DRK-Bergwacht Zollernalb
: Zahl der anspruchsvollen Einsätze steigt weiter

Die DRK-Bergwacht Zollernalb ist im vergangenen Jahr 35-mal alarmiert worden.
Von
Horst Schweizer
Oberndorf
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Mit dem neuen Führungsteam ist die DRK-Bergwacht Zollernalb gut aufgestellt.

Horst Schweizer

Wegen des Führungswechsel und des Abschieds von Edwin Blessing, der die DRK-Bergwacht Zollernalb sieben Jahre lang geleitet hatte, war die Jahresbilanz in der jüngsten Hauptversammlung etwas in den Hintergrund getreten.

Dabei war sie durchaus von Interesse: 35 anspruchsvolle Einsätze hatten die 39 Aktiven zu bewältigen , darunter 19 chirurgische und fünf internistische Notfälle sowie fünf Personensuchen.

Sascha Mey, bisheriger Vize und Nachfolger Blessings, hatte für seinen Rückblick ein etwas anderes Format gewählt als das übliche: Er bat die Leiterinnen und Leiter zum Interview. Christoph Gölz, Technischer Leiter Sommerdienst, und Steffen Weiss vermeldeten über 50 Dienstabende mit durchschnittlich 15 Teilnehmern; Schwerpunkte der Ausbildung waren Bergrettungen im Sommer wie im Winter sowie Rettungsübungen, Höhepunkt des Jahres eine von vorne bis hinten durchgespielte große Übung samt Höhenrettung.

Die DRK-Bergwacht Zollernalb hat Edwin Blessing und Martin Balzer geehrt. Das Bild zeigt sie mit den Vertretern der Hilfsorganisationen und Stadtrat Lambert Maute.

Foto: Schweizer

„Wir wollen die Qualität auch im Umgang mit der Gebirgstrage erhöhen und sie einmal jährlich durchgehen“, erklärte Gölz – jeder solle medizinisch und technisch auf demselben Ausbildungsstand sein. Ein besonderes Geschenk hat die Bergwacht vom Landkreis erhalten: das geländegängige Fahrzeug UTV, das sich mittlerweile bestens bewährt hat.

Hohe Standards in der Notfallmedizin

Notarzt Attila Fazekas berichtete über die Notfallmedizin, deren 34 Einsatzkräfte hohe Standards setzten. Die vier Ärzte der Bereitschaft hätten sich auch bei den Helfern vor Ort des DRK-Ortsverbandes Tailfingen engagiert und seien regelmäßig „draußen“ beim Patienten gewesen.

Über seine Arbeit als Naturschutzwart berichtete Helmut Isenmann, der als Höhepunkt des Jahres den Felsbruch am Plettenberg und den gemeinsamen Einsatz mit der Balinger Höhenrettung bezeichnete. Jugendleiterin Simone Isenmann erstattete über die im März 2023 gegründete Jugendgruppe Bericht, deren sieben Mitglieder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren sich im zweiwöchigen Turnus träfen. Für 2025 ist eine Teilnahme am DRK- Kreisentscheid vorgesehen.

Einblick in die Finanzen gab Kassierer Axel Nufer: Allein für die Ausrüstung seien rund 16 000 Euro investiert worden. Zeit – Helmut Isenmann sprach von 118 Stunden – kostete hingegen ein Wasserschaden in der neuen Bergrettungswache, der sich als Baumangel entpuppte und eine Sperrung des Innenbereichs im Sommer erforderlich machte.

Kyra Jablonak kümmert sich künftig um die Kasse; Stadtrat Lambert Maute übermittelte Grüße der Stadt. Eine besondere Ehre wurde Edwin Blessing zuteil: er wurde mit der Verdienstmedaille der DRK-Bergwacht Württemberg ausgezeichnet und zugleich zum Ehrenmitglied ernannt. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde Martin Balzer geehrt.

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