Baugebiet in Hossingen: Platz auf 40 Grundstücken für junge Familien

Am nördlichen Ende von Hossingen soll das neue Baugebiet „Flachsländer“ entstehen.
Stadt Meßstetten/Volker BitzerEtwa 40 Grundstücke sollen dort entstehen. Nach einer positiven Machbarkeitsstudie hat der Technische Ausschuss die Planungsleistungen für „Flachsländer“ in Hossingen vergeben.
In „Pfarrwiesen“ in Heinstetten und „Wasserfuhr“ in Unterdigisheim stehen neue Häuser. „In der Breite“ in Oberdigisheim sind die Grundstücke baureif. In der Kernstadt sind die Bagger seit rund einem halben Jahr in „Loh I“ am Werk, und für das benachbarte „Loh II“-Areal ist das Baulandumlegungsverfahren eingeleitet.
Ebenso kommt beim Baugebiet „Grund/Hülbenwiesen“ in Hartheim nach einem mehr als 20 Jahre andauernden Behördenmarathon nun Bauland in Sicht.
Bezahlbare Baugrundstücke sind das Ziel
Und jetzt rückt das nächste Baugebiet in den Fokus: „Flachsländer“ in Hossingen. Der Ortschaftsrat von Hossingen hatte das Gelände schon länger im Blick, richtig intensiv seit 2021. Ortsvorsteher Thomas Wizemann sagt, dass es ein großes Anliegen sei, jungen Familien eine Zukunft in Hossingen zu schaffen mit bezahlbaren Baugrundstücken.
Das Areal nördlich von Hossingen ist laut einer von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 eine „Potenzialfläche für Siedlungsentwicklung“. Zwei Varianten, nur leicht abgewandelt, präsentierten die Reutlinger Stadtplaner vom Ingenieurbüro Künster in ihrer Machbarkeitsstudie: Auf 2,63 Hektar könnten etwa 40 Baugrundstücke mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 500 bis 600 Quadratmeter entstehen.
Die Grundstücksverhandlungen laufen zügig
Die Grundstücke im Gebiet „Flächsländer“ waren anfänglich fast ausschließlich in privater Hand. Um das Baugebiet aber zu realisieren, benötigt die Stadt Meßstetten diese Parzellen. Sie stieg in Grundstücksverhandlungen ein, die bislang zügig verlaufen. Parallel dazu vollzogen die Gemeinderäte des Technischen Ausschusses in ihrer jüngsten Sitzung den nächsten Schritt. Sie beauftragten – einstimmig – das Reutlinger Büro Künster mit den Planungsleistungen für den Bebauungsplan „Flachsländer“ in Hossingen. Die Honorarsumme beläuft sich auf knapp 35 700 Euro zuzüglich sechs Prozent Nebenkosten. Ein weiteres Honorar wird fällig für den Umweltbericht mit Grünordnungsplan, der Eingriffsausgleichsbilanzierung und der zusammenfassenden Erklärung: Dafür lag das Angebot bei etwas mehr als 10 000 Euro.
Mit Hochdruck betrieben
Zur weiteren Zeitschiene „Flachsländer“ erklärt Stadtbaumeister Claus Fecker: „Bebauungspläne sind mittlerweile so komplexe Verfahren, dass eine chronologische Auskunft schwer zu treffen ist.“ Seitens der Stadtverwaltung werde das Verfahren jedenfalls mit Hochdruck betrieben.