Feuerwehr Albstadt: Kinder und Jugendliche üben Ernstfall – das sind die Bilder

Feuerwehrübung
Jannik Nölke (janö)Die Feuerwehr Albstadt hat am Samstag zu einem Übungs-Marathon der Kinder- und Jugendlichen nach Lautlingen eingeladen. Auf dem Programm standen über fünf Stunden Einsätze am laufenden Band.
Bürgermeister Steve Mall begrüßte neben Stadtbrandmeister Thomas Daus und Stadtjugendwart Tobias Wolfer die Teilnehmer und Besucher – und zeigte sich stolz, so eine große Menge Kinder und Jugendlicher in diesem Ehrenamt in Albstadt zu sehen.
55 Jugendfeuerwehrler und 9 Feuerwehrkinder aus allen Ortsteilen Albstadts waren der Einladung zur Firma mey in Lautlingen gefolgt. Unterstützt wurden sie von den acht Rettern des Jugendrotkreuzes in Tailfingen. Neben rund 200 Besuchern war auch mey-Geschäftsführer Matthias Mey mit seiner Frau vor Ort. Er selbst unterstützt die Arbeit der Jugendfeuerwehr und stellte sein Betriebsgelände zur Verfügung.
Kinderfeuerwehr macht den Auftakt
Den Auftakt für einen Nachmittag voller Rauch und Wasser machte die Kinderfeuerwehr – die kleinsten Retter, die auf den Namen „Alb-Drachen“ hören. Sie zeigten eindrucksvoll, wie sie einen übergroßen Teddybären durch einen Hindernisparcours souverän transportierten. Nicht zu vergessen: Mit Pylonen wurde die Einsatzstelle entsprechend abgesichert. Michael Angele als stellvertretender Stadtbrandmeister und Abteilungskommandant von Lautlingen führt die Gäste durch den Nachmittag und erklärte, was die Zuschauer zu sehen bekamen.
Anschließend mussten die Jugendfeuerwehren ran. Begonnen mit einem Fahrzeugbrand, bei dem zwei Verletzte versorgt und das Fahrzeug gelöscht werden musste, zeigten die jüngsten Jugendlichen ihr Können. Koordiniert bauten sie den Löschangriff auf und begannen mit drei Strahlrohren das Fahrzeug abzulöschen.
Als zweites Szenario diente ein Gebäudebrand. Auch hier waren noch Personen im Gebäude, die versorgt werden mussten. Die Drehleiter kam zum Einsatz.
Den Abschluss des Tages machte ein besonderer Einsatz
Nach der Pause folgten zwei Einsätze der technischen Hilfeleistung mit den älteren Jugendlichen. Zuerst wurde gezeigt, wie eingeklemmte Menschen gerettet werden können. Das „Heben von schweren Lasten“ wurde demonstriert anhand eines Fahrradfahrers, der unter einem Auto lag und eines Arbeiters unter einem Betonklotz. Mithilfe von Holzkeilen und Luftkissen wurden die Objekte angehoben und die Personen befreit. Anschließend folgte ein Verkehrsunfall, bei dem mit hydraulischem Rettungsgerät – Spreizer und Schere – die Fahrzeuge geöffnet werden mussten. Auch hier zum Schutz der Jugendlichen natürlich in Zusammenarbeit mit aktiven Einsatzkräften.
Den Abschluss des Tages machte ein besonderer Einsatz. Michael Angele kündigte an, dass die „ehemaligen Jugendlichen“ einen echten Brand eines Fahrzeuges löschen würden. Schnell zeigt sich, was gemeint war, denn die Zeit der Jugendfeuerwehr war bei einigen der anrückenden Kräfte bereits Jahrzehnte zurückgelegen. Allesamt waren eher die Altherren-Riege der aktiven Feuerwehrmänner aus Ebingen, teilweise seit 40 Jahren dabei. Sie zeigten, wie sie einen brennenden Kleinwagen löschen und eine Person vom Dach des Firmengebäudes retteten.
Zufriedenheit bei den Verantwortlichen
Die Verantwortlichen waren zufrieden mit dem Übungstag, wenn auch das Wetter etwas besser hätte mitspielen können. Die Übungen verliefen reibungslos und ohne größere Fehler. Und damit die kleineren Fehler – wovon es nicht viele gab – in Zukunft nicht mehr passieren, wird weiter geübt.