Neujahresempfang in Margrethausen
: Ortsvorsteher Bolkart beschwört den Gemeinsinn

Zum 21. Neujahrsempfang in Margrethausen hatten Ortsvorsteher Thomas Bolkart und sein Ortschaftsrat in die Festhalle Margrethausen eingeladen – und die Resonanz darauf war groß.
Von
Hans Raab
Oberndorf
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Sangen gemeinsam das Albstadtlied: die Besucher des Neujahrsempfangs in der Margrethausener Festhalle.

Raab

Albstadt-Margrethausen - Es war durchaus nicht nur ein Pflichttermin; das wurde schnell klar, als das Albstadtlied "Die Alb ist herb und doch so schön zu jeder Jahreszeit, das Schmiecha- und das Eyachtal die Albstadt heut’ vereint" erklang. Ortsvorsteher Thomas Bolkart sprach die Gäste denn auch als "Hauptpersonen" an.

Einige davon begrüßte er anschließend namentlich: den Ersten Bürgermeister Udo Hollauer sowie Roland Tralmer, den Chef der CDU-Gemeinderatsfraktion, deren Kandidatur fürs Amt des Oberbürgermeisters nicht unerwähnt blieb, dazu die Ortsvorsteherkollegen Heiko-Peter Melle aus Lautlingen, Jürgen Kurz aus Onstmettingen, Peter Landenberger aus Laufen und Johannes Burkhardt aus Burgfelden und sowie den eigenen Amtsvorgänger Peter Katona, etliche Kreis- und Stadträte sowie die Verantwortlichen der Margrethausener Vereine, der Feuerwehr, der Kirchen und des DRK. Wie schon vor zwei Jahren zitierte Bolkart Erwin Ringel mit den Worten "In einer echten Gemeinschaft wird aus vielen Ichs ein Wir" und rief die Vertreter von Gemeinde, Vereinen und Kirchen zu gemeinsamem Handeln auf: "So können wir viel erreichen."

Vielleicht ist ein kleines Baugebiet drin

Dem pflichtete danach Udo Hollauer bei: Auch und gerade in Zeiten von Corona, Ukrainekrieg, Energiekrise und Inflation gelte es füreinander einzustehen und zusammenzuhalten. Trotz aller Probleme sei das zurückliegende Jahr für Albstadt ein erfolgreiches gewesen – nicht zuletzt dank dem Engagement der ehrenamtlich Tätigen – und auch ins neue Jahr gehe die Stadt mit etlichen konkreten Plänen und Vorhaben; vor allem in die Bildung solle investiert werden. An Maßnahmen, die Margrethausen direkt betreffen, erwähnte Hollauer den Bau zwei Wohnhäuser auf dem Gelände des abgerissenen Hauses in der Steigstraße, den Ausbau des Spielplatzes an der Hafnergasse – zumindest ein erster Bauabschnitt sei für 2023 vorgesehen – und die Baugrunduntersuchungen im Bereich "Alte Mühle", die sich allerdings über längere Zeit hinziehen würden. Auch Ansätze zur Realisierung eines kleinen innerörtlichen Baugebietes zeichneten sich ab – man sehe, im Rathaus Albstadt werde kein Ortsteil vergessen.

Bis zur 1000 ist noch Luft

Die Margrethausener haben’s vernommen – und werden, wie Thomas Bolkart augenzwinkernd anmerkte, genau verfolgen, ob es der Stadt mit ihren Versprechen ernst sei. Bolkart selbst dürfte noch eine Weile auf diesem Beobachterposten bleiben, denn er hat ja angekündigt, erst aus dem Amt zu scheiden, wenn die Einwohnerzahl von Margrethausen vierstellig geworden ist. Trotz eines leichten Anstiegs ist da noch Luft nach oben: Gegenwärtig zählt Margrethausen 963 Menschen, immerhin haben 2022 acht Kinder das Licht der Welt erblickt. Für die Neugeborenen des Jahres 2023 hat Melanie Butz einen Schutzengel aus Wolle geschaffen.

Dank für die Hilfsbereitschaft

In der anschließenden Bilderschau erinnerte Thomas Bolkart an die wichtigsten Ereignisse und Veranstaltungen, etwa die aktive Beteiligung der Kinder an der Planung für den Spielplatz Hafnergasse, den Albstädter Baumkreis, den Tag des Offenen Klosters samt Verkauf des "Kloschdr Fläschles" sowie Bürgerstammtisch und Seniorentag. Als vorbildlich bezeichnete der Ortsvorsteher die Hilfsbereitschaft beim Großbrand an Weihnachten und dankte abschließend allen ehrenamtlich Engagierten im Ort.

Mit 99 ist Emma Schairer die Älteste

Besonders erwähnt wurden dabei Erika Gscheidle, die jahrelang die Kneippanlage gepflegt hat und diese Aufgabe nun abgibt, Walter Spengler, der unlängst vom Deutschen Städtetag für 50 Jahre Tätigkeit in der Kommunalpolitik geehrt worden ist, und Emma Schairer, mit 99 Jahren älteste Einwohnerin im Dorf – trotz ihres Alters war sie persönlich erschienen. Nicht zu vergessen: der Musikverein, der nicht nur diesen Neujahrsempfang, sondern noch viele andere Feierlichkeiten im Ort, von der Fronleichnamsprozession bis zum Volkstrauertag und der Dorfweihnacht, musikalisch umrahmt habe.

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