Gemeinderat Bitz: Straßenlaternen werden auf LED umgestellt

Von 2026 bis 2028 soll die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Bitz erfolgen.
Ulrike ZimmermannIm Juli 2023 hatte der Gemeinderat in Bitz beschlossen, bis 2028 jährlich 70 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um die komplette Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technologie umzustellen und beantragte Fördergelder beim Projektträger „Zukunft Umwelt Gesellschaft“.
Der umfangreiche Zuschussantrag wurde 2023 von den Stadtwerken Villingen-Schwenningen gestellt. Ein weiterer Antrag für einen dritten Teilabschnitt folgt.
Im September 2025 ging die Bewilligung für die ersten beiden Teilbereiche für 345 Leuchten ein. Die Kosten für die Umstellung belaufen sich auf circa. 173 000 Euro. Der Zuschuss für die beiden Teilbereiche beläuft sich insgesamt auf 69 200 Euro.
Haushaltsvorbehalt für 2027
Der dritte Teilbereich mit nochmals 286 Leuchten würde dann circa 145 000 Euro kosten und könnte im Jahr 2027 durchgeführt werden, falls der Haushalt dies zulässt. Es wären dann alle Leuchten auf LED-Technik umgestellt. Der Zuschuss hierfür würde circa 58 000 Euro betragen.
Kai-Uwe Huonker, Projektentwickler bei den Stadtwerken VS, stellte die geplanten Maßnahmen in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Detail vor. Dank der energieeffizienten Leuchtmittel werde sich der Stromverbrauch der Straßenleuchten und somit auch der CO2-Ausstoß erheblich verringern. Dabei müsse sich die Umstellung, so Huonker, in einem Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Verkehrssicherung, Sicherheit der Bürger und Energieeffizienz bewegen. Deshalb sei das richtige Licht zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu beachten, damit es überall „clever hell“ wird.
Ein wichtiger Aspekt der Beleuchtungstechnologie ist das Verkehrsaufkommen. Durch Dimmung der LED-Lampen kann die Beleuchtungsintensität an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Beispielsweise kann in Zeiten mit geringem Fußgängerverkehr die Helligkeit reduziert werden, um die Lichtverschmutzung zu minimieren. Wann die Leuchten ihre Leistung automatisch herabsetzen, hänge von der Verkehrsfrequenz und der Jahreszeit ab. Da die Nächte im Sommer kürzer sind als im Winter, würden die Leuchten zu dieser Jahreszeit unter Umständen gar nicht auf hundertprozentiger Leistung betrieben.
„Großer Batzen“ ist so besser zu bewältigen
Gemeinderat Björn Schiefer hätte am liebsten gleich alle drei Teilabschnitte auf einmal in Angriff genommen. Nach kurzer Rücksprache mit Kämmerer Alexander Hersam über die Haushaltsituation blieb Bürgermeisterin Raphaela Gonser jedoch bei der geplanten Aufteilung. Damit sei der „große Batzen“ an Finanzmitteln von der Kommune besser zu bewältigen.
Der Gemeinderat erteilte einstimmig den Stadtwerken VS den Auftrag zur Ausschreibung der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik zu einem Planungshonorar von 15 000 Euro. Die Leuchten für die Nebenstraßen sollen so ausgeführt werden, dass sie in einem bestimmten Zeitfenster gedimmt werden können.
Im Sommer 2026 könnte begonnen werden. Die Kosten der Gemeinde für die ersten beiden Teilabschnitten liegen bei auf 118 800 Euro.