100 Jahre Posaunenchor: In Albstadt schmeckt Punsch auch im August

Die Helferinnen und Helfer des Posaunenchors Truchtelfingen waren an ihren petrolfarbenen Shirts gut zu erkennen.
SchweizerDass sie dem Miteinander in ihrem Stadtteil einen großen Stellenwert beimessen, stellen die Truchtelfinger immer wieder unter Beweis – auch am Samstagabend fanden sie sich scharenweise zur Open-Air-Veranstaltung im Pausenhof der Schule an der Sommerhalde ein; rund 300 gutgelaunte Gäste wurden bei freiem Eintritt am Eingang willkommen geheißen.
Und das, obwohl das Wetter alles andere als einladend war: Den ganzen Tag war Dauerregen niedergegangen und die Temperaturen mit annähernd 13 Grad herbstlich kühl geblieben. „Wir waren bei unseren Planungen für einen Sommernachtstraum Anfang August natürlich von Temperaturen um die 30 Grad ausgegangen“, kommentierte Mitorganisator Stephan Leins. Immerhin, da die Straße, die zur Schule hoch führt, abgesperrt war, konnten sich die vielen Besucher etwas Bewegung verschaffen und waren dank dem Spaziergang bei ihrem Eintreffen auf dem Festgelände bereits auf Betriebstemperatur.
Zudem war an Wetterschutz gedacht: Im Pausenhof standen zahlreiche Pavillons und Zelte bereit, die Plätze waren schnell belegt, vor allem von der älteren Generation. Ein mittlerer Bereich lud mit seinen Stehtischen zum Verweilen ein, und im vorderen Teil befand sich die Tanzfläche.

Die Truchtelfinger Jugend mit dem Truchtelfinger Becher...
Foto: SchweizerFür musikalische Unterhaltung sorgte Joe Späth mit Band; Sängerin Lisa „Leeeza“ Steigmayer unterhielt das bestens gelaunte Publikum mit einem vielseitigen Programm, das internationale Hits ebenso umfasste wie deutsche Songs, groovigen Beats und schwungvollen Rock ebenso wie gefühlvolle Balladen. „Wir wollten alle zwischen zehn und 80 Jahre ansprechen“, erklärte Stefan Leins, „auch solche, die die an einem Samstagabend keine Posaunenchor hören, sondern einfach nur bei guter Musik gesellig sein wollen“.

... und die etwas Älteren hatten auch ihren Spaß.
Foto: SchweizerFür das leibliche Wohl der Gäste sorgten 40 Helferinnen und Helfer; auf dem Speiseplan standen die bewährten Schnitzelwecken und Rote Würste. Kurzfristig bot der Posaunenchor auch noch Punsch und Hot Sari gegen die Kälte an, und an einer Schnapsbar konnten die Freunde von Höherprozentigem zwischen neun verschiedenen „Kurzen“ wählen. Das Fazit: „Die Stimmung war klasse“, freute sich hinterher Stefan Leins. „Selbst als es vor Mitternacht wieder zu Regnen anfing, wurde weitergetanzt“.

100 Jahre Posaunenchor Truchtelfingen
Foto: SchweizerDer Posaunenchor mit seinen 25 Aktiven hat sein Jubiläum unter das Motto „Denn feiern können wir richtig gut – und coole Musik machen wir sowieso“ gestellt; der „Truchtelfinger Sommernachtstraum“ war der dritte von vier Terminen des Festprogramms. Den Auftakt hatte ein Jubiläumskonzert gemacht; ihm waren erst der Bezirksposaunentag und nun der „Sommernachtstraum“ gefolgt. Den Schlusspunkt setzt am 11. Oktober eine „Brass Night“ folgt in der Zollernalbhalle. Zwölf Ensembles werden auftreten; jedes spielt 25 Minuten lang.