Flugplatzfest auf dem Degerfeld
: Die Schwäbische Alb von oben sehen

Vor allem am Samstag profitierte der Luftsportverein Degerfeld beim Flugplatzfest vom herrlichen Spätsommerwetter. Alles, was fliegt und fährt, war mit dabei.
Von
Horst Schweizer
Oberndorf
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Zahlreiche Besucher staunten auf dem Degerfeld über die alten Flugzeuge.

Schweizer

Im Vorjahr wollte der LSV Degerfeld seinen runden Geburtstag als „100 Jahre Fliegerei im Raum Albstadt“ begehen. Doch spielte das Wetter überhaupt nicht mit. Ganz anders heuer – wie zuvor über einen langen Zeitraum, als dem Verein am letzten August-Wochenende oftmals herrliches Spätsommerwetter ein treuer Begleiter der Flugplatzfeste war. Selbst auf dem 891 Meter hoch gelegenen Degerfeld zeigte das Thermometer am Samstag 30 Grad an.

Veranstalter sind rundum zufrieden

„Ich bin rundum zufrieden“, sagte am frühen Nachmittag der Vorsitzende Martin Schick und strahlte mit der Sonne um die Wette. „Die 1200 Besucher vom Vorjahr haben wir schon längst übertroffen, es kommen immer weitere Leute dazu.“ Er hoffe, dass sich nach der für die Nacht vorhergesagten Regen- und Kaltfront das Wetter wieder bessert und die Besucher auch am Sonntag in großer Zahl auf das Degerfeld kommen, so auch zum Mittagessen. Zur Frühschoppenzeit spielte die Musikkapelle Bitz auf.

Martin Schick erläuterte, dass sich das im Vorjahr und aktuell ausgearbeitete und konzeptuell umgestellte System mit einer etwas anderen Einteilung bestens bewährt habe. Dazu gehört auch eine Ess- und Trinkmeile. An deren Ständen, ob bei Wertmarken, Eis, Crêpes, Getränken oder roter Wurst, bildeten sich schon früh kleine Warteschlangen.

Drei Bücker-Doppeldecker steigen auf

Derweil lief der Flugbetrieb, den Sebastian Gärtner an beiden Tagen moderierte. Dazu gehörten Vorführungen im Segelflug sowie im Segel- und Motorkunstflug. Drei Bücker-Doppeldecker aus den 1930er-Jahren stiegen auf, sammelten sich in der Luft und präsentierten mit gleicher Geschwindigkeit einen eindrucksvollen Formationsflug am blauen Himmel. Zu den PS-gewaltigen Jagdmaschinen aus dem Zweiten Weltkrieg zählt auch eine North American T28, mit der Guido Voss aufstieg. Andreas Heinz begeisterte im Kunstflug mit einer Extra 300.

Wer selbst einmal die Schwäbische Alb von oben sehen wollte, hatte dazu an beiden Tagen beste Gelegenheit, da mehrere Motorflugzeuge für Rundflüge zur Verfügung standen. Befreundete Luftsportvereine, so Martin Schick, hätten dafür Reiseflugzeuge auf das Degerfeld geschickt. Historische Oldtimer, überwiegend vierrädrige, aller Modelle gaben sich in großer Anzahl wie selten einmal ein Stelldichein. Deren Treffen für alle Liebhaber alter Fahrzeuge ist längst fester Bestandteil des Flugplatzfestes.

Einblicke in die Fahrzeugflotte

Der Luftsportverein mit seinen 250 Mitgliedern und 80 Aktiven gab zudem Einblicke in seine Flugzeugflotte und das faszinierende Hobby mit allen Facetten der Fliegerei. Um eine solche Veranstaltung zu stemmen, waren alle Aktiven in einheitlichen blauen LSV-Shirts im Einsatz. Dazu kamen noch passive und fördernde Mitglieder, die mit Hand anlegten. Zudem unterstützten drei Vereine den LSV bei der Betreuung der Oldtimer, beim Kassieren der Eintrittsgelder und bei der Parkplatzeinweisung.

Auch Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer, der laut Martin Schick selbst sehr flugaffin ist, machte sich beim Rundgang mit Degerfeld-Pressereferent Volker Rath seinen Eindruck von einem gelungenen Flugplatzfest. Dass eine Veranstaltung in dieser Größe ohne die Anwesenheit von Rettungseinheiten nicht möglich ist, versteht sich von selbst. Seit Jahren gehört die Abteilung der Tailfinger Feuerwehr, die auch ihr Tanklöschfahrzeug TLF 3000 präsentierte, ebenso dazu wie die DRK-Bereitschaft Bitz, von der Bereitschaft Burladingen-Ringingen unterstützt.

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