Benefizkonzert in Albstadt: Stehende Ovationen bei der 2. Albstädter Bach-Nacht

Die 2. Albstädter Bach-Nacht hat für volles Haus in der Heilig-Kreuz-Kirche gesorgt.
Holger Much- Die 2. Albstädter Bach-Nacht füllte Heilig-Kreuz Ebingen und begeisterte das Publikum.
- Benefizkonzert ohne Gagen: Unterstützung gilt dieses Jahr der integrativen Kita LEO.
- Eröffnet wurde mit Bachs Orgel-Präludium in Es-Dur BWV 552 – Leitung: Hans-Jörg Roth.
- Chor und Ensemble überzeugten, Solisten und Instrumentalisten erhielten viel Applaus.
- Nächstes Jahr ist die Bach-Nacht am 24. Juli in der Tailfinger Pauluskirche geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eröffnet wurde die 2. Bach-Nacht mit dem feierlichen Orgel-Präludium in Es-Dur (BWV 552), gespielt von Hans-Peter Merz, dem Kirchenmusiker in Heilig-Kreuz. Die Leitung übernahm Hans-Jörg Roth, Initiator und Moderator der Albstädter Bach-Nacht. Als Benefizkonzert, bei dem alle Mitwirkenden ohne Gage musizieren, unterstützt die Bach-Nacht dieses Jahr die integrative Kita LEO im Truchtelfinger Rossental.
„Johann Sebastian Bachs Musik verbindet Menschen – aus dem Schmiechatal und dem Eyachtal, evangelische und katholische Kirchenchöre.“ Roth hob auch hervor, dass alle Mitwirkenden aus Albstadt kommen oder ihre Wurzeln in Albstadt haben. Das Programm sei noch umfangreicher und mutiger als im Jahr zuvor, denn Hans-Peter Merz, der die musikalische Leitung innehatte, habe sein ganzes „Vitamin B“ eingesetzt, um die Solisten für die gesamte Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (BWV 137) zusammenzutrommeln.
Gut aufgelegte Gesangssolisten
Neben den bestechend gut aufgelegten Gesangssolisten Johannes Petz, Gunnar Schierreich, Patricia Nell, Corina Buckenmayer, Gabriele Merz und Jürgen Staiger waren der große „SchmEyBach-Chor“ und das „SchmEyBach-Ensemble“ in prächtiger Form.
Alle 24 Beiträge des sehr abwechslungsreichen Programms waren einzigartig und gut aufeinander abgestimmt: Streicher des Ebinger Kammerorchesters, das Albstädter Blechbläserensemble, Pauken, Holzbläser von den städtischen Orchestern, die ökumenische Blockflötengruppe sowie die Continuospieler glänzten in den verschiedensten Besetzungen.
Moderator erzählt aus dem Leben von Bach
Brillante solistische Passagen an den Violinen hatten Konzertmeisterin Sibylle Kistermann und Jutta Maute (zusätzlich Blockflöte mit Mirjam Schumacher), Markus Gloksin, Axel Schairer, Karl-Herman „Charly“ Bitzer an den Trompeten und Jonathan Dörrer (Pauken), Gayle Meintel und Sandra Friedrich (Oboen) sowie Bettina Leichtle an der Querflöte. Hervorzuheben ist auch das gekonnte und solide Cellospiel von Friederike Beuchel und Vinzent Schuler – Letzterer bekam für sein Präludium aus der Cello-Suite Nr. 1 besonders begeisterten Beifall. Rudolf Hendel und Bernd Koch teilten sich die anspruchsvollen Continuo-Aufgaben in bewährter und routinierter Manier.
Zwischen den Beiträgen erzählte Roth kurzweilig aus dem Leben des wohl bedeutendsten Komponisten und informierte über die Entstehung der Werke. Zu den besonderen Höhepunkten des Abends zählten auch die festliche Kantate Nr. 137, die zarte Sopran-Arie „Schafe können sicher weiden“, die in allen Stimmen virtuose Tenor-Arie „Ich will nur dir zu Ehren leben“, die Blechbläserversion von „Bist du bei mir“, die tröstliche Arie „Sanfte soll mein Todeskummer“ und der ergreifend festliche Schlusschoral „Nun danket alle Gott“.
Nächster Termin steht schon
Selbst am Ende, kurz nach 23 Uhr, waren die Kirchenbänke noch gut gefüllt, und das Publikum bedankte sich bei den mehr als 80 Ausführenden mit stehenden Ovationen. Nächstes Jahr soll die Bach-Nacht am 24. Juli in der Tailfinger Pauluskirche stattfinden.
