Gasgesellschaft Albstadt Winterlingen: Doch ein kleiner Gewinn am Ende

Gasleitungen werden bei der Gasgesellschaft Albstadt Winterlingen in den kommenden Jahren nicht mehr ausgebaut.
dpa- Gasgesellschaft Albstadt Winterlingen meldet einen Jahresüberschuss von 64.454 Euro.
- Die Hälfte wird reinvestiert, der Rest geht an Albstadtwerke und Winterlingen im Verhältnis 60:40.
- Winterlingen erhält 12.890 Euro – der Gemeinderat stimmte der Verwendung des Überschusses zu.
- Ausbau des Gasnetzes ist seit Jahren gestoppt, das Geschäftsmodell gilt langfristig als endlich.
- Gemeinderat Roland Heck erwartet deutliche Veränderungen in den nächsten zehn Jahren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Normalerweise war der Beteiligungsbericht zur Ferngasgesellschaft Albstadt Winterlingen in den vergangenen Jahren kein Grund zur Freude bei den Gemeinderäten von Winterlingen. Im Vorjahr etwa fuhr die Firma einen Jahresverlust von knapp 60.000 Euro ein. Jetzt war es wieder soweit und Kämmerer Bodo Erath stellte den Beteiligungsbericht vor. Dieses Mal erfreulicherweise mit einem positiven Ergebnis: Ein Jahresüberschuss in Höhe von 64.454 Euro steht zu Buche. „Wir nehmen das fast mit freudiger Erregung hin“, frohlockte der Winterlinger Kämmerer förmlich über den kleinen Gewinn.
Auch nach Winterlingen fließt Kohle
Die Hälfte des Gewinns wird im folgenden Jahr direkt verwendet, die andere wird an die beiden Gesellschafter, also die Albstadtwerke und die Gemeinde Winterlingen ausgeschüttet. Und das im Verhältnis von 60:40 – sprich: Für Winterlingen bleiben 12.890 Euro übrig. Im Beteiligungsbericht heißt es wörtlich: „Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.“ Die Verpachtung des Netzes und die Betriebsführung durch die Albstadtwerke würden sich trotz der steigenden Aufgaben aus Regulierung, Gesetzen und Verordnungen für ein Energieversorgungsunternehmen mit der Größe der Gasgesellschaft als optimaler Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Professionalität erweisen, heißt es weiter. Doch auf lange Sicht ist das Geschäftsmodell mit fossilen Energieträgern eben endlich.
Die Freude wird weniger
Das sah auch Gemeinderat Roland Heck so: „Die Freude an dieser Gasgesellschaft wird über die Jahre immer weniger werden“, prognostizierte er. Schon vor Jahren habe man den Ausbau des Gasnetzes gestoppt, berichtet Heck, der selbst auch im Kontrollgremium der Gesellschaft sitzt und meint: „Das wird zu Ende gehen. In zehn Jahren wird sich da viel ändern.“ Man werde sich in den folgenden Jahren überlegen müssen, was Sinn mache mit der Gasgesellschaft. Der Gemeinderat nahm den Bericht am Ende zur Kenntnis und stimmte auch der Verwendung des Überschusses zu.

