Museum für Volkskunst Meßstetten
: Sonderausstellung zeigt faszinierende Glasarbeiten

Im Meßstetter Museum für Volkskunst eröffnet am Samstag, 13. September, die neue Sonderausstellung „Faszination Glas“.
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(red/pm)
Oberndorf
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Wie vielfältig Glas in Alltag und Kunst ist, zeigt die neue Ausstellung „Faszination Glas“, die von Samstag, 13. September, an im Meßstetter Museum für Volkskunst zu sehen ist.

Stadt Messstetten/Volker Bitzer

Im Meßstetter Museum für Volkskunst startet am Samstag, 13. September, eine neue Sonderausstellung mit dem Titel „Faszination Glas: Aus der Erde – durchs Feuer – ans Licht“. Die Vernissage beginnt um 18 Uhr.

Vorab machte sich Bürgermeister Frank Schroft bei einem Besuch ein Bild von der Vielfalt der transparenten und leuchtenden Exponate, die bis zum 9. November zu sehen sind.

Glas ist einer der ältesten Begleiter des Menschen, dessen Ursprünge sogar bis ins fünfte Jahrtausend vor Christi zurückreichen. Zunächst als Abfallprodukt bei der Glasur entstanden, wird es spätestens seit der Hochzeit der alten Kulturen von Ägypten und Mesopotamien als dienlicher Gebrauchsgegenstand genutzt. Aus ihm werden aber nicht nur Trinkgläser, Flaschen, Krüge oder andere Behältnisse für den Alltag geformt, sondern auch Kunstgegenstände, bei denen die Funktionalität zugunsten purer Dekoration oder ästhetischer Identität in den Hintergrund rückt oder gar gänzlich fehlt. Fenster, Spiegel, Vasen, Flaschen erzählen Geschichten von Handwerk fast aller Epochen, spiegeln Geduld und Feingefühl wider.

Glas in der Kunst

In der Kunst zeigt es Facetten der Seele – geschliffene Kristalle, filigrane Skulpturen, farbige Glasmalerei. Glas verbindet Zweck und Poesie, Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Zukunft. All das ist auch im Museum für Volkskunst in Meßstetten erlebbar, wenn am Samstag, 13. September, die neue Sonderausstellung öffnet.

Museumsleiterin Klara Singel hat Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft bereits Einblicke in die neue Ausstellung gewährt.

Foto: Stadt Messstetten/Volker Bitzer

Laut einer Pressemitteilung der Stadt Meßstetten können Besucher Glas in all seinen Facetten und aus vielerlei Epochen entdecken. Jede Ära trägt auch bei der Glasherstellung oder Glaskunst ihre ganz eigene Handschrift. Museumsleiterin Klara Stingel, die bei der Eröffnung in die Ausstellung einführen wird, sie erzählt dazu: Die beeindruckende Vielfalt der gezeigten Stilgläser-Sammlung der Jahre 1900-1910 ist entstanden durch die Konkurrenz der großen Glasmachermanufakturen wie Lötz und Josephinenhütte in Schlesien, Theresienthal im bayerischen Wald, Freiherr von Poischinger im bayerischer Wald oder Lobmeyr in Wien. So genanntes Überfangglas, hergestellt in erstaunlichen Techniken sind unter anderem die Tangogläser aus den 1920er-Jahren, diverse Muranogläser und irisierende Gläser. An den geschliffenen Rubin- und Bleikristallgläsern aus Böhmen zeige sich die hohe Kunst des Glasblasens, -schleifens und - färbens der Glasmacher.

Objekte namhafter Künstler

Glas-Objekte von namhaften Künstlern wie Borislav Sipek (Tschechien), Izabel Lam (USA) und Wilhelm Wagenfeld (Deutschland) sind im Erdgeschoss zu bestaunen. Grünlich strahlendes Uranglas, bemalte und emaillierte Objekte, Gläser aus den 1950er- und 1960er-Jahren sowie eine Sammlung von Flacons deren Glasstöpsel von Salvator Dali, Andy Warhol, Cartier und anderen weltbekannten Künstlern geschaffen wurden, haben den Schultes bei seiner Museumsvisite besonders begeistert.

Zehn Leihgeber

Zu verdanken ist die Ausstellung im Meßstetter Museum zehn privaten Leihgebern, die einen Großteil der im Museum ausgestellten Glasobjekte zur Verfügung stellen. Erwähnenswert sind aber auch Warzengläser und handbemalte Gläser um 1800 aus dem eigenen Meßstetter Bestand, ebenso Prunkgläser aus der Biedermeierzeit.

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