Musikverein Frohnstetten: Verein steht am Scheideweg

Die Geehrten zusammen mit dem Vorsitzenden des Kreismusikverbands Sigmaringen, Jörg Burkhart
Karl-Peter NeuschTrotz schwerwiegender personeller Probleme ist es dem Musikverein Frohnstetten zumindest im zurückliegenden Jahr dank des Einsatzes vor allem der Vorstandsmitglieder gelungen, die zahlreichen Auftritte mit guter musikalischer Qualität zu absolvieren. Dennoch, das wurde vor allem im Bericht des Vorsitzenden Konrad Glattes deutlich, steht der Verein an einem Scheideweg.
Damit auch in Zukunft der Verein als wichtiger Kulturträger im Dorf erhalten bleibt, muss sich nach Überzeugung des Vorsitzenden einiges ändern. Schon seit längerem könne die Musikkapelle aufgrund von Personalproblemen wichtige Register wie das Schlagwerk nicht mehr oder nur noch unzureichend mit eigenem Personal besetzen und sei bei Auftritten stets auf die Unterstützung von Gastmusikern angewiesen.
Diese unbefriedigende Situation schlage sich zunehmend in einer rückläufigen Probenmotivation, bei der Pünktlichkeit und generell in einer gewissen Gleichgültigkeit bei der Wahrnehmung von Auftrittsterminen nieder. Insgesamt zähle die Kapelle auf dem Papier noch 32 aktive Musikerinnen und Musiker.
Noch 32 Musiker – auf dem Papier
Obwohl auch er die personellen Probleme durchaus sieht und lieber aus dem Vollen schöpfen würde, bescheinigte Dirigent Paul Maier dem aktuellen Stammpersonal eine gute musikalische Qualität. Diese habe die Kapelle vor allem beim erfolgreichen Jahreskonzert unter Beweis gestellt.
Finanziell verlief das Vereinsjahr wiederum nicht ganz optimal, wie dem Kassenbericht von Sandra Weimer zu entnehmen war. Vor allem hohe Ausgaben für Instrumentenbeschaffungen und Reparaturen, bei gleichzeitig geringeren Einnahmen durch Veranstaltungen, bescherten dem Verein ein leichtes Minus in der Bilanz. Das sollte aber angesichts des satten Rücklagenpolsters keinen Anlass zur Sorge geben.
Der vorgeschlagenen Satzungsänderung, mit der die Gemeinnützigkeit des Vereins weiterhin sichergestellt ist, wurde nach längerer Diskussion zugestimmt.