Fest im Uhlandsgarten
: Nostalgie in der neuen Klima-Oase in der Neuen Mitte Tailfingen

Ein wunderschönes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements ist am Samstag mit einem bunten Fest gefeiert worden: die Umgestaltung des Uhlandsgartens. Die geht weiter.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
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So bunt wie die Bilder der Kinder im Uhlandsgarten war das Fest nach der Umgestaltung, die freilich noch weiter geht.

Karina Eyrich

Einzig eine Frage ist noch unbeantwortet: Heißt es nun Uhlandgarten oder Uhlandsgarten, wie es an der Fassade der Stadtbücherei im „Haus am Uhlandsgarten“ steht? All jenen, die am Samstag dessen Umgestaltung gefeiert haben, war das herzlich egal.

Sie freuten sich vielmehr über die vorbildliche Initiative des Kulturvereins Tal-Gang-Art, dessen Vorsitzende Susanne Feil von der Idee auf einer Projektskizze bei einer Besprechung vor dem Jubiläumsjahr „50 Jahre Albstadt“ berichtete – und von den Mitstreitern. Zusammen mit Manuela Heider war sie selbst die treibende Kraft gewesen, unterstützt von Axel Mayer, dem Leiter des Stadtplanungsamts, Mathias Stauß von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Nabu, Fabian Kaupp und Thomas Hufnagel, Schülern der Lammerberg-Realschule und Christoph Fischer, der in seiner Schreinerei mit Formbau die Bänke hergestellt hatte, die nun – mal rund, mal gerade – zahlreiche Sitzgelegenheiten bieten, damit alle Generationen sich gerne in der grünen Oase unweit der Neuen Mitte aufhalten.

Die Geräte sind neu

Neu sind außerdem eine Tischtennisplatte, eine Nestschaukel und ein Klettergerüst.

Das Kulturamt der Stadt Albstadt, die Sparkasse Zollernalb, der Gewerbe-, Handels- und Verkehrsverein sowie der Edeka-Markt Koch haben finanziell ebenso zur Aufwertung des Parks beigetragen wie die Albstadtwerke über die Einnahmen aus dem Verkauf von „Albstrom Regio“ – der kleine Aufschlag auf den regulären Strompreis finanziert seit vielen Jahren Naturschutzprojekte in Albstadt.

Wie wichtig es in Zeiten der Klima-Krise sei, in Städten solche grünen und kühlen Oasen zu haben, vergaßen weder Susanne Feil noch Oberbürgermeister Roland Tralmer zu erwähnen. „In Zeiten immer stärkerer Individualisierung sind außerdem solche Projekte, die die Gemeinschaft fördern, besonders wichtig“, betonte die Tal-Gang-Art-Vorsitzende.

Roland Tralmer: „Das ist Ihr Tag!“

„Das ist Ihr Tag!“ rief Roland Tralmer allen zu, die daran mitgearbeitet hätten, dass Tailfingen weiter aufgewertet werde. „Wir haben große Fortschritte gemacht mit der Neuen Mitte, dem Edeka-Markt und seiner Umgebung“, betonte er. Eine Umfrage des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Albstadt habe aber ergeben, dass die Kinder und Jugendlichen sich in Tailfingen „eine Heimat“ wünschten für ein Miteinander aller Generationen. Die Mithilfe der Kinder und Jugendlichen bei der Ideensammlung und der Umsetzung des Projekts hob er deshalb ebenso hervor wie die Schaffenskraft von Susanne Feil und Manuela Heider, die nun sinnvoll eingesetzt werde, nachdem beide ihren Fraktionsvorsitz im Gemeinderat aufgegeben hätten.

„Bitte wiederholen!“

„Ich wünsche mir, dass dieses Fest hier nicht das letzte war, sondern der Auftakt zu einer tollen Reihe“, sagte Tralmer. Und schon nächstes Jahr könnte der Wunsch wahr werden, denn im Herbst geht die Aufwertung weiter mit feinerem Belag, damit der Uhlandsgarten auch mit Rollator besser begehbar ist, einer Boule-Bahn und einem Unterstand, an dessen Bau ebenfalls wieder die Jugendlichen mitarbeiten werden.

Die Stadtkapelle weckt Erinnerungen an früher

Bei der Bewirtung der Gäste, die bis in die Nacht hinein dem Duo „String Killers“ und der vielversprechenden jungen Band „Garbage Supreme“ lauschten, half der Erste Bürgermeister Roland Schmidt, seit Montag im Amt, zwar nicht mit, leistete aber wichtige Hilfe in einem Notfall: Die Kaffeemaschinen hielt nicht so lange durch wie das gut organisierte Helferteam, und Schmidt eilte kurzerhand ins Technische Rathaus, um von dort eine zu bringen.

Einen Hauch Nostalgie verbreitete indes die Jugendkapelle der Stadtkapelle Tailfingen am Nachmittag: Sie hatte früher immer sonntags im Uhlandsgarten ein Platzkonzert gegeben – da wurden, gerade bei den Älteren, viele schöne Erinnerungen wach.

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