Hoher Besuch in Obernheim
: Wie die Kirche der Zukunft aussieht

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will die Kirchengemeinden besser unterstützen – und hat dazu Rückmeldungen im Zuge einer Pastoralvisitation in der Seelsorgeeinheit Heuberg gesammelt. Diskutiert wurde auch die Lage der Kirche in der heutigen Zeit.
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(red/pm)
Oberndorf
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Bei der Pastoralvisitation in Obernheim gab es Zukunftsthemen zu besprechen.

Marion Lebherz

Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Afra setzte sich das Team des Dekanats mit Dekan Pater Augusty Kollamkunnel, Dekanatsreferent Achim Wicker, Diözesanrat Willy Braun und Berthold Stroppel, Leiter des Verwaltungszentrums, mit Pfarrer Safi Powath, Gemeindereferentin Anja Hermle und vielen Kirchengemeinderäten im Pfarrsaal zusammen, um die gegenwärtige Situation der Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit zu erörtern.

Das Dekanat Balingen als Bindeglied zwischen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und deren Seelsorgeeinheiten im Zollernalbkreis fragt bei Pastoralvisitationen vor Ort nach, wie es den Kirchengemeinden geht und leitet das an die Diözesanverwaltung weiter.

Erst die Information – und dann die Reaktion: Gezielte Unterstützung

Diese Rückmeldungen seien wichtig, damit die Diözese die Gemeinden bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Vorhaben besser und gezielter unterstützen kann, so das Dekanat.

Dekan Kollamkunnel und Dekanatsreferent Wicker zeigten sich beeindruckt vom Pastoralbericht der Seelsorgeeinheit Heuberg, bei dem man merke, dass da viel Arbeit drinstecke. Sie dankten den Kirchengemeinderäten für ihre ehrenamtliche Arbeit und ihr Engagement. Besonders angetan war das Dekanatsteam vom gemeinsamen Jugendausschuss in der Seelsorgeeinheit und lobte die Aktivitäten und die Arbeit dieses Gremiums. Die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden sei nicht nur auf der Ebene der Seelsorgeeinheit, sondern auch bei Veranstaltungen in den einzelnen Gemeinden vorbildlich. Berthold Stroppel erwähnte das Engagement der Kindergärten in den Kirchengemeinden in Nusplingen, Obernheim und Unterdigisheim. Vor allem Nusplingen mit insgesamt sechs Gruppen biete überdurchschnittlich viele Betreuungsplätze an.

Klimaneutral bis 2040 – das ist eines der ambitionierten Ziele

Auch die schwierige Situation der Kirche in der heutigen Gesellschaft wurde diskutiert. Anja Hermle bemängelte, dass die Heranwachsenden die Jugendgottesdienste sehr schlecht annähmen. Achim Wicker berichtete von einer im Herbst geplanten Traktor- und Moped-Wallfahrt zum Wallfahrtsort Palmbühl, um dort gezielt Jugendliche anzusprechen.

Zudem wies er auf das diözesanweite Projekt „Räume für eine Kirche der Zukunft“ hin. Ziel ist dabei, den nicht sakralen Gebäudestand in den Kirchengemeinden im Blick auf die sinkende Zahl der Kirchenmitglieder zu optimieren, um ihn zukunftsfähig, nachhaltig und gemeinwohlorientiert zu nutzen – und bis zum Jahr 2040 unter anderem Klimaneutralität zu erreichen.

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