Gymnasium Meßstetten: Bildung, Begegnung und Begeisterung zum 50. Geburtstag

50 Jahre Gymnasium Meßstetten – dieser Anlass wird auch musikalisch gewürdigt.
SengDas Gymnasium Meßstetten hat sein 50-jähriges Bestehen gefeiert – ein Jubiläum, das nicht nur die Geschichte einer Schule würdigte, sondern auch die Menschen, die sie geprägt haben. Unter dem Motto „50 Jahre Bildung auf höchstem Niveau“ wurde ein Fest gestaltet, das in seiner Vielfalt und Herzlichkeit die besondere Atmosphäre der Schule eindrucksvoll widerspiegelte. Das schreibt das Gymnasium in einer Mitteilung.
Was bedeuten 50 Jahre Schule?
„Ein halbes Jahrhundert Schulgeschichte ist mehr als eine Zahl. Es ist ein kollektives Gedächtnis aus Erinnerungen, Begegnungen, Erfolgen und Herausforderungen“, heißt es. Für viele sei die Schulzeit ein prägender Lebensabschnitt – ein Ort des Lernens, aber auch des Lachens, der Freundschaften, der ersten Schritte ins Erwachsenwerden. „Schule ist mehr als ein Ort. Sie ist ein Lebensraum. Und 50 Jahre Gymnasium Meßstetten bedeuten: 50 Jahre gelebte Bildung, 50 Jahre Gemeinschaft, 50 Jahre Geschichten.“
Feierlicher Festakt mit Tiefgang und Humor
„Der Tag der Feierlichkeiten begann mit einem Festakt in der voll besetzten Halle, bei dem zahlreiche Gäste aus Politik, Bildung und Gesellschaft ihre Glückwünsche überbrachten“, heißt es weiter. Neben der Abteilungspräsidentin Susanne Pacher, Bürgermeister Frank Schroft und Räten der Stadt, den Schulleitern der umliegenden Schulen, Partnern der Schule waren vor allem zahlreiche aktive Mitglieder der Schulgemeinschaft und insbesondere Ehemalige der Schule mit ihren Familien gekommen.
Ein Rückblick mit Herz, Humor und Haltung
„Ein Höhepunkt des Festakts war die Rede von Norbert Kantimm, der mit großer Souveränität, feinem Humor und spürbarer Leidenschaft die Geschichte des Gymnasiums Meßstetten Revue passieren ließ.“ Seine Worte seien nicht nur ein Rückblick gewesen, sondern auch ein Ausblick – und vor allem ein liebevolles Porträt einer Schule, die in fünf Jahrzehnten viel erlebt und bewegt habe. „Wenn ich hier in der Halle frage, ob man mit 50 jung oder alt ist, so kann man sich die Bandbreite der Antworten vorstellen“, begann Kantimm. „Wird man als Schule 50, ist die Antwort eindeutig: Wir sind jung und dynamisch, im besten Alter – und so fühlen und präsentieren wir uns auch.“
Er zeichnete die Entwicklung der Schule von der Gründung 1975 mit 153 Schülerinnen und Schülern, sieben Lehrkräften und einer Vision bis zur heutigen modernen Bildungseinrichtung mit über 280 Lernenden.
Besonders eindrucksvoll war sein Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung der Schule: Kantimm erinnerte an den Schweigemarsch gegen Fremdenfeindlichkeit 1993, die Integration Geflüchteter seit 2015 und die Aufnahme ukrainischer Kinder in Vorbereitungsklassen ab 2022. „Das ist praktizierte Integration“, sagte er.
Mit einem Augenzwinkern sprach er über die „Klebekraft“ der Schule – Kolleginnen und Kollegen, die eigentlich nur ein Jahr bleiben wollten und Jahrzehnte blieben. „Das GymMe hat eine hohe Klebekraft, die man frei mit Bodenhaftung oder Bodenständigkeit gleichsetzen kann“, so Kantimm.
Auch die Leistungsbilanz könne sich sehen lassen: „ Die Abischnitte der letzten vier Jahre lagen alle zwischen 2,06 und 2,11 – sensationell!“
Was die Schule ausmacht
Was die Schule ausmache? „Unsere überschaubare Größe, die familiäre Atmosphäre und glühende Leidenschaft, unglaublich angenehme Schülerinnen und Schüler“, zählte Kantimm unter anderem auf. Das Wichtigste aber: „Unser Schulklima, in dem Bildung nicht nur vermittelt, sondern gelebt wird.“
Es folgten weitere Grußworte, unter anderem von Regierungsschulpräsidentin Susanne Pacher. Bürgermeister Frank Schroft betonte die enge Verbindung zwischen Stadt und Schule. Ronny Brähmig, stellvertretender Vorsitzender des Elternbeirats, sprach über das vertrauensvolle Miteinander zwischen Elternhaus und Schule als eine wesentliche Grundlage für den schulischen Erfolg. Dirk Egger, Vorsitzender des Schulfördervereins, hob das starke Engagement der gesamten Schulgemeinschaft hervor. Schließlich betonte Sandra Lehr als Vertreterin des TSV Meßstetten die langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein.
Die Schülerrede von Ben-Luca Robl – ein Highlight
Ein echtes Highlight sei auch die Schülerrede von Ben-Luca Robl gewesen, der mit pointiertem Humor und ehrlicher Wärme den Schulalltag aus Sicht der Lernenden schilderte. „Seine Worte sorgten für viele Lacher, aber auch für nachdenkliche Momente – und endeten mit einem herzlichen Dank an alle, die Schule zu mehr machen als nur Unterricht.“
Besonders gewürdigt wurden Chorleiterin Birgit Knopp-Merz, Abiturient Moritz Neher für seinen dauerhaften Einsatz in der Musik, Sekretärin Edelgard Herre für ihren Einsatz sowie die Hausmeister. Für Gänsehaut sorgte zum Abschluss der Auftritt des Projektchors gemeinsam mit den 5. Klassen wieder unter der Leitung von Birgit Knopp-Merz mit dem Lied „We Are The World“.
Offene Schule – ein Nachmittag voller Leben
„Am Nachmittag öffnete sich das Schulhaus für Besucher – und es wurde voll.“ Schon beim Betreten der Aula sei zu spüren gewesen: Dieser Tag war etwas Besonderes – Stimmengewirr, Umarmungen, Kinderlachen und der Duft von Kaffee und Kuchen. „Ehemalige trafen auf ihre früheren Lehrerinnen und Lehrer, Eltern auf alte Bekannte, und viele nutzten die Gelegenheit, um in alten Jahrbüchern zu blättern, durch die Gänge zu schlendern.“