Gremium. Inzwischen, sagte der Geehrte selbst und schmunzelte, fühle er sich als „richtiger“ Laufener. Jedoch mit einer kleinen Einschränkung: „Sprachlich bin ich aber noch immer sehr norddeutsch verhaftet.“