Fasnet in Lautlingen
: Der Hannes ist wieder in seinem Fass

Auch in Albstadt ist am Dienstag die Fasnet zu Ende gegangen – eine besonders ausgedehnte, was nicht zuletzt den Vorteil hat, dass die Wartezeit bis zum Beginn der nächsten Saison nicht ganz so lange währt.
Von
Martin Kistner
Oberndorf
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Sportlich: Eine Bonbontüte fliegt beim Lautlinger Umzug vom Wagen „Bauch – Beine – Po“.

Kistner

In Lautlingen war am Dienstagnachmittag der traditionelle Umzug durchs Dorf über die Bühne gegangen. Wie gewohnt war die Bundesstraße 463 dafür zweieinhalb Stunden lang gesperrt; allerdings nahm sich diese Sperrung wesentlich robuster aus als in vergangenen Jahren. Voluminöse Transportfahrzeuge der Firma Korn Recycling hatten aus gegebenem Anlass an strategisch bedeutsamen Punkten Stellung bezogen und sich mit gekippter Ladefläche extrabreit gemacht – da kam keiner mehr durch.

Die Narren ließen es sich nicht verdrießen; nacheinander zogen erst die Bläserinnen und Bläser der Musikkapelle „Frohsinn“ und dann die Hästräger der heimischen Zunft Kübele-Hannes, die „Kindi-Rocker“ des Lautlinger und die Dschungelpflanzen des Laufener Kindergartens aus der Vorderen Gasse in Richtung Turn- und Festhalle.

Den „Hutmachern“ folgt die „Geile Locke“

Ihnen folgten private einheimische und auswärtige Gruppen wie die „Lautlinger Römer“ – mit Obelix! – , der „Schorle Club“ Margrethausen – diesmal ausnahmsweise mit Namenszusatz „Apfel“ – , die „Badeenten“ des Jungen Chores, die „Hutmacher“ aus Margrethausen, hinter ihnen passenderweise die wunderschön ondulierten „Geilen Locken“, der sportliche Wagen „Bauch – Beine – Po“ und die noch junge Freie Mittelalterzunft Albstadt. Nur die „Luzi Hexen“ hatten passen müssen; die Grippe ist in diesem Winter halt doch sehr hartnäckig.

Das Wehklagen war entsetzlich

Die Gestaltung des Restprogramms folgte dem bewährten Muster: Der Musikverein richtete in der Festhalle eine Kinderfasnet aus, die Umzugsgruppen wurden mit kleinen Geschenken für ihre Fantasie und ihren Einsatz belohnt, und ganz zum Schluss kam dann, was kommen musste: Unter großen Wehklagen aller Anwesenden kroch der Kübele-Hannes wieder in sein Fass. Zwei Monate lang hat er Narrenfreiheit gehabt; in zehn darf er wieder raus. Die kommen einem immer sehr lange vor – und gehen dann doch sehr schnell vorbei.

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